Ricardo Lang – Tango mit Klarheit, Tiefe und Herz

Ricardo Lang – Tango mit Klarheit, Tiefe und Herz

Es gibt Tänzer, die beeindrucken durch große Gesten.
Und es gibt jene, deren Tango leise wirkt – und genau deshalb lange nachhallt.
Ricardo Lang gehört zur zweiten Kategorie.

Sein Tanz ist geprägt von Klarheit, Ruhe und einer tiefen musikalischen Verbindung. Wer ihm zusieht – oder bei ihm lernt – spürt schnell: Hier geht es nicht um Effekte, sondern um Substanz. Um ein Tanzen, das aus dem Körper heraus entsteht und den Raum für echte Begegnung öffnet.

Vom Salsa zum Tango – ein Weg der Vertiefung

Bevor Ricardo Lang im Tango seine künstlerische Heimat fand, tanzte er viele Jahre intensiv Salsa. Neun Jahre lang sammelte er Erfahrungen in Paartanz, Rhythmus und Bewegung, bevor er 2001 dem Tango Argentino begegnete – einem Tanz, der ihn nicht mehr losließ.

Was folgte, war kein schneller Erfolg, sondern ein konsequenter Weg der Vertiefung: Technik, Körperarbeit, Musikalität und die Frage, wie Bewegung nicht nur schön aussieht, sondern sich auch stimmig anfühlt. Schon früh entstand dabei der Wunsch, dieses Wissen weiterzugeben – nicht als starres System, sondern als Einladung zum eigenen Entdecken.

Lernen, um freier zu werden

Ricardos Unterricht ist geprägt von dem Gedanken, dass gute Technik Freiheit schafft. Sauberes Gehen, eine stabile Achse und feine Verbindung sind für ihn keine Einschränkung, sondern die Grundlage für Leichtigkeit, Genuss und Ausdruck.

Dabei arbeitet er sehr bewusst mit dem Körper: Konzepte aus der Körpermechanik, oft in Verbindung mit Pilates-Ansätzen, helfen seinen Schüler*innen, Bewegungen effizienter, kontrollierter und zugleich entspannter auszuführen. Der Körper darf verstehen – und der Kopf loslassen.

Eine internationale Tangobiografie

Ab 2004 tanzte, trainierte und unterrichtete Ricardo gemeinsam mit seiner damaligen Partnerin Raquel Lang.

Zusammen gründeten sie ihre gemeinsame Schule, "Tango Köln", und machten sich international einen Namen mit Veröffentlichungen und hervorragenden Lehrvideos. Das Paar war auf der ganzen Welt tätig, tanzte Shows, arbeitete als Coaches bei Filmproduktionen und vertiefte seine tänzerische Ausbildung unter anderem bei einem intensiven,  einjährigen Aufenthalt in Buenos Aires.

Ein besonderer Meilenstein war das Jahr 2009, in dem Ricardo und Raquel das Finale der Tango-Weltmeisterschaft in Buenos Aires erreichten. Auch bei der Europameisterschaft im Tango Salón konnten sie sich erfolgreich platzieren. Doch trotz dieser Erfolge blieb Ricardos Fokus stets derselbe: das Tanzen als lebendige, menschliche Erfahrung – nicht als sportliche Leistung.

Unterrichten mit Aufmerksamkeit und Respekt

Was Ricardo Lang als Lehrer besonders auszeichnet, ist seine Fähigkeit, Menschen individuell wahrzunehmen. Er begegnet seinen Schüler*innen dort, wo sie gerade stehen, und setzt gezielt Impulse, die Entwicklung ermöglichen – unabhängig vom Niveau.

Für Ricardo beginnt die Freude am Tango nicht erst mit Perfektion. Geduld gehört dazu, ja – aber Begeisterung, Genuss und Verbundenheit dürfen von Anfang an Teil des Weges sein. Tango ist für ihn eine Sprache des Körpers, über die sich zwei Menschen in der Umarmung verständigen können – oft leiser und ehrlicher als mit Worten.

Tango als Einladung

Ricardo Lang steht für einen Tango, der nicht laut sein muss, um tief zu wirken. Für ein Lernen, das Klarheit schafft, ohne Druck zu erzeugen. Und für einen Unterricht, der Technik und Gefühl nicht trennt, sondern miteinander verbindet.

Wir freuen uns sehr, Ricardo bei Lillis Ballroom willkommen zu heißen – und darauf, mit ihm Räume zu öffnen, in denen Tango wachsen darf: ruhig, klar und mit ganz viel Herz und Gefühl!

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Mehr zum Boost Wochenende mit Ricardo Lang

3 Workshops an einem Wochende:

Samstag, 14. März 2026

Connected Technique - Moving as One von 14:15 bis 15:45 Uhr

Ocho Cortado Variations - Playful Cuts & Rythms von 16:15 bis 17:45 Uhr

Sonntag, 15. März 2026 (Deutsch)

Turns in Close Embrace - Smooth Circular Flow von 16:00 bis 20:00 Uhr

Für Tänzer*innen mit Vorerfahrung, einzeln oder als Paar. Wer den vollen Boost spüren will, nimmt am besten alle drei Workshops – denn dieses Wochenende funktioniert wie ein kleines Tango-Wunderpaket.

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Mehr Informationen

Santiago Maciel

Santiag Maciel

Der Mann, der Bewegung neu denkt

Wie die Master Posture-Methode Tanz, Körperarbeit und persönliche Entwicklung verbindet

Es gibt Menschen, die tanzen – und es gibt Menschen, die das Verständnis von Bewegung selbst verändern. Santiago Maciel gehört eindeutig zur zweiten Gruppe. Seit 2004 widmet er seine Karriere der Kunst des Körpers: Tanz, Performance, Technik und Ausdruck sind die Grundpfeiler seines künstlerischen und pädagogischen Schaffens. Mit über zwanzig Jahren Erfahrung und einer seltenen Verbindung aus Präzision, Kreativität und wissenschaftlich fundierter Methodik hat er ein System entwickelt, das weit über die Tanzwelt hinaus Aufmerksamkeit erregt: die Master Posture-Methode.

Master Posture – Ein universelles System für Körper und Geist

Im Jahr 2010 begann Santiago eine Forschungsreise, die sein Leben verändern sollte. Er wollte verstehen, was gute Bewegung ausmacht – jenseits von Stil, Tradition oder Disziplin. Das Ergebnis ist die heute international geschätzte Master Posture-Methode, ein System, das die Funktionsweise von Körper und Geist durch universelle Prinzipien optimiert.

Dabei geht es nicht nur um Haltung oder Technik, sondern um ein ganzheitliches Verständnis von Effizienz, Klarheit und mentaler Präsenz.

Die Master Posture-Methode verbindet:

  • Biomechanische Präzision
  • Körperbewusstsein und Energieökonomie
  • Mentale Strategien für Fokus und Ruhe
  • Eleganz, Ausdruck und Präsenz
  • Übertragbares Wissen für jede körperliche oder künstlerische Disziplin

Santiago arbeitet mit Tänzerinnen, Sportlerinnen, Bühnenprofis – aber auch mit Menschen, die in ihrem beruflichen oder privaten Alltag mehr Körperkontrolle, Präsenz und mentale Stärke suchen. Seine Arbeitsweise ist dabei klar, direkt und hoch effizient: Er hilft seinen Schüler*innen, mehr zu spüren, weniger zu kompensieren und Bewegung als Werkzeug persönlicher Meisterschaft zu nutzen.

Eine Technik, die alles verbindet

Einer von Santiagos stärksten Ansätzen ist der Gedanke, dass ein einziges, gut verstandenes Prinzip dir ermöglicht, jede körperliche Fähigkeit schneller zu erlernen.

Ob Tango, Salsa, Bachata, Sport oder Bühne – die Grundlagen des Körpers bleiben universell.

Wer Master Posture versteht, kann:

  • schneller lernen
  • sich effizienter und eleganter bewegen
  • klarer fühlen
  • bewusster entscheiden
  • und sich mit Partner*innen besser verbinden

Diese Perspektive hat nicht nur das Training vieler Tänzer*innen revolutioniert, sondern auch gezeigt, wie tief Bewegung mit mentaler Klarheit verbunden ist.

Santiago bei Lillis Ballroom

Wir freuen uns besonders, dass Santiago Maciel sein Wissen im Rahmen eines exklusiven Seminars bei Lillis Ballroom teilen wird:

MASTER POSTURE & Tango Tango Argentino/Salsa/Bachata
Eine Technik, um alle zu meistern – geleitet von Santiago Maciel
In diesem Seminar erleben die Teilnehmer*innen:

  • wie sie ihre bisherigen Erfahrungen (Tanz, Sport oder Beruf) nutzen können, um Tango schneller und müheloser zu lernen
  • wie Master Posture Klarheit, Kontrolle und Connection verbessert
  • wie biomechanische Effizienz zu Eleganz und Ausdruck führt
  • wie mentale Strategien Ruhe, Fokus und Präsenz stärken

Ein Seminar, das nicht nur Tänze verbindet – sondern Welten. Santiago zeigt, dass der Körper nicht nur Werkzeug ist, sondern Zugang zu Persönlichkeit, Kreativität und innerer Balance.

Warum du dieses Seminar nicht verpassen solltest

Weil Santiago Maciel nicht einfach unterrichtet. Er transformiert. Sein Zugang ist innovativ, tiefgehend und unglaublich praxisnah. Wer sich für Tanz interessiert – besonders für Tango Argentino – wird hier Einsichten gewinnen, die weit über Technik hinausgehen.

Und wer einfach nur den eigenen Körper bewusster erleben möchte, wird erstaunt sein, wie viel Freiheit in Leichtigkeit und richtiger Ausrichtung liegt.

Wenn du erleben möchtest, wie eine einzige Technik dein Verständnis von Bewegung verändert, dann ist dieses Seminar bei Lillis Ballroom die perfekte Gelegenheit.

Eine Einladung, nicht nur besser zu tanzen – sondern besser zu leben.

More on the workshop with Santiago Maciel

Master (Your) Posture  am Sonntag, dem 7. Dezember 2025 von 12:45 bis 15:45 Uhr

Cafecito im Anschluss

Santiago Maciel

The Man Rethinking Movement

How the Master Posture Method connects dance, bodywork and personal development

Some people dance – and some redefine what movement itself can be. Santiago Macielbelongs clearly to the second group. Since 2004, he has devoted his career to the art of the body: movement, technique and stage expression form the foundation of his artistic and pedagogical work. With more than two decades of experience and a rare combination of precision, creativity and scientific methodology, he has developed a system that is now recognized far beyond the dance world: the Master Posture Method.

Master Posture – A Universal System for Body and Mind

In 2010, Santiago began a research journey that would reshape his entire approach. He wanted to understand what truly makes movement effective – beyond style, tradition or discipline. The result is the internationally respected Master Posture Method, a system that optimizes the body and mind through universal principles.

Master Posture is not merely about posture or technical form; it is a holistic understanding of efficiency, clarity and mental presence.

It unites:

  • Biomechanical precision
  • Body awareness and energy economy
  • Mental strategies for focus and calm
  • Elegance, expression and presence
  • Transferable principles for every artistic or professional discipline

Santiago works with dancers, athletes, stage professionals and individuals who seek more body control, presence and mental strength—whether for performance or everyday life. His approach is clear, direct and highly effective: he helps students feel more, compensate less, and use movement as a tool for personal mastery.

One Technique That Connects Everything

One of Santiago’s core insights is that a single, well-understood principle allows you to learn any movement discipline faster. Whether Argentine Tango, Salsa, Bachata, sport or stage work—the fundamentals of the body remain universal.

Understanding Master Posture means learning how to:

  • progress faster
  • move with efficiency and elegance
  • feel with clarity
  • make conscious decisions
  • connect better with partners

This perspective has not only transformed how many dancers train, but has also shown how deeply movement is connected to mental clarity and emotional grounding.

Santiago at Lillis Ballroom

We are thrilled to welcome Santiago Maciel for an exclusive seminar at Lillis Ballroom:

MASTER POSTURE & Argentine Tango / Salsa / Bachata
One technique to master them all – led by Santiago Maciel

In this special workshop, participants will discover:

  • how to use previous experience (from sports, dance or professional life) to learn Tango more quickly and effortlessly
  • how Master Posture improves clarity, control and partner connection
  • how biomechanical precision leads to elegance and expression
  • how mental strategies support calmness, focus and presence

A seminar that doesn’t just connect dances - it connects worlds. It reveals that the body is not only a tool, but a doorway to creativity, confidence and inner balance.

Why You Shouldn’t Miss This Seminar

Because Santiago Maciel doesn’t just teach. He transforms. His approach is innovative, profound and remarkably practical. Anyone interested in dance—especially Argentine Tango—will gain insights that go far beyond technique.

And anyone wishing to understand their body with more clarity will discover how much freedom comes from alignment, awareness and ease.

If you want to experience how one single technique can change your entire understanding of movement, this workshop at Lillis Ballroom is the perfect opportunity.

An invitation not just to dance better—
but to live better.

More on the workshop with Santiago Maciel

Master (Your) Posture on Sunday, December 7th 2025 from 12:45 to 15:45 PM

Cafecito right after the Workshopo on Sunday, December 7nd 2025

Santiago Maciel

Chiara Greco

Chiara Greco

Zwischen Anmut, Tiefe und Bewegung

Chiara Greco ist Tänzerin, Bühnenkünstlerin, Tango- und Yoga-Lehrerin – eine Künstlerin, die mit jedem Schritt, jeder Bewegung und jeder Begegnung Geschichten erzählt. Seit über fünfzehn Jahren widmet sie sich dem Tanz und der Arbeit mit Menschen – in kleinen, vertrauten Gruppen ebenso wie in großen, lebendigen Workshops und langfristigen Ausbildungsprogrammen.

Ihr Zugang zum Tango ist geprägt von Achtsamkeit, Eleganz und einer tiefen Verbindung zwischen Körper, Musik und Emotion. Als Gründerin des ehemaligen Tango Atelier Vienna schuf sie eine Plattform, die Künstler*innen, Tänzer*innen und Lernende zusammenbrachte – ein Ort des Austauschs, des kreativen Wachstums und der gemeinsamen Leidenschaft für den Tango Argentino.

Chiara ist bekannt für ihren besonderen, geschmackvollen Stil, ihre Ausdruckskraft und ihre Fähigkeit, Tanz zu einem inneren Erlebnis werden zu lassen. Jenseits des Tanzbodens ist sie eine neugierige, spirituelle Seele, die sich von verschiedenen Kulturen, Sprachen und künstlerischen Ausdrucksformen inspirieren lässt. Ihre Reisen, Studien und Begegnungen in vielen Teilen der Welt haben ihren Weg als Tänzerin und Lehrerin auf einzigartige Weise geprägt.

 

“Beyond the mat and the dance floor, I’m a curious, spiritual soul with a deep love for different cultures and their artistic expressions.”

Diese Offenheit und Tiefe spiegeln sich auch in ihrem Seminar bei Lillis Ballroom wider:
Unter dem Motto „Learn how to bring elegance, meaning, and emotion into your dance“ lädt Chiara dazu ein, die Schönheit in jedem Schritt zu entdecken. Das Seminar führt in die Verbindung von Stabilität, Präsenz und Ausdruckskraft – ideal für Tänzer*innen, die ihre Technik verfeinern und ihre tänzerische Sprache vertiefen möchten.

In einer Reihe sorgfältig aufgebauter Übungen vereint sie Präzision und Freiheit, Intention und Fluss. Die Teilnehmenden lernen, wie Bewegung und Gefühl zu einer stimmigen Einheit werden – und wie sich Momente von Anmut und Authentizität im Tanz entfalten können.

Die Teilnahme ist sowohl für Einzelpersonen (die offen sind, beide Rollen zu tanzen) als auch für Paare möglich.
Im Anschluss an das Seminar lädt ein Tango Cafecito (16:00–19:00 Uhr) dazu ein, das Erlernte in entspannter Atmosphäre zu erleben und bei Musik, Kaffee und Tanz in Verbindung zu bleiben.

Wir freuen uns, Chiara Greco in Lillis Ballroom willkommen zu heißen – als inspirierende Lehrerin, Künstlerin und Mensch, die Tango mit Seele, Bewusstsein und unvergesslicher Eleganz verbindet.

 

 

Chiara Greco & Partner

Mehr über den Workshop mit Chirara Greco

Elegance in Tango für Improver mit Chiara Greco am Sonntag, dem 2. November 2025 von 12:45 bis 15:45 Uhr

Cafecito im Anschluss  ebenfalls am Sonntag, dem 2. November 2025 von 16:00 bis 19:00 Uhr

Chiara Greco

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Chiara Greco & Partner

Between Grace, Depth, and Movement

Chiara Greco is a dancer, stage artist, tango and yoga teacher – an artist who tells stories with every step, every movement, every encounter. For more than fifteen years, she has devoted herself to dance and to working with people – in small, intimate groups as well as in larger, lively workshops and long-term training programs.

Her approach to tango is shaped by mindfulness, elegance, and a deep connection between body, music, and emotion. As the founder of the former Tango Atelier Vienna, she created a platform that brought together artists, dancers, and learners – a space for exchange, creative growth, and a shared passion for Argentine tango.

Chiara is known for her unique, refined style, her expressive power, and her ability to turn dance into an inner experience. Beyond the dance floor, she is a curious, spiritual soul, inspired by cultures, languages, and artistic expressions from around the world. Her studies, travels, and encounters across many countries have deeply shaped her personal and professional journey.

 

“Beyond the mat and the dance floor, I’m a curious, spiritual soul with a deep love for different cultures and their artistic expressions.”

This openness and depth are also reflected in her workshop at Lillis Ballroom:

Under the theme “Learn how to bring elegance, meaning, and emotion into your dance,” Chiara invites participants to discover the beauty that lives in every step. The seminar focuses on cultivating stability, presence, and expressiveness – ideal for dancers who wish to refine their technique and deepen their artistic voice.

Through a carefully designed series of exercises, Chiara combines precision with freedom, intention with flow. Participants are guided to connect movement with feeling and to embody moments of grace and authenticity – both for themselves and for those who watch them dance.

The workshop is open to individuals (who are open to dancing both roles) as well as couples.
Afterwards, a Tango Cafecito (4:00–7:00 PM) invites everyone to relax, dance, and put into practice what they’ve just learned – in a warm and welcoming atmosphere.

We’re delighted to welcome Chiara Greco to Lillis Ballroom – as an inspiring teacher, artist, and human being who unites tango, consciousness, and elegance in every movement.

Chiara Greco & Partner

More on the workshop with Chirara Greco

Elegance in Tango für Improver mit Chiara Greco on Sunday, November 2nd 2025 from 12:45 to 15:45 PM

Cafecito im Anschluss  ebenfalls on Sunday, November 2nd 2025 from 16:00 until 16:00 PM

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Chiara Greco & Partner

Majo Martirena & Rodrigo Fonti – Einzigartige Kreativität im Tango

Majo Martirena & Rodrigo Fonti Bild: @ Nicolas Foong

Tango ist mehr als nur ein Tanz – er ist eine Sprache, eine Emotion, ein Ausdruck von Persönlichkeit und Verbundenheit. Und wenn zwei Tänzer mit außergewöhnlicher Kreativität, technischer Exzellenz und tiefer Leidenschaft aufeinandertreffen, entsteht etwas Magisches. Genau das verkörpern Majo Martirena und Rodrigo Fonti, ein Tango-Paar, das die Szene mit ihrer einzigartigen Energie bereichert.

Majo Martirena – Ausdrucksstarke Dynamik aus Uruguay

Majo wurde in Uruguay geboren und begann mit 16 Jahren zu tanzen. Schnell entwickelte sie sich zu einer herausragenden Tänzerin und Lehrerin. Ihre Karriere führte sie durch ganz Uruguay, bis sie in Buenos Aires Teil der renommierten DNI Tango Company and School wurde. Dort verbrachte sie sechs Jahre als Tänzerin und Lehrerin, tanzte auf den wichtigsten Bühnen und in den bekanntesten Milongas der Stadt.

Mit ihrer Erfahrung, ihrer präzisen Technik und ihrem unverwechselbaren Stil wurde sie eine gefragte Künstlerin auf internationalen Festivals. Sie arbeitete mit Größen wie Mariano "Chicho" Frumboli und Horacio "Pebete" Godoy zusammen, tanzte mit Carlos Espinoza in Lyon und tourte mit Pablo Rodriguez durch Europa und Asien. Zudem war sie Mitbegründerin der Tango-Schule "La Bicicleta" in Turin, wo sie zwei Jahre lang unterrichtete und ein Lehrerteam ausbildete.

Majo ist bekannt für ihre ausdrucksstarke und dynamische Tanzweise, die Emotionen spürbar macht. Ihr Ziel ist es, Tänzer*innen zu inspirieren, ihren eigenen Ausdruck im Tango zu finden.

Rodrigo Fonti – Die Fusion aus Tango und moderner Bewegungskunst

Rodrigo Fonti stammt aus Neuquén, im Süden Argentiniens, und begann mit 16 Jahren, Tango zu tanzen. Seine tänzerische Entwicklung wurde von seiner Ausbildung an der Experimental Contemporary Dance School geprägt, wo er sich intensiv mit Choreografie und Bühnenperformance auseinandersetzte.

2010 zog er nach Buenos Aires, um tiefer in die Welt des Tango einzutauchen und den „Milonguero Spirit“ hautnah zu erleben. Dort wirkte er in mehreren Theaterproduktionen mit und tourte mit Stücken wie "Kambras", "El sonido de la caricia" oder "No bailaras" durch Europa.

„Ich unterrichte nicht, um meine Schüler so tanzen zu lassen wie mich. Ich unterrichte, damit sie ihren Tango finden – so gut wie möglich“, sagt Rodrigo.

Was Rodrigo auszeichnet, ist seine Fähigkeit, traditionelles Tango-Vokabular mit der Dynamik und Freiheit des zeitgenössischen Tanzes zu verbinden. Seine Bewegungen sind frisch, kraftvoll und dennoch tief verwurzelt in der Essenz des Tango. Seine Lehrmethoden helfen Tänzer*innen, ihren eigenen Stil zu entwickeln – individuell, komfortabel, frei und dennoch eng verbunden mit dem Partner und der Musik. Seine künstlerische Reise ist eine ständige Evolution – ein Prozess des Entdeckens, Kreierens und Innovierens.

Majo Martirena & Rodrigo Fonti, Foto: Iris Rogozhyna
Foto: Iris Rogozhyna

Eine faszinierende Verbindung – Improvisation & Kreativität

Wenn Majo und Rodrigo gemeinsam auf der Bühne stehen, passiert etwas, das sich schwer in Worte fassen lässt. Sie verkörpern Tango in all seinen Facetten – verspielt, sinnlich, tief emotional und voller Überraschungen. Ihre Fähigkeit zur Improvisation, ihr technisches Können und ihre Offenheit für verschiedene Tango-Stile machen sie zu einem der aufregendsten Tanzpaare der heutigen Szene.

Ob in der engen Milonguero-Embrace oder in spektakulären off-axis Moves – ihre Verbindung bleibt immer authentisch und lebendig. Ihre Workshops sind geprägt von Freude, Kreativität und einer ansteckenden Energie, die Tänzer*innen aller Levels inspiriert.

Majo Martirena und Rodrigo Fonti zeigen, dass Tango kein starres Regelwerk ist, sondern eine unendliche Welt an Möglichkeiten. Ihre Kunst berührt, bringt zum Lächeln und manchmal sogar zu Tränen.

Lasst uns gemeinsam entdecken, was noch alles im Tango steckt.

 

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Mehr Informationen

Mehr über das Seminar sowie Maja Martireno und Rodrigo Fonti

Tango Seminar mit Maja & Rodrigo am Sonntag, dem 1. Juni 2025 von 12:30 bis 15:45 Uhr (Facebook Event)

Cafecito im Anschluss mit den beiden

 

Majo Martireno

Facebook: @mariajose.martirena

Instagram: @majomartirena

 

Rodrigo Fonti

Facebook: @rodrigofonti

Instagram: @rodrigo.fonti

 

Keila & Ariadna: Tango neu gedacht – Inklusiv, leidenschaftlich und weltoffen

Ariadna und Keila beim Queer Tango Unterricht in Pose in Lillis Ballroom

Tango ist mehr als nur ein Tanz – er ist eine Sprache, eine Leidenschaft und ein Ausdruck von Kultur und Identität. Keila Luciano und Ariadna Zaehnsdorf, zwei argentinische Tango-Lehrerinnen, haben es sich zur Aufgabe gemacht, diesen traditionellen Tanz mit einer neuen Perspektive zu verbinden. Sie vereinen in ihrer Arbeit die Liebe zur Geschichte des Tangos mit einem modernen, inklusiven Ansatz, der alte Rollenbilder hinterfragt und Tanzpartner*innen ermöglicht, sowohl führende als auch folgende Positionen einzunehmen.

Beide Tänzerinnen stammen aus Buenos Aires und sind seit ihrer Kindheit mit Tango verbunden. Keila Luciano, geboren in Lanús, Buenos Aires, wurde bereits mit fünf Jahren von ihren Großeltern in die Welt des Tangos eingeführt. Ihre ersten Tanzschritte machte sie mit ihrer Cousine, die damals die führende Rolle übernahm – eine Erfahrung, die später ihren offenen Zugang zu den Tanzrollen prägen sollte.

Im Jahr 2019 zog Keila nach Barcelona, wo sie ihre eigene Tanzkarriere weiterentwickelte. In dieser lebendigen Stadt traf sie Ariadna Zaehnsdorf, und zwischen ihnen entstand sofort eine besondere Verbindung. Bereits im Dezember 2019 tanzten sie gemeinsam ihre erste Show in Barcelona.

Von Barcelona aus in die Welt – Tango für alle

Nach der Pandemie begannen Keila und Ariadna ihre eigene Milonga namens La Despeinada in Barcelona zu organisieren – ein Treffpunkt für alle Tango-Liebhaber, insbesondere für die Queer Tango Community. Diese Milonga wuchs stetig und wurde zu einem wichtigen Ort für Tänzer*innen und Musiker*innen, die ihre Kunst miteinander teilten. Parallel dazu bauten sie mit regelmäßigen Kursen die Tango-Community in Barcelona weiter aus.

Ein entscheidender Moment in Keilas Karriere war ihr Aufenthalt in Argentinien im Jahr 2022. Dort entdeckte sie ihre Leidenschaft als Tango-DJ (TDJ) und begann, Musik für Milongas aufzulegen. Die Möglichkeit, verschiedene Musikgeschmäcker und Vorlieben in unterschiedlichen Städten zu erleben, faszinierte sie und wurde ein fester Bestandteil ihrer Arbeit.

Nach ihrer Rückkehr nach Europa starteten Keila und Ariadna eine Tour durch zahlreiche europäische Städte, darunter London, Paris, Wien, Rom, Turin, Florenz, Genua, Zürich und viele mehr. Ihr Ziel: Tango als eine Kunstform zu präsentieren, die von allen Menschen unabhängig von Geschlecht und traditionellen Rollenbildern getanzt werden kann.

Ein neuer Blick auf den Tango – Inklusion und Verbindung

Keila und Ariadna lehren Tango auf ihre eigene besondere Art. Ihr Fokus liegt auf der Verbindung zwischen den Tanzpartner*innen – nicht nur physisch, sondern auch emotional. Sie ermutigen ihre Schüler*innen, sich auf die Bewegung von innen heraus einzulassen, um eine authentische Kommunikation im Tanz zu ermöglichen.

Ihr Unterricht ist nicht nur technisch präzise, sondern auch spielerisch und empathisch. Sie legen großen Wert darauf, dass das Lernen Freude macht und dass sich jeder willkommen fühlt – unabhängig von Tanzniveau, Erfahrung oder Geschlechtsidentität. In ihren Kursen gibt es keine festen Geschlechterrollen: Jeder kann sowohl führen als auch folgen, denn für sie ist es letztlich eine gemeinsame Bewegung zwischen zwei Menschen.

Keila Luciano ballt die Fäuste während sie bei zufriedenem Gesichtsausdruck die Augen geschlossen hat.
Keila Luciano

Barcelona Queer Tango Festival – Ein Meilenstein für die Community

Ein weiterer Höhepunkt in ihrer Karriere war die Organisation des ersten Barcelona Queer Tango Festivals im November 2023. Mit über 250 Teilnehmern aus 25 verschiedenen Städten war dieses Event ein voller Erfolg und stellte einen bedeutenden Moment für die internationale Queer Tango Community dar. Es bewies, dass Tango in all seinen Formen und Variationen Menschen weltweit verbindet und berührt.

Neuer Lebensabschnitt in Italien – Tango wächst weiter

2024 begann für Keila mit einem neuen Kapitel: Sie zog nach Turin, um ihre Tango-Reise von dort aus fortzusetzen. Trotz der Veränderung blieb sie weiterhin aktiv in der Tango-Szene, organisierte mit Ariadna die erste Ausgabe des La Despeinada Tango Marathons in Barcelona und setzte ihre Tour durch Europa fort.

Ein Tango für alle – Die Vision von Keila und Ariadna

Keila Luciano und Ariadna Zaehnsdorf stehen für einen Tango, der Tradition und Moderne verbindet. Sie respektieren die Geschichte des Tangos, sind aber gleichzeitig bereit, alte Muster zu überdenken und neue Wege zu gehen. Ihr Ziel ist es, eine inklusive, offene und respektvolle Tango-Community zu schaffen, in der sich jede*r frei ausdrücken kann.

Mit ihrer Arbeit bringen sie nicht nur ein Stück Buenos Aires nach Europa, sondern zeigen auch, dass Tango für alle da ist – unabhängig von Geschlecht, Identität oder Erfahrung. Ihr Erfolg beweist, dass Tango lebt, sich weiterentwickelt und immer wieder neue Generationen von Tänzer*innen inspiriert.

Wer also Tango in einer herzlichen, modernen und inklusiven Atmosphäre erleben möchte, sollte die Workshops, Kurse, Milongas oder Events von Keila Luciano und Ariadna Zaehnsdorf auf keinen Fall verpassen.

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Mehr Informationen

Mehr über das Seminar sowie Ariadna Zaehnsdorf & Keila Luciano

 

Queer Tango Seminar am Sonntag, dem 6. April 2025 von 13:00 bis 15:45 Uhr (Facebook Event)

Cafecito im Anschluss mit den beiden (Facebook Event)

 

Ariadna Zaehensdorf & Keila Luciano gemeinsam

Instagram: @la.despeinada.tango

YouTube: @la.despeinada

Keila Luciano:

Instagram: @keilula

Facebook: @luciana.keila.7

Ariadna Zaehnsdorf

Instagram: @zaehnsdorf

Gastbeitrag: Patricia Pöchhacker „Adaptives & inklusives Yoga ©“

„Adaptives und inklusives Yoga ©“ Patricia Pöch

Seit der Integration des Blogs in unsere Website konnten wir bereits viele spannende Themen aufgreifen. Was dieses Format so besonders macht, ist die Freiheit, ohne Einschränkungen über Herzensangelegenheiten zu schreiben und dabei auch in die Tiefe zu gehen. Doch wir möchten auch anderen eine Stimme geben und freuen uns deshalb besonders auf unseren ersten Gastbeitrag.

Patricia Amrita Pöchhacker, die in diesem Trimester in Zusammenarbeit mit uns den Kurs "Adaptives & Inklusives Yoga" in unserem Ballroom anbietet, wird ihre Gedanken mit uns teilen.

Adaptives & Inklusives Yoga

Dauer:            Mi, 18.09. – 11.12.2024
Uhrzeit:          17:00 bis 18:15 Uhr
Level:              All Levels
Preis:              EUR 190,00 / Person

Was "Adaptives & Inklusives Yoga" genau ist und wie sie dazu gekommen ist lassen wir sie am besten selbst erzählen. Vielen Spaß beim Lesen unseres ersten Gastbeitrages.

Warum ich „Adaptives und inklusives Yoga ©“ kreiert habe und was es ist.

Wenn mich Menschen fragen, wie es dazu kam, dass ich „Adaptives und inklusives Yoga ©“ kreiert habe, dann erzähle ich ihnen von den 5 prägendsten Sätzen und Situationen auf meinem eigenen Yogaweg.

Adaptives und inklusives Yoga © | Stadtyogini, Patricia Pöchhacker
Adaptives und inklusives Yoga © | Stadtyogini, Patricia Pöchhacker

Ich erzähle von meinen Mitmenschen und Teilnhemer:innen die meine besten Lehrer:innen waren und sind, ich erzähle von meinem eigenen (Yoga)Weg und davon, dass man nie auslernt.

“80% der Teilnehmer:innen müssen mitkommen, lass die anderen in der Stellung des Kindes warten.“

Dieser Satz wurde in meiner ersten Yoga Ausbildung an der ich teilnahm gelehrt, in Österreich, 2012. Dieser Satz, verändert alles. Schon damals wollt ich das nicht so einfach hinnehmen. Ich beschloss, dass in meinem Yogaunterricht niemand “zurückgelassen“ wird.

Mein erster Leitsatz wurde: Yoga angepasst an alle Personen im Raum. Meine Aufgabe: so viel zu wissen und so gut zu werden, um individuelle Hilfestellung bieten zu können.

Für mich war die erste und schnellste Lösung nur kleine Gruppe zu unterrichten, max. 8 Teilnehmer:innen und mehr Varianten der einzelnen Positionen anzubieten. Das funktionierte gut, mit der Zeit wurde ich sicherer im Unterrichten. In einer meiner ersten Personal Yoga Einheiten, bei denen ich 1:1 arbeite hatte ich dann ein weiteres Erlebnis, das mich und die Art wie ich unterrichte geprägt hat:

“Stabiler Stand, Füße eng zusammen, große Zehen berühren sich.“

Meine Klientin war eine mehrgewichtige Person und ich gab die erlernten und in der Praxis erprobten Ausrichtungsanweisungen: “Stabiler Stand, Füße eng zusammen, große Zehen berühren sich.“

Adaptives und inklusives Yoga © | Stadtyogini, Patricia Pöchhacker
Adaptives und inklusives Yoga © | Stadtyogini, Patricia Pöchhacker

Noch während ich das sagte und sah, wie sich meine Klientin bemühte die Haltung einzunehmen hatte ich eine kleine Erleuchtung: das, was ich da sagte, machte keinen Sinn. Zum einen, weil der Stand für meine Klientin nicht stabil sein konnte, zum anderen, weil sie ihn auf Grund ihrer Körperform nicht einnehmen konnte. Ich entschuldigte mich bei ihr und gemeinsam haben wir eine Variante gefunden, die für ihren Körper passte. Ich begann über all die Dinge nachzudenken, die ich gelernt hatte, über alle Anweisungen die ich, ganz automatisch gab…

Der nächste Leitsatz war: Inklusivere Sprache – hinterfragen was „allgemein“ gültig ist. Meine Aufgabe: verschiedene Lebensrealitäten und individuelle Bedürfnisse kennenlern und wahrnehmen und lernen, wie ich Anweisungen inklusiver gestalten kann.

“Wir sind stolz auf dich und würden gerne bei deinen Yogaklassen mitmachen, können aber nicht. “

Dieser Satz stammt von meiner Mutter und Großmutter. Meine Mutter hat zwei Knie Prothesen, ein steifes Sprunggelenk und 3 Krebsformen überlebt, meine Großmutter, war zu dieser Zeit schwer und unheilbar an Darmkrebs erkrankt. Ich begann die Yogaübungen zu adaptiere, damit man sie am Stuhl, Rollstuhl und im Bett üben konnte. Aktiv bewegt oder ich bewegte die Person im Bett. Ich wollte mehr lernen, mehr Wissen. Ich machte zusätzliche Ausbildungen: Traumasensibles Yoga, Senior:innenyoga, Yogatherapie, Ayurveda, Accessible Yoga und lernte meinen Mentor in Indien kennen – ein Doktor des Ayurveda und der Yogatherapie und Philosophie. Unter seiner Anleitung lerne ich seit 5 Jahren.

Der nächste Leitsatz ergab sich: Mit Adaptionen und Hilfsmittel können Übungen zugänglicher gemacht werden oder herausfordernder gestaltet werden. Meine Aufgabe: lernen so zu adaptieren, dass die Wirkung der Übungen nicht verloren gehen.

“Sie sind chronisch krank und müssen lernen damit zu leben. Dafür gibt es keine Heilung. Vielleicht wird es nie wieder besser mit den Symptomen.“

Diesen Satz hörte ich 2019 das erste Mal, kurz nachdem ich an meinen Symptomen fast gestorben wäre. Eine nicht sichtbare, mentale Behinderung begleitet mich schon mein ganzes Leben. 2020/21 bescherten mir 2 Corona Erkrankungen noch dazu Long Covid zusätzlich zu der Grunderkrankung.

2023 hatte ich meinen letzten schweren Krankheitsschub, ich war 3 Monate arbeitsunfähig. Ich musste meine eigne Praxis neu denken…und auch wieder vertrauen in meinen Körper zurückerlangen Die Praxis neu denken, heißt auch Dinge wieder neu zu lernen die man schon mal konnte, Dinge anders zu machen als “früher“ , Bewertungen rauszunehmen (in Gedanken und auch der Sprache z.B. “ …die volle Position“ , “ …die Endvariante“ ,) und auch zu lernen, dass manche Sachen nicht mehr in der gewohnten Form möglich sind. Währende meines letzten, großen Krankheitsschub begann ich meine körperliche Praxis ins Bett zu verlegen. Warum? Weil es nicht anders möglich war, ich konnte mich nicht einmal gut aufstützen.

Ich vertiefte meine Atempraxis, Meditations- und Yogaphilosphie Praxis und entdeckte neue Möglichkeiten und Chancen.

Daraus ergab sich folgenden Leitsatz: Fang bei dir an. Meine Aufgabe: Gelerntes hinterfragen, experimentieren, Geduld haben, Dinge neu und anders machen.

“Yoga für alle, Yoga barrierefrei – ist ein schöner Gedanke, aber nicht möglich“

Rodrigo Souza, einer meiner Lehrer bei der Accessible Yoga School von Jivana Heyman, bei der ich eine Ausbildung gemacht fragte bei einer Gruppenreflexion, was wir unter Barrieren verstehen. Er selbst ist ein Yogalehrer mit Querschnittslähmung der einen Rollstuhl benützt. Barrieren haben viele Gesichter. Manche Barrieren sind sichtbarer als andere, Barrieren sind individuell und Barrieren werden uns meist erst bewusst, wenn wir selber oder unser nahes Umfeld betroffen sind.

Der letzte Leitsatz kam mir dann in der Mediation nach der Gesprächsrunde: Eine 100% Barrierefreiheit ist nicht möglich, weil Barrieren so individuell sind. Meine Aufgabe: Yoga unterrichten, lehren und weitergeben so barrierefrei wie möglich.

Adaptives & Inclusives Yoga mit Patricia Pöchhacker

Mit “Adaptive und inklusives Yoga ©“ möchte ich Yoga so vielen Menschen wie möglich zugänglich machen. Nicht nur die körperlichen Übungen, sondern auch Atemübungen, Mediation und Yogaphilosphie.

Was “adaptiv“ und „ “inklusiv“ für mich bedeutet

„Adaptiv“ bedeutet für mich angepasst an die Person, Ort und Situation. Adaptionen mit Hilfsmitteln wie Stuhl, Rollstuhl, Gegenständen aus der Umgebung und klassischen Yogahilfsmitteln (Blöcke, Gurt, Bolster) ermöglichen es die Übungen körperlich zugänglicher oder herausfordernder zu machen. Adaptieren können wir aber auch unsere Sprache zum Beispiel einfache klare Sprache oder den Raum, in den man unterrichtet, zum Beispiel mit Rücksicht auf Neurodivergenz, Sehbehinderung und Trauma.

Adaption hört aber nicht im physischen Raum auf: Auch meine Homepage und digitale Angebote, Flyer und Visitenkarten sind so gestaltet, dass sie so barrierefrei wie möglich sind. Auch auf finanzieller Ebene gibt es Möglichkeiten zur Adaption, die ich nütze: kostenlose Angebote, sliding scale und Stipendien, um auch hier Barrieren abzubauen.

„Inklusiv“ bedeutet für mich, dass ich alle Personen willkommen heiße die bei und mit mir Yoga üben möchten oder lernen möchten Yoga zu unterrichten. Und zwar unabhängig von Glauben, Gender, Sexualität, Nationalität, Alter, Körperform. Meine Angebote richten sich an Menschen mit und ohne Behinderung.

“Adaptives und inklusives Yoga ©“ bedeutet Yoga so barrierefrei wie möglich zu üben und lehren.

Patricia Amrita Pöchhacker ist Yogatherapeutin und Gründerin von Stadtyogini – Feel. Move. Balance. e.U. Adaptives und inklusives Yoga ©

Mehr über Sie findest Du auf: www.stadtyogini.at und www.lillisballroom.at/team

Queer Tango: Eine Reise durch Tanz, Geschichte & Community

Tim und Arno tanzen draussen Queer Tango

Was ist Queer Tango?

Queer Tango ist eine faszinierende Weiterentwicklung des traditionellen argentinischen Tangos, die Geschlechterrollen und soziale Normen auf den Kopf stellt. Anstatt den klassischen Rollen, bei denen der Mann führt und die Frau folgt, steht Queer Tango für eine gleichberechtigte Partnerschaft auf der Tanzfläche. Jeder kann führen, jeder kann folgen – es geht darum, die Kunst des Tangos in einer inklusiven und offenen Atmosphäre zu erleben.

Wie ist Queer Tango entstanden?

Die Ursprünge des Queer Tangos lassen sich in die 1990er Jahre zurückverfolgen, als die Tangoszene in Buenos Aires begann, sich zu diversifizieren. Queere Menschen suchten nach Räumen, in denen sie ihre Identität frei ausdrücken und tanzen konnten, ohne sich an traditionelle Geschlechternormen halten zu müssen. Die ersten Queer-Tango-Veranstaltungen wurden von Pionieren wie Augusto Balizano und Mariana Docampo ins Leben gerufen, die den Tango aus seiner konservativen Ecke holten und zu einem Symbol der Freiheit und Vielfalt machten.

Wo ist Queer Tango besonders stark vertreten?

Queer Tango hat sich schnell über die Grenzen Argentiniens hinaus verbreitet und ist heute in vielen Metropolen weltweit eine feste Größe. Besonders starke Szenen gibt es in Städten wie Berlin, San Francisco, New York und Paris. Diese Städte bieten eine lebendige Queer-Tango-Community mit regelmäßigen Milongas (Tanzveranstaltungen), Workshops und Festivals, die Tänzer und Tänzerinnen aus aller Welt anziehen.

VIele Menschen bei Lillis Ballroom halten die Regenbogenfahne in die Luft.
Beim hissen der Regenbogenfahne

Lillis Ballroom und Queer Tango

Mittlerweile hat sich Queer Tango auch bei uns zu einem fixen Bestandteil unseres Kurs- und Workshopprogramms entwickelt. Die Philosophie, die dahintersteckt wurde schon immer von Lillis Ballroom geteilt, schon als es noch gar keinen Namen dafür gab. Die Rollenwechsel und das Soziale stand bei Lillis Ballroom schon immer im Vordergrund. So kann man sagen, dass die Aufnahme von Kursen und Workshops eine konsequente Weiterentwicklung unseres Ansatzes war.

Warum ist Queer Tango wichtig?

Queer Tango bietet nicht nur einen Raum für künstlerischen Ausdruck, sondern auch für soziale Inklusion und persönliche Freiheit. Es ist ein Tanzstil, der es ermöglicht, Geschlechterrollen zu hinterfragen und aufzubrechen, und der damit einen wichtigen Beitrag zu einer offeneren und toleranteren Gesellschaft leistet.

Ob Du nun ein erfahrener Tangotänzer*in bist oder Deine ersten Schritte wagst, Queer Tango bietet eine einladende und dynamische Community, in der jede*r willkommen ist. Also schnapp Dir Deine Tanzschuhe und entdecke die Magie des Queer Tango bei Lillis Balloom.

Queer Tango bei Lillis Ballroom

Update: Titelbild am 18.02.2025 gegen ein aktuelleres ausgetauscht.

Pride Month Special 2024

Keila Luciano & Ariadna Zaehnsdorf tanzen auf einer Straße in Barcelona

Queer Tango – Let it Flow!

Bei Lillis Ballroom wird man leidenschaftlich an die vielen Vorteile des Tango Tanzens für Körper und Geist erinnert – und an das Experimentieren wer was, warum und wie tanzt.

Passend zum Pride Month veranstaltet Lillis Ballroom im Juni zwei Workshops mit Keila und Adriana, Queer Tango-Lehrerinnen aus Buenos Aires, zeigt den Poesiefilm der Videokünstlerin Anita C. Schaub und veranstaltet ein Cafecito mit internationalen Gästen der Queer Tango Factory (Projekt der lxs hermanxs Bettina Patermo & Arno Plass/Künstlerhaus).

 

Pride Month Special am 2.6. 2024 mit Workshops, Filmprämiere & Tango Abend mit DJ

Programm am 2. Juni 2024

13:00 – 14:15 Uhr   Workshop First steps into Queer Tango
14:30 – 15:45 Uhr   
Workshop Creativity in steps
16:00 – 16:45 Uhr  Filmpremiere von Anita C. Schaub: Queer Tango – Eine poetische Dokumentation
17:00 – 22:00 Uhr  Cafecito “special”

 

Lillis Ballrooms Tangoreich umfasst alle, die in einer inklusiven Atmosphäre unbeschwert tanzen und sich ohne Vorurteile ausdrücken möchten. In einem Raum, der es Tänzer*innen erlaubt, die Rolle auszufüllen, die ihnen gefällt: führen oder geführt werden. Für jeden offen, frei von der starren Struktur, dass Männer führen und Frauen folgen müssen, egal wer Du bist und mit wem du tanzen möchtest.

Tango ist ein wunderschöner Paartanz, bei dem die Kommunikation mit seinem Gegenüber im Vordergrund steht, bei dem man sich selbst und seine eigenen Fähigkeiten als Tänzer*in entdeckt. Manchmal tanzt man bei uns auch mit geschlossenen Augen. Losgelöst von einschränkenden Denk- und Tanzmustern bekommt das Spüren und Hören wie von selbst eine neue Dimension.

 

Jenseits der Gendergrenzen beide Rollen lernen – Diversity inclusive!

 

Alle Kurse und Workshop-Termine können auf der Website www.lillisballroom.at im Online Shop gebucht werden. Anmeldungen sind für Einzelpersonen und Paare möglich. Informationen zu den Tanztrainer*innen und Gasttrainer*innen auf www.lillisballroom.at.

Mehr zum Thema Queer Tango:

Blog: Was ist Queer Tango?

 

Interessante Links:

Queer Tango Factory – Ein Produktionsraum

Vienna Pride 2024

Eurogames 2024