Gemeinsam tanzen, feiern und Zeit miteinander verbringen – genau darum ging es bei unserem Sommerfest zum 10 jährigen Jubiläum. Hier sind einige Impressionen eines wunderbaren Nachmittags und Abends.
Gleichzeitig setzten wir den nächsten Meilenstein unserer Entwicklung mit der Vorstellung von "Lillis Stadtbahnbögen", die künftig drei Bereiche unter einem gemeinsamen Dach vereinen. Unser Herzstück, das Tanzsstudio, die barrierefreie Eventlocation sowie den Verein "Tanzen ohne Grenzen".
Alexandra Vietinghoff-Scheel, Petra Schön (Geschäftsführung), Hannah Beck, Lucia Rosenfeld, Maria Theresia Mühlbacher, Nadine Brunner, Assistenzhündin Flora und Tim Hüning (von links nach rechts)
Wie die Master Posture-Methode Tanz, Körperarbeit und persönliche Entwicklung verbindet
Es gibt Menschen, die tanzen – und es gibt Menschen, die das Verständnis von Bewegung selbst verändern. Santiago Maciel gehört eindeutig zur zweiten Gruppe. Seit 2004 widmet er seine Karriere der Kunst des Körpers: Tanz, Performance, Technik und Ausdruck sind die Grundpfeiler seines künstlerischen und pädagogischen Schaffens. Mit über zwanzig Jahren Erfahrung und einer seltenen Verbindung aus Präzision, Kreativität und wissenschaftlich fundierter Methodik hat er ein System entwickelt, das weit über die Tanzwelt hinaus Aufmerksamkeit erregt: die Master Posture-Methode.
Master Posture – Ein universelles System für Körper und Geist
Im Jahr 2010 begann Santiago eine Forschungsreise, die sein Leben verändern sollte. Er wollte verstehen, was gute Bewegung ausmacht – jenseits von Stil, Tradition oder Disziplin. Das Ergebnis ist die heute international geschätzte Master Posture-Methode, ein System, das die Funktionsweise von Körper und Geist durch universelle Prinzipien optimiert.
Dabei geht es nicht nur um Haltung oder Technik, sondern um ein ganzheitliches Verständnis von Effizienz, Klarheit und mentaler Präsenz.
Die Master Posture-Methode verbindet:
Biomechanische Präzision
Körperbewusstsein und Energieökonomie
Mentale Strategien für Fokus und Ruhe
Eleganz, Ausdruck und Präsenz
Übertragbares Wissen für jede körperliche oder künstlerische Disziplin
Santiago arbeitet mit Tänzerinnen, Sportlerinnen, Bühnenprofis – aber auch mit Menschen, die in ihrem beruflichen oder privaten Alltag mehr Körperkontrolle, Präsenz und mentale Stärke suchen. Seine Arbeitsweise ist dabei klar, direkt und hoch effizient: Er hilft seinen Schüler*innen, mehr zu spüren, weniger zu kompensieren und Bewegung als Werkzeug persönlicher Meisterschaft zu nutzen.
Eine Technik, die alles verbindet
Einer von Santiagos stärksten Ansätzen ist der Gedanke, dass ein einziges, gut verstandenes Prinzip dir ermöglicht, jede körperliche Fähigkeit schneller zu erlernen.
Ob Tango, Salsa, Bachata, Sport oder Bühne – die Grundlagen des Körpers bleiben universell.
Wer Master Posture versteht, kann:
schneller lernen
sich effizienter und eleganter bewegen
klarer fühlen
bewusster entscheiden
und sich mit Partner*innen besser verbinden
Diese Perspektive hat nicht nur das Training vieler Tänzer*innen revolutioniert, sondern auch gezeigt, wie tief Bewegung mit mentaler Klarheit verbunden ist.
Santiago bei Lillis Ballroom
Wir freuen uns besonders, dass Santiago Maciel sein Wissen im Rahmen eines exklusiven Seminars bei Lillis Ballroom teilen wird:
MASTER POSTURE & Tango Tango Argentino/Salsa/Bachata
Eine Technik, um alle zu meistern – geleitet von Santiago Maciel
In diesem Seminar erleben die Teilnehmer*innen:
wie sie ihre bisherigen Erfahrungen (Tanz, Sport oder Beruf) nutzen können, um Tango schneller und müheloser zu lernen
wie Master Posture Klarheit, Kontrolle und Connection verbessert
wie biomechanische Effizienz zu Eleganz und Ausdruck führt
wie mentale Strategien Ruhe, Fokus und Präsenz stärken
Ein Seminar, das nicht nur Tänze verbindet – sondern Welten. Santiago zeigt, dass der Körper nicht nur Werkzeug ist, sondern Zugang zu Persönlichkeit, Kreativität und innerer Balance.
Warum du dieses Seminar nicht verpassen solltest
Weil Santiago Maciel nicht einfach unterrichtet. Er transformiert. Sein Zugang ist innovativ, tiefgehend und unglaublich praxisnah. Wer sich für Tanz interessiert – besonders für Tango Argentino – wird hier Einsichten gewinnen, die weit über Technik hinausgehen.
Und wer einfach nur den eigenen Körper bewusster erleben möchte, wird erstaunt sein, wie viel Freiheit in Leichtigkeit und richtiger Ausrichtung liegt.
Wenn du erleben möchtest, wie eine einzige Technik dein Verständnis von Bewegung verändert, dann ist dieses Seminar bei Lillis Ballroom die perfekte Gelegenheit.
Eine Einladung, nicht nur besser zu tanzen – sondern besser zu leben.
How the Master Posture Method connects dance, bodywork and personal development
Some people dance – and some redefine what movement itself can be. Santiago Macielbelongs clearly to the second group. Since 2004, he has devoted his career to the art of the body: movement, technique and stage expression form the foundation of his artistic and pedagogical work. With more than two decades of experience and a rare combination of precision, creativity and scientific methodology, he has developed a system that is now recognized far beyond the dance world: the Master Posture Method.
Master Posture – A Universal System for Body and Mind
In 2010, Santiago began a research journey that would reshape his entire approach. He wanted to understand what truly makes movement effective – beyond style, tradition or discipline. The result is the internationally respected Master Posture Method, a system that optimizes the body and mind through universal principles.
Master Posture is not merely about posture or technical form; it is a holistic understanding of efficiency, clarity and mental presence.
It unites:
Biomechanical precision
Body awareness and energy economy
Mental strategies for focus and calm
Elegance, expression and presence
Transferable principles for every artistic or professional discipline
Santiago works with dancers, athletes, stage professionals and individuals who seek more body control, presence and mental strength—whether for performance or everyday life. His approach is clear, direct and highly effective: he helps students feel more, compensate less, and use movement as a tool for personal mastery.
One Technique That Connects Everything
One of Santiago’s core insights is that a single, well-understood principle allows you to learn any movement discipline faster. Whether Argentine Tango, Salsa, Bachata, sport or stage work—the fundamentals of the body remain universal.
Understanding Master Posture means learning how to:
progress faster
move with efficiency and elegance
feel with clarity
make conscious decisions
connect better with partners
This perspective has not only transformed how many dancers train, but has also shown how deeply movement is connected to mental clarity and emotional grounding.
Santiago at Lillis Ballroom
We are thrilled to welcome Santiago Maciel for an exclusive seminar at Lillis Ballroom:
MASTER POSTURE & Argentine Tango / Salsa / Bachata
One technique to master them all – led by Santiago Maciel
In this special workshop, participants will discover:
how to use previous experience (from sports, dance or professional life) to learn Tango more quickly and effortlessly
how Master Posture improves clarity, control and partner connection
how biomechanical precision leads to elegance and expression
how mental strategies support calmness, focus and presence
A seminar that doesn’t just connect dances - it connects worlds. It reveals that the body is not only a tool, but a doorway to creativity, confidence and inner balance.
Why You Shouldn’t Miss This Seminar
Because Santiago Maciel doesn’t just teach. He transforms. His approach is innovative, profound and remarkably practical. Anyone interested in dance—especially Argentine Tango—will gain insights that go far beyond technique.
And anyone wishing to understand their body with more clarity will discover how much freedom comes from alignment, awareness and ease.
If you want to experience how one single technique can change your entire understanding of movement, this workshop at Lillis Ballroom is the perfect opportunity.
An invitation not just to dance better—
but to live better.
Zwei Auszeichnungen in zwei Monaten – ein starkes Zeichen für Barrierefreiheit
In den vergangenen Wochen durften wir bei Lillis Ballroom gleich zwei besondere Erfolge feiern. Nachdem wir im September mit dem Preis der Vielfalt ausgezeichnet wurden, erhielten wir nun auch den Bezirks Business Award – und damit eine weitere wertvolle Anerkennung unserer Arbeit.
Die Freude darüber ist groß. Aber noch wichtiger ist, wofür diese Auszeichnungen stehen: für Barrierefreiheit als Haltung, für gelebte Inklusion und für die Überzeugung, dass Tanzen für alle Menschen zugänglich sein muss – unabhängig von körperlichen Voraussetzungen oder Sehvermögen.
Barrierefreiheit als Kern unseres Handelns
Seit der Gründung von Lillis Ballroom steht Barrierefreiheit im Zentrum unseres Tuns. Nicht als Zusatz oder „Extra“, sondern als Grundlage.
Unsere Räume sind weitgehend barrierefrei, unser Unterricht ist inklusiv gestaltet und unsere Didaktik orientiert sich daran, dass Menschen ihre Sinne bewusst einsetzen – Hören, Spüren, Wahrnehmen. Dafür arbeiten wir u. a. mit Tanzbrillen, einer Methode, die hilft, visuelle Dominanz abzulegen und andere Sinne zu stärken.
Dass wir nun in der Kategorie „Besondere Leistungen im Bereich der Barrierefreiheit“ ausgezeichnet wurden, bedeutet uns daher besonders viel. Es bestätigt, wie wichtig diese Arbeit gesellschaftlich ist – und dass sie gesehen wird.
Ein wichtiges Signal für eine inklusive Tanzkultur
Wir möchten die Sichtbarkeit dieser Auszeichnungen bewusst nutzen. Denn Barrierefreiheit ist kein Trend, sondern eine Haltung, die unsere Gesellschaft braucht, wenn sie wirklich inklusiv sein will.
Für uns ist sie der Motor hinter allem, was wir tun:
Zugang schaffen, wo sich oft Barrieren befinden.
Begegnungen ermöglichen, die sonst nicht stattfinden würden.
Räume öffnen, in denen Menschen mit und ohne Sehbeeinträchtigung miteinander tanzen, lernen, wachsen.
Diese Auszeichnungen zeigen, wie wichtig es ist, Barrierefreiheit nicht nur mitzudenken, sondern aktiv umzusetzen. Danke für diese Anerkennung!
Unser besonderer Dank gilt dem
Wiener Bezirksblatt,
der Bezirksvorsteherin vom Alsergrund, Saya Ahmad und
Vera Schmitz von der Wirtschaftskammer, die uns den Award überreicht haben,
sowie Rudolf Kravanja vom ÖZIV Bundesverband, der die Initiative für diese neue Kategorie gesetzt hat.
Wir sehen diese Wertschätzung als Bestätigung für unseren Weg – und als Motivation, ihn mit voller Energie weiterzugehen. Gemeinsam mit unseren Tänzer*innen, unserem Team und allen Menschen, die daran glauben, dass Tanzen verbindet.
Gemeinsam weiter – vielfältig, inklusiv, barrierefrei
Wir werden auch künftig daran arbeiten, neue Methoden zu entwickeln, Menschen miteinander in Verbindung zu bringen und Räume zu schaffen, in denen Tanzen für alle möglich ist.
Denn Barrierefreiheit ist für uns kein Ziel – sie ist ein fortlaufender Prozess. Und jede Auszeichnung, jeder Kursabend, jede Begegnung zeigt uns, wie wertvoll dieser Weg ist.
Hier werden wir immer wieder neue Begriffe aus und und rund um den Tango Argentino in Lillis Ballroom posten. Den Anfang macht das "Cafecito".
Cafecito
Ein Cafecito (spanisch für kleiner Kaffee) ist in der Tangowelt viel mehr als nur ein Getränk – es steht für ein offenes, entspanntes Tanztreffen, das Begegnung und Austausch in den Mittelpunkt stellt.
In einem Cafecito wird Tango in entspannter Atmosphäre getanzt, oft am Nachmittag oder frühen Abend, manchmal mit Kaffee, Kuchen oder kleinen Snacks. Es ist weniger formell als eine klassische Milonga – kein Dresscode, keine strengen Regeln, sondern Raum für Verbindung, Gespräch und Freude an der Bewegung.
Im Geist von Lillis Ballroom bedeutet ein Cafecito:
ein Raum, in dem alle Sinne tanzen dürfen,
barrierefrei, inklusiv und herzlich,
offen für Menschen mit und ohne Vorerfahrung,
ein Ort, an dem Tango einfach geteilt wird – ohne Leistungsdruck, dafür mit viel Gefühl.
Kurz gesagt:
👉 Ein Cafecito ist Tango zum Durchatmen, Ankommen und Begegnen.
Calesitas
Calesitas sind im Tango kreisförmige Drehbewegungen, bei denen sich eine Person um die andere bewegt – wie auf einem Karussell. Der oder die Folgende bleibt dabei meist relativ ruhig im Zentrum, während der/die Führende auf einer runden Bahn um ihn oder sie herum läuft oder dreht.
Typisch für Calesitas ist das kontinuierliche Drehen, das Spiel mit Balance und Achse und ein sehr fließendes Gefühl. Sie tauchen häufig im Tango Nuevo, aber auch im klassischen Tango auf, wenn Raum, Musik und Partner:innen es zulassen.
Kurz gesagt:
👉 Elegant, technisch anspruchsvoll und extrem wirkungsvoll – wenn sie gut geführt werden.
Ocho
Der Begriff Ocho (spanisch für „acht“) beschreibt eine grundlegende Bewegungsform im Tango, die sowohl technisch als auch musikalisch eine große Rolle spielt. Der Name kommt von der Form, die die Schritte auf dem Boden zeichnen: eine liegende Acht.
Was ist ein Ocho?
Beim Ocho dreht sich die tanzende Person im Wechsel nach links und rechts, während sie rückwärts oder vorwärts über den Boden gleitet. Diese Drehbewegung entsteht nicht aus den Beinen, sondern aus einer aktiven, elastischen Körperrotation – der sogenannten Dissociation. Dadurch wirkt der Ocho fließend, stabil und verbunden.
Es gibt zwei Hauptvarianten: Rückwärts-Ochos und Vorwärts-Ochos
Rückwärts-Ochos: Die häufigste Form, oft als zentrierende, ruhige Bewegung genutzt.
Vorwärts-Ochos: Dynamischer und raumgreifender, manchmal auch als Übergang zu Drehungen oder Sacadas getanzt.
Beide Varianten sind zentrale Bausteine im Tango Argentino und können in einer Vielzahl von Kombinationen vorkommen.
Was macht den Ocho so wichtig?
Der Ocho ist ein Kernbewegungsmuster des Tangos, durch das Tänzer*innen Gleichgewicht, Drehtechnik und Verbindung üben. Er ist gleichzeitig technisch präzise und kreativ einsetzbar – von ruhig und meditativ bis spielerisch und kraftvoll.
Wie entsteht ein guter Ocho?
Entscheidend ist das Zusammenspiel von:
klarer Führung bzw. Einladung,
einer weichen, kontrollierten Körperrotation,
stabilen Achsen,
und einer bewussten, musikalischen Schrittgestaltung.
So wird der Ocho zu einer gemeinsamen Bewegung, die nicht „gemacht“, sondern geteilt wird.
Kurz gesagt:
Ochos sind fließende, rotierende Bewegungen, die wie eine liegende Acht durch den Raum führen und im Tango zu den wichtigsten Grundmustern zählen.
Tango ist mehr als nur ein Tanz – er ist eine Sprache, eine Emotion, ein Ausdruck von Persönlichkeit und Verbundenheit. Und wenn zwei Tänzer mit außergewöhnlicher Kreativität, technischer Exzellenz und tiefer Leidenschaft aufeinandertreffen, entsteht etwas Magisches. Genau das verkörpern Majo Martirena und Rodrigo Fonti, ein Tango-Paar, das die Szene mit ihrer einzigartigen Energie bereichert.
Majo Martirena – Ausdrucksstarke Dynamik aus Uruguay
Majo wurde in Uruguay geboren und begann mit 16 Jahren zu tanzen. Schnell entwickelte sie sich zu einer herausragenden Tänzerin und Lehrerin. Ihre Karriere führte sie durch ganz Uruguay, bis sie in Buenos Aires Teil der renommierten DNI Tango Company and School wurde. Dort verbrachte sie sechs Jahre als Tänzerin und Lehrerin, tanzte auf den wichtigsten Bühnen und in den bekanntesten Milongas der Stadt.
Mit ihrer Erfahrung, ihrer präzisen Technik und ihrem unverwechselbaren Stil wurde sie eine gefragte Künstlerin auf internationalen Festivals. Sie arbeitete mit Größen wie Mariano "Chicho" Frumboli und Horacio "Pebete" Godoy zusammen, tanzte mit Carlos Espinoza in Lyon und tourte mit Pablo Rodriguez durch Europa und Asien. Zudem war sie Mitbegründerin der Tango-Schule "La Bicicleta" in Turin, wo sie zwei Jahre lang unterrichtete und ein Lehrerteam ausbildete.
Majo ist bekannt für ihre ausdrucksstarke und dynamische Tanzweise, die Emotionen spürbar macht. Ihr Ziel ist es, Tänzer*innen zu inspirieren, ihren eigenen Ausdruck im Tango zu finden.
Rodrigo Fonti – Die Fusion aus Tango und moderner Bewegungskunst
Rodrigo Fonti stammt aus Neuquén, im Süden Argentiniens, und begann mit 16 Jahren, Tango zu tanzen. Seine tänzerische Entwicklung wurde von seiner Ausbildung an der Experimental Contemporary Dance School geprägt, wo er sich intensiv mit Choreografie und Bühnenperformance auseinandersetzte.
2010 zog er nach Buenos Aires, um tiefer in die Welt des Tango einzutauchen und den „Milonguero Spirit“ hautnah zu erleben. Dort wirkte er in mehreren Theaterproduktionen mit und tourte mit Stücken wie "Kambras", "El sonido de la caricia" oder "No bailaras" durch Europa.
„Ich unterrichte nicht, um meine Schüler so tanzen zu lassen wie mich. Ich unterrichte, damit sie ihren Tango finden – so gut wie möglich“, sagt Rodrigo.
Was Rodrigo auszeichnet, ist seine Fähigkeit, traditionelles Tango-Vokabular mit der Dynamik und Freiheit des zeitgenössischen Tanzes zu verbinden. Seine Bewegungen sind frisch, kraftvoll und dennoch tief verwurzelt in der Essenz des Tango. Seine Lehrmethoden helfen Tänzer*innen, ihren eigenen Stil zu entwickeln – individuell, komfortabel, frei und dennoch eng verbunden mit dem Partner und der Musik. Seine künstlerische Reise ist eine ständige Evolution – ein Prozess des Entdeckens, Kreierens und Innovierens.
Foto: Iris Rogozhyna
Eine faszinierende Verbindung – Improvisation & Kreativität
Wenn Majo und Rodrigo gemeinsam auf der Bühne stehen, passiert etwas, das sich schwer in Worte fassen lässt. Sie verkörpern Tango in all seinen Facetten – verspielt, sinnlich, tief emotional und voller Überraschungen. Ihre Fähigkeit zur Improvisation, ihr technisches Können und ihre Offenheit für verschiedene Tango-Stile machen sie zu einem der aufregendsten Tanzpaare der heutigen Szene.
Ob in der engen Milonguero-Embrace oder in spektakulären off-axis Moves – ihre Verbindung bleibt immer authentisch und lebendig. Ihre Workshops sind geprägt von Freude, Kreativität und einer ansteckenden Energie, die Tänzer*innen aller Levels inspiriert.
Majo Martirena und Rodrigo Fonti zeigen, dass Tango kein starres Regelwerk ist, sondern eine unendliche Welt an Möglichkeiten. Ihre Kunst berührt, bringt zum Lächeln und manchmal sogar zu Tränen.
Lasst uns gemeinsam entdecken, was noch alles im Tango steckt.
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Zouk ist mehr als nur ein Tanz, er ist ein Lebensgefühl. Er verkörpert Sinnlichkeit, Verbindung und Freiheit. Doch woher stammt Zouk eigentlich, und was macht ihn so besonders? In unserem Tanzstudio wird dieser wunderbare Tanz von unseren Trainer*innen Maurice und Nadine unterrichtet – und wir möchten Dir heute einen Einblick in die faszinierende Welt des Zouk geben.
Über den Brazilian Zouk
In Lillis Ballroom tanzen wir Brazilian Zouk. Als Mitte der 90er Jahre in Brasilien der Lambada-Boom zu Ende ging verwendeten die Lambadatänzer Zouk Musik, um aus Lambada und Elementen von verschiedenen anderen Tanzstilen wie zB Tango, Bachata und Kizomba, einen neuen Tanz zu formen. Der brasilianische Zouk war geboren.
Der Tanz begeistert vor allem durch die gefühlvollen Bewegungen und das Führen mit dem gesamten Körper. Auch bietet er viel Freiraum für Improvisation. Zouk entwickelt sich ständig weiter und neue Stile und Figuren entstehen aus der Freude heraus.
Der Tanz wird nicht mehr nur zur ursprünglichen Zouk Musik getanzt, sondern auch zu R&B, Pop, Kizomba, Hip Hop, Orientalischer Musik etc. Das heißt Zouk Musik reicht von eher ruhigen, melodischen Stücken bis hin zu lebhaften, rhythmischen Liedern, die für Abwechslung auf der Tanzfläche sorgen.
Warum Du unbedingt Zouk lernen solltest?
Zouk zu lernen ist eine wunderbare Möglichkeit, nicht nur tänzerische Fähigkeiten zu entwickeln, sondern auch Dich selbst besser kennenzulernen. Im Tanzunterricht bei Maurice und Nadine lernst Du kreative Sequenzen eine saubere Technik und verfeinerst Dein Körperbewusstsein. Die Trainer*innen vermitteln Zouk auf entspannte, spielerische Weise und die Begeisterung für den Tanz ist im Unterricht spürbar.
Fünf Gründe, warum Du Zouk ausprobieren solltest:
1. Tanz als Ausdruck von Emotionen: Kaum eine andere Tanzform erlaubt es Dir so sehr, Deine Gefühle durch Bewegungen auszudrücken.
2. Verbindung zur/m Tanzpartner*in: Im Zouk haben Kommunikation und Verbindung mit dem/der Tanzpartner*in einen hohen Stellenwert. Vertrauen wird großgeschrieben.
3. Spaß und Kreativität: Die fließenden Bewegungen und die Vielfalt der Musik sorgen dafür, dass es nie langweilig wird. Jeder Tanz ist anders!
4. Körperbewusstsein: Achtsames Zouk-Tanzen kann zu verbesserter Körperhaltung, Balance und Flexibilität beitragen – und das auf eine verspielte Art und Weise.
5. Teil einer wachsenden Community: Zouk wird weltweit immer bekannter und beliebter. Vielerorts entstehen neue Tanzgemeinschaften, Events und Festivals, bei denen Du Deine Fähigkeiten verfeinern und neue Menschen kennenlernen kannst.
Unser Angebot – Lerne Zouk mit Maurice und Nadine
Unser Trainer*innen-Team Maurice und Nadine legen besonderen Wert auf die Verbindung im Paartanz und ein achtsames Miteinander. Mit ihrer geduldigen und freundlichen Art sorgen sie dafür, dass sich jede/r - egal ob Anfänger*in oder Fortgeschrittene/r - wohlfühlen und Spaß am Lernen hat. In ihren Kursen wird nicht nur Technik vermittelt, sondern auch die Freude und Begeisterung für diesen wunderschönen Tanz.
Beim monatlichen Zouk Social in Lillis Ballroom kannst Du Deine tänzerischen Fähigkeiten entfalten, Dich von der Vielfalt der Musik inspirieren lassen und andere Zouk-Tänzer*innen kennenlernen. Unser Social möchte ein Raum für tänzerischen Ausdruck, Kreativität, Spiel und Begegnung sein. Du kannst alleine oder in Begleitung kommen, mit langjähriger Tanzerfahrung oder ein paar Basics im Repertoire. Es geht um ein freudvolles und achtsames gemeinsames Tanzen, das sich gut anfühlt und Spaß macht.
Wenn Du noch keine Vorkenntnisse mitbringst, aber neugierig geworden bist und Zouk kennenlernen möchtest, dann erkundige Dich gern unter info@lillisballroom.at nach Einstiegsmöglichkeiten. Egal, ob Du Anfänger*in bist oder schon erste Erfahrungen gesammelt hast – bei uns bist Du herzlich willkommen!
Fazit: Lass Dich von Zouk verzaubern
Zouk ist mehr als nur ein Tanz – er ist Lebensfreude, Ausdruck und Verbindung. Wenn Du einen Tanz lernen möchtest, der Dein inneres Feuer weckt, Dich musikalisch und tänzerisch inspiriert und Dir erlaubt, schöne tänzerische Begegnungen zu erleben, dann ist Zouk genau das Richtige für Dich! Probier es aus – wir freuen uns darauf, Dich auf Deiner Zouk Reise zu begleiten.
Bereit, die Welt des Zouk zu entdecken? Melde Dich noch heute für eine Probestunde bei Maurice und Nadine an und erfahre die Magie von diesem einzigartigen Tanz!
Zouk Kurse & Socials im Herbst 2024:
Zouk Schnupperstunde am Montag, dem 23.09.2024 von 18:45 bis 20:00 Uhr
Zouk Basic 2-3 Kurs
Zouk Socials:
Mi, 25.09.24 von 20:15-23:00 Uhr
Mi, 23.10.24 von 20:15-23:00 Uhr
Mi, 27.11.24 von 20:15-23:00 Uhr
Seit der Integration des Blogs in unsere Website konnten wir bereits viele spannende Themen aufgreifen. Was dieses Format so besonders macht, ist die Freiheit, ohne Einschränkungen über Herzensangelegenheiten zu schreiben und dabei auch in die Tiefe zu gehen. Doch wir möchten auch anderen eine Stimme geben und freuen uns deshalb besonders auf unseren ersten Gastbeitrag.
Patricia Amrita Pöchhacker, die in diesem Trimester in Zusammenarbeit mit uns den Kurs "Adaptives & Inklusives Yoga" in unserem Ballroom anbietet, wird ihre Gedanken mit uns teilen.
Dauer: Mi, 18.09. – 11.12.2024 Uhrzeit: 17:00 bis 18:15 Uhr Level: All Levels Preis: EUR 190,00 / Person
Was "Adaptives & Inklusives Yoga" genau ist und wie sie dazu gekommen ist lassen wir sie am besten selbst erzählen. Vielen Spaß beim Lesen unseres ersten Gastbeitrages.
Ich erzähle von meinen Mitmenschen und Teilnhemer:innen die meine besten Lehrer:innen waren und sind, ich erzähle von meinem eigenen (Yoga)Weg und davon, dass man nie auslernt.
“80% der Teilnehmer:innen müssen mitkommen, lass die anderen in der Stellung des Kindes warten.“
Dieser Satz wurde in meiner ersten Yoga Ausbildung an der ich teilnahm gelehrt, in Österreich, 2012. Dieser Satz, verändert alles. Schon damals wollt ich das nicht so einfach hinnehmen. Ich beschloss, dass in meinem Yogaunterricht niemand “zurückgelassen“ wird.
Mein erster Leitsatz wurde: Yoga angepasst an alle Personen im Raum. Meine Aufgabe: so viel zu wissen und so gut zu werden, um individuelle Hilfestellung bieten zu können.
Für mich war die erste und schnellste Lösung nur kleine Gruppe zu unterrichten, max. 8 Teilnehmer:innen und mehr Varianten der einzelnen Positionen anzubieten. Das funktionierte gut, mit der Zeit wurde ich sicherer im Unterrichten. In einer meiner ersten Personal Yoga Einheiten, bei denen ich 1:1 arbeite hatte ich dann ein weiteres Erlebnis, das mich und die Art wie ich unterrichte geprägt hat:
“Stabiler Stand, Füße eng zusammen, große Zehen berühren sich.“
Meine Klientin war eine mehrgewichtige Person und ich gab die erlernten und in der Praxis erprobten Ausrichtungsanweisungen: “Stabiler Stand, Füße eng zusammen, große Zehen berühren sich.“
Noch während ich das sagte und sah, wie sich meine Klientin bemühte die Haltung einzunehmen hatte ich eine kleine Erleuchtung: das, was ich da sagte, machte keinen Sinn. Zum einen, weil der Stand für meine Klientin nicht stabil sein konnte, zum anderen, weil sie ihn auf Grund ihrer Körperform nicht einnehmen konnte. Ich entschuldigte mich bei ihr und gemeinsam haben wir eine Variante gefunden, die für ihren Körper passte. Ich begann über all die Dinge nachzudenken, die ich gelernt hatte, über alle Anweisungen die ich, ganz automatisch gab…
Der nächste Leitsatz war: Inklusivere Sprache – hinterfragen was „allgemein“ gültig ist. Meine Aufgabe: verschiedene Lebensrealitäten und individuelle Bedürfnisse kennenlern und wahrnehmen und lernen, wie ich Anweisungen inklusiver gestalten kann.
“Wir sind stolz auf dich und würden gerne bei deinen Yogaklassen mitmachen, können aber nicht. “
Dieser Satz stammt von meiner Mutter und Großmutter. Meine Mutter hat zwei Knie Prothesen, ein steifes Sprunggelenk und 3 Krebsformen überlebt, meine Großmutter, war zu dieser Zeit schwer und unheilbar an Darmkrebs erkrankt. Ich begann die Yogaübungen zu adaptiere, damit man sie am Stuhl, Rollstuhl und im Bett üben konnte. Aktiv bewegt oder ich bewegte die Person im Bett. Ich wollte mehr lernen, mehr Wissen. Ich machte zusätzliche Ausbildungen: Traumasensibles Yoga, Senior:innenyoga, Yogatherapie, Ayurveda, Accessible Yoga und lernte meinen Mentor in Indien kennen – ein Doktor des Ayurveda und der Yogatherapie und Philosophie. Unter seiner Anleitung lerne ich seit 5 Jahren.
Der nächste Leitsatz ergab sich: Mit Adaptionen und Hilfsmittel können Übungen zugänglicher gemacht werden oder herausfordernder gestaltet werden. Meine Aufgabe: lernen so zu adaptieren, dass die Wirkung der Übungen nicht verloren gehen.
“Sie sind chronisch krank und müssen lernen damit zu leben. Dafür gibt es keine Heilung. Vielleicht wird es nie wieder besser mit den Symptomen.“
Diesen Satz hörte ich 2019 das erste Mal, kurz nachdem ich an meinen Symptomen fast gestorben wäre. Eine nicht sichtbare, mentale Behinderung begleitet mich schon mein ganzes Leben. 2020/21 bescherten mir 2 Corona Erkrankungen noch dazu Long Covid zusätzlich zu der Grunderkrankung.
2023 hatte ich meinen letzten schweren Krankheitsschub, ich war 3 Monate arbeitsunfähig. Ich musste meine eigne Praxis neu denken…und auch wieder vertrauen in meinen Körper zurückerlangen Die Praxis neu denken, heißt auch Dinge wieder neu zu lernen die man schon mal konnte, Dinge anders zu machen als “früher“ , Bewertungen rauszunehmen (in Gedanken und auch der Sprache z.B. “ …die volle Position“ , “ …die Endvariante“ ,) und auch zu lernen, dass manche Sachen nicht mehr in der gewohnten Form möglich sind. Währende meines letzten, großen Krankheitsschub begann ich meine körperliche Praxis ins Bett zu verlegen. Warum? Weil es nicht anders möglich war, ich konnte mich nicht einmal gut aufstützen.
Ich vertiefte meine Atempraxis, Meditations- und Yogaphilosphie Praxis und entdeckte neue Möglichkeiten und Chancen.
Daraus ergab sich folgenden Leitsatz: Fang bei dir an. Meine Aufgabe: Gelerntes hinterfragen, experimentieren, Geduld haben, Dinge neu und anders machen.
“Yoga für alle, Yoga barrierefrei – ist ein schöner Gedanke, aber nicht möglich“
Rodrigo Souza, einer meiner Lehrer bei der Accessible Yoga School von Jivana Heyman, bei der ich eine Ausbildung gemacht fragte bei einer Gruppenreflexion, was wir unter Barrieren verstehen. Er selbst ist ein Yogalehrer mit Querschnittslähmung der einen Rollstuhl benützt. Barrieren haben viele Gesichter. Manche Barrieren sind sichtbarer als andere, Barrieren sind individuell und Barrieren werden uns meist erst bewusst, wenn wir selber oder unser nahes Umfeld betroffen sind.
Der letzte Leitsatz kam mir dann in der Mediation nach der Gesprächsrunde: Eine 100% Barrierefreiheit ist nicht möglich, weil Barrieren so individuell sind. Meine Aufgabe: Yoga unterrichten, lehren und weitergeben so barrierefrei wie möglich.
„Adaptiv“ bedeutet für mich angepasst an die Person, Ort und Situation. Adaptionen mit Hilfsmitteln wie Stuhl, Rollstuhl, Gegenständen aus der Umgebung und klassischen Yogahilfsmitteln (Blöcke, Gurt, Bolster) ermöglichen es die Übungen körperlich zugänglicher oder herausfordernder zu machen. Adaptieren können wir aber auch unsere Sprache zum Beispiel einfache klare Sprache oder den Raum, in den man unterrichtet, zum Beispiel mit Rücksicht auf Neurodivergenz, Sehbehinderung und Trauma.
Adaption hört aber nicht im physischen Raum auf: Auch meine Homepage und digitale Angebote, Flyer und Visitenkarten sind so gestaltet, dass sie so barrierefrei wie möglich sind. Auch auf finanzieller Ebene gibt es Möglichkeiten zur Adaption, die ich nütze: kostenlose Angebote, sliding scale und Stipendien, um auch hier Barrieren abzubauen.
„Inklusiv“ bedeutet für mich, dass ich alle Personen willkommen heiße die bei und mit mir Yoga üben möchten oder lernen möchten Yoga zu unterrichten. Und zwar unabhängig von Glauben, Gender, Sexualität, Nationalität, Alter, Körperform. Meine Angebote richten sich an Menschen mit und ohne Behinderung.
Die wichtigste Ballnacht des Jahres meldet sich zurück! Nicht nur glanzvoll und schillernd, sondern einzigartig und das vielleicht weltweit!
Lillis Ballroom ist Kooperationspartner vom Diversity Ball 2024.
Am kommenden Samstag, dem 7. September 2024 wird der 16. Diversity Ball das Wiener Rathaus in einen spektakulären Ort gelebter Vielfalt und Inklusion verwandeln. Unter dem diesjährigen Ballmotto "WE ARE MANY" trifft klassische Balltradition auf moderne Partykultur. Das gesamte Rathaus wird bespielt - auf insgesamt fünf Dancefloors sorgen Live-Acts und DJs von und mit mehr als 300 Künstler*innen für die unvergleichliche Diversity Ball-Stimmung.
Auf vergangenen Bällen waren wir als Taxitänzer*innen auf der Tanzfläche unterwegs. Dieses Jahr veranstalten einen Workshop und laden Euch alle dazu ein.
Inklusiver Tango Workshop von Lillis Ballroom
mit Lucia Rosenfeld & Tim Hüning
von 23:00 bis 23:30 Uhr
im Diversity Ballroom
Erlaubt ist alles, ob Vintage Dress, kreatives Kostüm oder Ballrobe: alle sind frei, das zu tragen, was ihnen gefällt. Getreu dem Motto: Komm wie Du bist, wie du sein möchtest, am besten elegant und gestylt, aber nachhaltig! Egal ob Vintage, aus dem eigenen Kleiderkasten oder geborgt! Die Devise: Second Hand ist die erste Wahl.
Der offizielle Einlass für alle Gäste erfolgt um 20:00 Uhr. Reguläre Tickets sind bereits ausverkauft. Ab 00:30 Uhr gibt es noch vergünstigte Late Night Tickets um EUR 35,00 für die Nachtschwärmer unter Euch.
Er setzt ein starkes Zeichen für eine bunte, vielfältige und inklusive Gesellschaft. Das Ziel: Eine Welt, in der jeder Mensch unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Sexualität oder Fähigkeiten akzeptiert und gefeiert wird. Diese Werte sind auch für Lillis Ballroom von zentraler Bedeutung, und gemeinsam mit dem Diversity Ball zeigen wir, dass Tanz verbindet und Grenzen überwindet. Früher noch im Kursalon, findet der Ball schon das zweite Mail im prächtigen Ambiente des Wiener Rathauses statt.
Lillis Ballroom wurde im April 2018 in den Stadtbahnbögen in der Wiener Spittelau direkt am Donaukanal eröffnet. Ziel war es einen barrierefreien Raum zu schaffen, in dem sich Tanztbegeisterte in entspannter Atmosphäre begegnen und voneinander und miteinander Tango Agentin und andere Tänze lernen können.
Ausgehend vom Schwerpunkt auf Kurse für Sehende, Sehbeeinträchtigte und Blinde, hat sich Lillis Ballroom auch gegenüber anderen Dimensionen der Diversität geöffnet und versteht sich als lernende und wachsende Organisation.
Seit 2019 besteht der Verein „Tanzen ohne Grenzen“ als logische Ergänzung und Erweiterung zum Tanzstudio. Mit speziellen Workshops von mixed-abled Trainer*innen-Teams werden Schüler*innen und Pädagogisch*innen zu den Themen wie Blindheit und Inklusion sensibilisiert.
Lillis Ballroom kann zudem gemietet werden. Die 257m² großen Räume in den historischen Wiener Stadtbahnbögen 326–329 am Wiener Donaukanal in der Spittelau sind barrierefrei, hell und offen für alle, die eine Eventlocation suchen. Und das open-end und ohne Nachbarn!
Im Juli haben unsere Trainerin Lucia Rosenfeld und Krõõt Juurak im Rahmen des Public Moves Programms am ImpulsTanz Festival teilgenommen und in die faszinierende Welt des "Inklusiven Queer Tango" eingeführt.
Im Queer Tango werden traditionelle Geschlechterrollen hinterfragt und aufgelöst. Führen und Folgen werden auf spielerische Weise neu entdeckt. Wer gibt Impulse? Wie werden sie wahrgenommen? Im Queer Tango geht es um führendes Zuhören, aktives Folgen und das fließende Wechseln der Rollen. Durch den Tango wird Inklusion auf eine ganz besondere Weise erfahrbar gemacht. Hier tanzen wir mit allen Sinnen und stellen das Gefühl in den Mittelpunkt.
Drei Termine, drei Locations – Sommer 2024
03. Juli, 17:00 bis 18:15 Uhr: Seestadt
15. Juli, 17:00 bis 18:15 Uhr: MuseumsQuartier Wien
17. Juli, 17:00 bis 18:15 Uhr: Richard-Wagner-Platz
Interview mit Lucia Rosenfeld
Petra Schön hat unsere Trainerin Lucia Rosenfeld nach ihren Eindrücken und Erfahrungen befragt. Das Ergebnis könnt ihr in der unten stehenden Audiodatei hören. Viel Spaß beim Zuhören!
Weiter unten haben wir auch einige Fotos vom Schnupperkurs im MuseumsQuartier für euch zusammengestellt.
Ganz zu Beginn von Lillis Ballroom, als es noch keinen konkreten Ort und auch keine Trainer*innen und nur die Idee gab, wurde im ersten Schritt recherchiert was es im Zusammenhang mit Tango und dem "Tanzen ohne Sehen" weltweit bereits gab.
Juan D. Lange
Dabei stießen wir auf Juan Lange in Berlin. Durch sein Studium der Ethnologie, Ausbildungen in Gindler Körperarbeit, Feldenkrais und 30 Jahre an Erfahrung in der Vermittlung von Tango Argentino und der Ausbildung von über 160 Tango Lehrer*innen brachte er einen umfassenden Erfahrungsschatz und ein tiefes Verständnis von den Zusammenhängen und der Verwobenheit von Körper, Sozialem und Kultur mit. Ganz nebenbei hat er die neue deutsche Tangowelle in den 80ern fast im Alleingang gestartet.
„Ruft doch mal diesen Juan D. Lange in Berlin an!“, hat es geheißen. Gesagt, getan. Aus der ersten Begegnung ergab sich eine enge Zusammenarbeit. Er wurde tanzpädagogischer Berater im Entstehungprozess von Lillis Ballroom und lieferte – neben anderen Expertinnen und Experten – durch sein fundiertes Know-how und langjährige Erfahrungen wertvolle Inputs und Orientierung.
Juan D. Lange im ersten Kurs von Lillis Ballroom
2016 fiel dann endlich der Startschuss für die Entwicklung einer eigenen Tanzpädagogik für blinde und sehbeeinträchtigte Menschen. Gemeinsam mit Juan entwickelte das Team um Lilli, das damals aus Petra Schön und Beate Schläffer bestand, den ersten Lehrgang zum Erlangen von Tanzmethoden für blinde, sehbeeinträchtigten und sehende Menschen.
Das war ein erster großer Meilenstein, denn schließlich braucht jedes Tanzstudio auch Trainer*innen, die die spezielle Tanzpädagogik auch vermitteln können.
Einer der ersten Kurse von Lillis Ballroom
Nach nur zwei Info-Terminen startete im März 2017 der erste Lehrgang mit 10 Teilnehmer*innen in einem angemieteten Tanzraum im 4. Bezirk, in dem auch unsere ersten Workshops und Kurse stattfanden. Im Winter 2017/2018 unterrichteten wir auch im Blindenverband im 14. und in der Hilfsgemeinschaft im 20. Bezirk, bevor wir im April 2018 unser Studio in den Stadtbahnbögen in der Spittelau am Donaukanal eröffneten
Aber Juan D. Lange hat uns nicht nur mit seinen Erfahrungen als Tanzpädagoge und Ethnologe unterstützt, sondern auch mit seinem Wissen über die Einrichtung, Führung und Etablierung eines erfolgreichen Tanzstudios.
Juan D. Lange
Das war doppelt herausfordernd, da, über die vorgeschriebenen Vorgaben hinaus, Barrierefreit ganz oben auf unserer Agenda stand. Nicht nur technisch, sondern auch ästhetisch sollte Lillis Ballroom ein Ort werden, an dem sich alle Menschen, aber ganz besonders und Sehbbeinträchtigte wohl fühlen konnten, um sich ganz auf das Erlernen der Tänze einlassen zu können. Es wurde von Anfang an viel Wert auf Materialien und Haptik gelegt. Hier könnt Ihr unser Accessibility Statement lesen.
Und schließlich hat Lilli bei Juan in Berlin die Ausbildung zur Tangotrainerin absolviert und im Februar 2020 erfolgreich abgeschlossen. Im Anschluss daran hat er sich zur Ruhe gesetzt und ist in seine Heimat Uruguay zurückgezogen
Aber die Verbindung zwischen Lillis Ballroom und ihm ist und bleibt eine Besondere und wir freuen uns immer wieder über einen Besuch als Freund und Gasttrainer in unserem Studio.
Mehr über die Geschichte von Lilli & Juan sowie über die Stadtbahnbögen erfahrt Ihr ein anders Mal ...
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