Ricardo Lang – Tango mit Klarheit, Tiefe und Herz

Ricardo Lang – Tango mit Klarheit, Tiefe und Herz

Es gibt Tänzer, die beeindrucken durch große Gesten.
Und es gibt jene, deren Tango leise wirkt – und genau deshalb lange nachhallt.
Ricardo Lang gehört zur zweiten Kategorie.

Sein Tanz ist geprägt von Klarheit, Ruhe und einer tiefen musikalischen Verbindung. Wer ihm zusieht – oder bei ihm lernt – spürt schnell: Hier geht es nicht um Effekte, sondern um Substanz. Um ein Tanzen, das aus dem Körper heraus entsteht und den Raum für echte Begegnung öffnet.

Vom Salsa zum Tango – ein Weg der Vertiefung

Bevor Ricardo Lang im Tango seine künstlerische Heimat fand, tanzte er viele Jahre intensiv Salsa. Neun Jahre lang sammelte er Erfahrungen in Paartanz, Rhythmus und Bewegung, bevor er 2001 dem Tango Argentino begegnete – einem Tanz, der ihn nicht mehr losließ.

Was folgte, war kein schneller Erfolg, sondern ein konsequenter Weg der Vertiefung: Technik, Körperarbeit, Musikalität und die Frage, wie Bewegung nicht nur schön aussieht, sondern sich auch stimmig anfühlt. Schon früh entstand dabei der Wunsch, dieses Wissen weiterzugeben – nicht als starres System, sondern als Einladung zum eigenen Entdecken.

Lernen, um freier zu werden

Ricardos Unterricht ist geprägt von dem Gedanken, dass gute Technik Freiheit schafft. Sauberes Gehen, eine stabile Achse und feine Verbindung sind für ihn keine Einschränkung, sondern die Grundlage für Leichtigkeit, Genuss und Ausdruck.

Dabei arbeitet er sehr bewusst mit dem Körper: Konzepte aus der Körpermechanik, oft in Verbindung mit Pilates-Ansätzen, helfen seinen Schüler*innen, Bewegungen effizienter, kontrollierter und zugleich entspannter auszuführen. Der Körper darf verstehen – und der Kopf loslassen.

Eine internationale Tangobiografie

Ab 2004 tanzte, trainierte und unterrichtete Ricardo gemeinsam mit seiner damaligen Partnerin Raquel Lang.

Zusammen gründeten sie ihre gemeinsame Schule, "Tango Köln", und machten sich international einen Namen mit Veröffentlichungen und hervorragenden Lehrvideos. Das Paar war auf der ganzen Welt tätig, tanzte Shows, arbeitete als Coaches bei Filmproduktionen und vertiefte seine tänzerische Ausbildung unter anderem bei einem intensiven,  einjährigen Aufenthalt in Buenos Aires.

Ein besonderer Meilenstein war das Jahr 2009, in dem Ricardo und Raquel das Finale der Tango-Weltmeisterschaft in Buenos Aires erreichten. Auch bei der Europameisterschaft im Tango Salón konnten sie sich erfolgreich platzieren. Doch trotz dieser Erfolge blieb Ricardos Fokus stets derselbe: das Tanzen als lebendige, menschliche Erfahrung – nicht als sportliche Leistung.

Unterrichten mit Aufmerksamkeit und Respekt

Was Ricardo Lang als Lehrer besonders auszeichnet, ist seine Fähigkeit, Menschen individuell wahrzunehmen. Er begegnet seinen Schüler*innen dort, wo sie gerade stehen, und setzt gezielt Impulse, die Entwicklung ermöglichen – unabhängig vom Niveau.

Für Ricardo beginnt die Freude am Tango nicht erst mit Perfektion. Geduld gehört dazu, ja – aber Begeisterung, Genuss und Verbundenheit dürfen von Anfang an Teil des Weges sein. Tango ist für ihn eine Sprache des Körpers, über die sich zwei Menschen in der Umarmung verständigen können – oft leiser und ehrlicher als mit Worten.

Tango als Einladung

Ricardo Lang steht für einen Tango, der nicht laut sein muss, um tief zu wirken. Für ein Lernen, das Klarheit schafft, ohne Druck zu erzeugen. Und für einen Unterricht, der Technik und Gefühl nicht trennt, sondern miteinander verbindet.

Wir freuen uns sehr, Ricardo bei Lillis Ballroom willkommen zu heißen – und darauf, mit ihm Räume zu öffnen, in denen Tango wachsen darf: ruhig, klar und mit ganz viel Herz und Gefühl!

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Mehr zum Boost Wochenende mit Ricardo Lang

3 Workshops an einem Wochende:

Samstag, 14. März 2026

Connected Technique - Moving as One von 14:15 bis 15:45 Uhr

Ocho Cortado Variations - Playful Cuts & Rythms von 16:15 bis 17:45 Uhr

Sonntag, 15. März 2026 (Deutsch)

Turns in Close Embrace - Smooth Circular Flow von 16:00 bis 20:00 Uhr

Für Tänzer*innen mit Vorerfahrung, einzeln oder als Paar. Wer den vollen Boost spüren will, nimmt am besten alle drei Workshops – denn dieses Wochenende funktioniert wie ein kleines Tango-Wunderpaket.

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Mehr Informationen

Die Zweite Edition unserer Tango Improver Kurse

Tim, Arno & Anna von Lillis Ballroom

Raum für Tiefe, Flow und lebendigen Tango

Nach der wunderbaren Resonanz auf unsere erste Edition freuen wir uns sehr, Euch die 2. Edition unserer Tango Improver Kurse vorzustellen. Dieses Format ist aus dem Wunsch entstanden, einen Raum zu schaffen, in dem Tango jenseits von reinen Schrittfolgen erforscht werden kann – als Dialog, als musikalische Erfahrung und als lebendige Verbindung zwischen Körpern, Rollen und Ideen.
Die Improver Kurse richten sich an Tänzer*innen, die bereits Erfahrung mitbringen und Lust haben, ihren Tango bewusster, freier und feiner zu gestalten. Im Mittelpunkt stehen Verbindung, Musikalität, Körperbewusstsein und die Freude am gemeinsamen Forschen.
Eine Frau und ein Mann in Tangoposition werden voon oben herab fotografiert. Beide sehen hinauf. Man sieht, dass das Wetter kalt ist, weil sie sehr warm angezogen sind.

Das Improver-Format – Zeit zum Verstehen, Fühlen und Integrieren

Unser Improver-Format lädt dazu ein, tiefer zu gehen. Wir nehmen uns Zeit, um Prinzipien zu verstehen, Qualitäten wahrzunehmen und neue Möglichkeiten direkt im Tanz auszuprobieren.

Generell arbeiten wir - statt nur fixe Figuren zu pauken - mit:

  • klarer, flexibler Connection
  • bewusster Körperorganisation und Achse
  • musikalischem Verständnis
  • Improvisation, Kommunikation und Vertrauen im Paar
  • Orientierung in der "Ronda"/auf der Tanzfläche

Die Kurse können einzeln besucht werden, ergänzen sich jedoch inhaltlich zu einer stimmigen Reise durch verschiedene Ebenen des Tangos.

Ein paar tanzt links TAngo, daneben steht eine Trainerin und freut sich offensichtlich über einen Erfolg des Paares. Im Hintergrund steht eine andere Trainerin und beobachtet andere Tanzpärchen, die man nicht im Foto sehen kann.

"Flow in Between"

Verbindung halten · Rollen wechseln · Flow teilen
Tango Improver Kurs für Double-Role / Queer Tänzer*innen

In "Flow in Between" erforschen wir unterschiedliche Qualitäten von Connection, Intensität und Kommunikation in der Umarmung. Ein zentraler Fokus liegt auf dem flüssigen Wechseln der Rollen – mitten im Tanz, mitten im Song, ohne den Flow zu verlieren.

 

Tango ist Dialog – und in diesem Kurs wird er fließend.

Der Kurs unterstützt Tänzer*innen dabei, beide Rollen intuitiv, musikalisch und klar zu teilen. Vertrauen, Präsenz und feine Wahrnehmung bilden die Basis für einen lebendigen, offenen Dialog im Tanz.

Gemeinsam erforschen wir:

  • Improvisation & Vertrauen – im Moment entscheiden, ohne die Verbindung zu verlieren
  • Intensität & Qualität – von zart bis kraftvoll, von minimal bis expressiv
  • Flüssige Role-Switch-Techniken – ohne Unterbrechung, ohne Bruch im Flow
Eine Frau und ein Mann tanzen Tango, im Vordergrund sieht man einen Mann, der kurz vor das Tanzpärchen tanzt in Lillis Ballroom.

"Musicality & Creativity"

Wie entsteht ein wirklich lebendiger Tango? Nicht nur durch Schritte – sondern durch Musikalität, Raumgefühl und die Freiheit, kreativ zu gestalten.

In diesem Kurs tauchen wir tief in die Strukturen und Dynamiken des Tangos ein. Wir erforschen, wie der Tanz aufgebaut ist, welche Wege und Richtungen es gibt und wie diese bewusst genutzt werden können, um den Tanz fließen zu lassen.

Die Musik wird dabei zur aktiven Partnerin: Du lernst, sie nicht nur zu hören, sondern zu interpretieren – als Inspirationsquelle, Impulsgeberin und Dialogpartnerin.

Im Fokus stehen:

  • musikalische Phrasen fühlen und gestalten
  • Pausen, Akzente und Dynamiken bewusst nutzen
  • eigene kreative Entscheidungen treffen und verkörpern
Ein Mann tanzt mit einem anderen Mann, dessen Hinterkopf man sieht. Man sieht die beiden ab der Brust und im Hintergrund sieht man das grosse Fenster von Lillis Ballroom in Richtung Donaukanal.

Embracing Elasticity

Eine flexible, klare und komfortable Umarmung entwickeln

Die Umarmung ist das Herz des Tangos. In "Embracing Elasticity" arbeiten wir mit einer elastischen, komfortablen Verbindung, die Klarheit, Beweglichkeit und Flow unterstützt.

Durch den bewussten Einsatz von Spannung, Entspannung und Timing verfeinern wir die Qualität der Bewegung und stärken Balance, Achse und Körperbewusstsein. Die elastische Umarmung hilft dabei, Bewegungen effizient weiterzugeben, Reaktionen besser wahrzunehmen und auch in komplexeren Momenten im Fluss zu bleiben.

Schwerpunkte des Kurses:

  • Elastische Verbindungstechniken für Komfort & Klarheit
  • Spannung, Raum & Timing – sauber koordinieren und fließen lassen
  • Balance, Achse & Raumgefühl – stabil und beweglich zugleich

Für wen ist die 2. Edition gedacht?

Die Improver Kurse richten sich an Tänzer*innen, die:

  • ihre Verbindung verfeinern möchten
  • ihren Tango musikalischer und bewusster gestalten wollen
  • Freude an Improvisation, Dialog und Flow haben
  • offen sind für Rollenvielfalt und kreative Prozesse

Ob ein einzelner Kurs oder eine Kombination mehrerer – diese Edition schafft einen Rahmen, in dem Weiterentwicklung und neue Erfahrungen möglich sind.

Ein paar tanzt links TAngo, daneben steht eine Trainerin und freut sich offensichtlich über einen Erfolg des Paares. Im Hintergrund steht eine andere Trainerin und beobachtet andere Tanzpärchen, die man nicht im Foto sehen kann.

Mehr über die Improver Kurse

 

Montags von 20:15 - 21:30 Uhr: Flow in Between mit Maria Theresia & Tim

Dienstags von 20:15 - 21:30 Uhr: Musicality & Creativity mit Ana & Maria Theresia

Mittwochs von 18:45 - 20:00 Uhr: Embracing Elasticity mit Ana, Arno & Chiara

Boost your Tango – The Weekend That Does the Tango Gym for You

Ricardo Lang bei Lillis Ballroom

Manchmal braucht es keinen langen Urlaub, um neue Energie zu tanken – manchmal reicht ein Wochenende, das wirklich wirkt. Genau dafür haben wir unsere Tango Boost Weekends entwickelt. Mehrmals im Jahr bieten wir dir ein konzentriertes, spielerisches und zugleich tiefes Lernfeld, das dir einen spürbaren Schub für deinen Tango schenkt.

Ricardo Lang bei Lillis Ballroom

Warum ein Boost Weekend?

Im Alltag tanzen viele von uns regelmäßig, aber oft fehlt der Raum, sich ganz und gar auf ein Thema einzulassen, etwas Neues auszuprobieren oder alte Muster bewusst zu verändern. Ein Boost Weekend schafft genau diesen Raum:

  • Drei Workshops, in denen wir präzise an Technik, Musikalität und Verbindung arbeiten
  • Viel Tanzzeit, um das Gelernte in den Körper sinken zu lassen
  • Viel Leichtigkeit und Freude, weil Lernen am besten funktioniert, wenn der Körper mitspielt
  • Ein Gruppenprozess, der inspiriert, motiviert und trägt

Wenn wir in kurzer Zeit fokussiert üben, passiert plötzlich sehr viel: Bewegungen werden klarer, die Verbindung ruhiger und die Schritte mutiger. Genau das nennen wir den Boost-Effekt.

Unser Gast: Ricardo Lang

Für dieses erste Boost-Wochenende haben wir Ricardo Lang (DE) eingeladen – einen Tänzer, der sich durch seine präzise Technik, seine ruhige Präsenz und seine musikalisch feine Interpretation des Tango Argentino auszeichnet. Ricardo bringt eine klare Sprache des Körpers mit, die sowohl Anfänger*innen als auch Fortgeschrittene inspiriert und stärkt.

Ricardo Lang bei Lillis Ballroom

Was erwartet dich?

Ein Wochenende, das sich anfühlt wie ein kleines Tango-Retreat – ohne Anreise in die Ferne.
Dich erwarten:

  • Drei thematisch aufeinander aufbauende Workshops
  • Ein Gefühl von „Ich wachse wirklich in meinem Tanz“
  • Ein vertieftes Verständnis von Klarheit, Verbindung und Musikalität
  • Viele Aha-Momente, die du direkt in dein Tanzen mitnehmen kannst

Unsere Tango Boost Weekends sind bewusst so gestaltet, dass du an nur zwei Tagen spürbar weiterkommst. Sie sind ideal für Tänzer*innen, die Lust haben, zu wachsen – ohne Druck, aber mit Freude, Genuss und guter Begleitung.

Für wen ist das Weekend geeignet?

Für alle Tänzer*innen, die mindestens Grundkenntnisse im Tango Argentino haben und ein Wochenende lang eintauchen wollen – in Technik, Musik, Verbindung und das gemeinsame Erleben.

Warum wir sie so lieben

  • Weil jede*r am Ende dieses Wochenendes anders aus dem Raum geht: klarer, ruhiger, freier, inspiriert.
  • Weil Tanz in Gemeinschaft Kraft gibt.Weil Fokus Wunder wirkt.
  • Und weil Tango manchmal genau das ist, was wir brauchen, um wieder bei uns anzukommen.

Mehr zu Tango – Dancing in the Dark

3 Workshops an einem Wochende:

Samstag, 14. März 2026

Connected Technique - Moving as One von 14:15 bis 15:45 Uhr

Ocho Cortado Variations - Playful Cuts & Rythms von 16:15 bis 17:45 Uhr

Sonntag, 15. März 2026 (Deutsch)

Turns in Close Embrace - Smooth Circular Flow von 16:00 bis 20:00 Uhr

Für Tänzer*innen mit Vorerfahrung, einzeln oder als Paar. Wer den vollen Boost spüren will, nimmt am besten alle drei Workshops – denn dieses Wochenende funktioniert wie ein kleines Tango-Wunderpaket.

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Ricardo Lang bei Lillis Ballroom

Santiago Maciel

Santiag Maciel

Der Mann, der Bewegung neu denkt

Wie die Master Posture-Methode Tanz, Körperarbeit und persönliche Entwicklung verbindet

Es gibt Menschen, die tanzen – und es gibt Menschen, die das Verständnis von Bewegung selbst verändern. Santiago Maciel gehört eindeutig zur zweiten Gruppe. Seit 2004 widmet er seine Karriere der Kunst des Körpers: Tanz, Performance, Technik und Ausdruck sind die Grundpfeiler seines künstlerischen und pädagogischen Schaffens. Mit über zwanzig Jahren Erfahrung und einer seltenen Verbindung aus Präzision, Kreativität und wissenschaftlich fundierter Methodik hat er ein System entwickelt, das weit über die Tanzwelt hinaus Aufmerksamkeit erregt: die Master Posture-Methode.

Master Posture – Ein universelles System für Körper und Geist

Im Jahr 2010 begann Santiago eine Forschungsreise, die sein Leben verändern sollte. Er wollte verstehen, was gute Bewegung ausmacht – jenseits von Stil, Tradition oder Disziplin. Das Ergebnis ist die heute international geschätzte Master Posture-Methode, ein System, das die Funktionsweise von Körper und Geist durch universelle Prinzipien optimiert.

Dabei geht es nicht nur um Haltung oder Technik, sondern um ein ganzheitliches Verständnis von Effizienz, Klarheit und mentaler Präsenz.

Die Master Posture-Methode verbindet:

  • Biomechanische Präzision
  • Körperbewusstsein und Energieökonomie
  • Mentale Strategien für Fokus und Ruhe
  • Eleganz, Ausdruck und Präsenz
  • Übertragbares Wissen für jede körperliche oder künstlerische Disziplin

Santiago arbeitet mit Tänzerinnen, Sportlerinnen, Bühnenprofis – aber auch mit Menschen, die in ihrem beruflichen oder privaten Alltag mehr Körperkontrolle, Präsenz und mentale Stärke suchen. Seine Arbeitsweise ist dabei klar, direkt und hoch effizient: Er hilft seinen Schüler*innen, mehr zu spüren, weniger zu kompensieren und Bewegung als Werkzeug persönlicher Meisterschaft zu nutzen.

Eine Technik, die alles verbindet

Einer von Santiagos stärksten Ansätzen ist der Gedanke, dass ein einziges, gut verstandenes Prinzip dir ermöglicht, jede körperliche Fähigkeit schneller zu erlernen.

Ob Tango, Salsa, Bachata, Sport oder Bühne – die Grundlagen des Körpers bleiben universell.

Wer Master Posture versteht, kann:

  • schneller lernen
  • sich effizienter und eleganter bewegen
  • klarer fühlen
  • bewusster entscheiden
  • und sich mit Partner*innen besser verbinden

Diese Perspektive hat nicht nur das Training vieler Tänzer*innen revolutioniert, sondern auch gezeigt, wie tief Bewegung mit mentaler Klarheit verbunden ist.

Santiago bei Lillis Ballroom

Wir freuen uns besonders, dass Santiago Maciel sein Wissen im Rahmen eines exklusiven Seminars bei Lillis Ballroom teilen wird:

MASTER POSTURE & Tango Tango Argentino/Salsa/Bachata
Eine Technik, um alle zu meistern – geleitet von Santiago Maciel
In diesem Seminar erleben die Teilnehmer*innen:

  • wie sie ihre bisherigen Erfahrungen (Tanz, Sport oder Beruf) nutzen können, um Tango schneller und müheloser zu lernen
  • wie Master Posture Klarheit, Kontrolle und Connection verbessert
  • wie biomechanische Effizienz zu Eleganz und Ausdruck führt
  • wie mentale Strategien Ruhe, Fokus und Präsenz stärken

Ein Seminar, das nicht nur Tänze verbindet – sondern Welten. Santiago zeigt, dass der Körper nicht nur Werkzeug ist, sondern Zugang zu Persönlichkeit, Kreativität und innerer Balance.

Warum du dieses Seminar nicht verpassen solltest

Weil Santiago Maciel nicht einfach unterrichtet. Er transformiert. Sein Zugang ist innovativ, tiefgehend und unglaublich praxisnah. Wer sich für Tanz interessiert – besonders für Tango Argentino – wird hier Einsichten gewinnen, die weit über Technik hinausgehen.

Und wer einfach nur den eigenen Körper bewusster erleben möchte, wird erstaunt sein, wie viel Freiheit in Leichtigkeit und richtiger Ausrichtung liegt.

Wenn du erleben möchtest, wie eine einzige Technik dein Verständnis von Bewegung verändert, dann ist dieses Seminar bei Lillis Ballroom die perfekte Gelegenheit.

Eine Einladung, nicht nur besser zu tanzen – sondern besser zu leben.

More on the workshop with Santiago Maciel

Master (Your) Posture  am Sonntag, dem 7. Dezember 2025 von 12:45 bis 15:45 Uhr

Cafecito im Anschluss

Santiago Maciel

The Man Rethinking Movement

How the Master Posture Method connects dance, bodywork and personal development

Some people dance – and some redefine what movement itself can be. Santiago Macielbelongs clearly to the second group. Since 2004, he has devoted his career to the art of the body: movement, technique and stage expression form the foundation of his artistic and pedagogical work. With more than two decades of experience and a rare combination of precision, creativity and scientific methodology, he has developed a system that is now recognized far beyond the dance world: the Master Posture Method.

Master Posture – A Universal System for Body and Mind

In 2010, Santiago began a research journey that would reshape his entire approach. He wanted to understand what truly makes movement effective – beyond style, tradition or discipline. The result is the internationally respected Master Posture Method, a system that optimizes the body and mind through universal principles.

Master Posture is not merely about posture or technical form; it is a holistic understanding of efficiency, clarity and mental presence.

It unites:

  • Biomechanical precision
  • Body awareness and energy economy
  • Mental strategies for focus and calm
  • Elegance, expression and presence
  • Transferable principles for every artistic or professional discipline

Santiago works with dancers, athletes, stage professionals and individuals who seek more body control, presence and mental strength—whether for performance or everyday life. His approach is clear, direct and highly effective: he helps students feel more, compensate less, and use movement as a tool for personal mastery.

One Technique That Connects Everything

One of Santiago’s core insights is that a single, well-understood principle allows you to learn any movement discipline faster. Whether Argentine Tango, Salsa, Bachata, sport or stage work—the fundamentals of the body remain universal.

Understanding Master Posture means learning how to:

  • progress faster
  • move with efficiency and elegance
  • feel with clarity
  • make conscious decisions
  • connect better with partners

This perspective has not only transformed how many dancers train, but has also shown how deeply movement is connected to mental clarity and emotional grounding.

Santiago at Lillis Ballroom

We are thrilled to welcome Santiago Maciel for an exclusive seminar at Lillis Ballroom:

MASTER POSTURE & Argentine Tango / Salsa / Bachata
One technique to master them all – led by Santiago Maciel

In this special workshop, participants will discover:

  • how to use previous experience (from sports, dance or professional life) to learn Tango more quickly and effortlessly
  • how Master Posture improves clarity, control and partner connection
  • how biomechanical precision leads to elegance and expression
  • how mental strategies support calmness, focus and presence

A seminar that doesn’t just connect dances - it connects worlds. It reveals that the body is not only a tool, but a doorway to creativity, confidence and inner balance.

Why You Shouldn’t Miss This Seminar

Because Santiago Maciel doesn’t just teach. He transforms. His approach is innovative, profound and remarkably practical. Anyone interested in dance—especially Argentine Tango—will gain insights that go far beyond technique.

And anyone wishing to understand their body with more clarity will discover how much freedom comes from alignment, awareness and ease.

If you want to experience how one single technique can change your entire understanding of movement, this workshop at Lillis Ballroom is the perfect opportunity.

An invitation not just to dance better—
but to live better.

More on the workshop with Santiago Maciel

Master (Your) Posture on Sunday, December 7th 2025 from 12:45 to 15:45 PM

Cafecito right after the Workshopo on Sunday, December 7nd 2025

Santiago Maciel

Tango ABC

Tango ABC von Lillis Ballroom

Willkommen beim Tango ABC von Lillis Ballroom!

Hier werden wir immer wieder neue Begriffe aus und und rund um den Tango Argentino in Lillis Ballroom posten. Den Anfang macht das "Cafecito".

 

Cafecito

Ein Cafecito (spanisch für kleiner Kaffee) ist in der Tangowelt viel mehr als nur ein Getränk – es steht für ein offenes, entspanntes Tanztreffen, das Begegnung und Austausch in den Mittelpunkt stellt.

In einem Cafecito wird Tango in entspannter Atmosphäre getanzt, oft am Nachmittag oder frühen Abend, manchmal mit Kaffee, Kuchen oder kleinen Snacks. Es ist weniger formell als eine klassische Milonga – kein Dresscode, keine strengen Regeln, sondern Raum für Verbindung, Gespräch und Freude an der Bewegung.

Im Geist von Lillis Ballroom bedeutet ein Cafecito:

  • ein Raum, in dem alle Sinne tanzen dürfen,
  • barrierefrei, inklusiv und herzlich,
  • offen für Menschen mit und ohne Vorerfahrung,
  • ein Ort, an dem Tango einfach geteilt wird – ohne Leistungsdruck, dafür mit viel Gefühl.

Kurz gesagt:
👉 Ein Cafecito ist Tango zum Durchatmen, Ankommen und Begegnen.

Calesitas

Calesitas sind im Tango kreisförmige Drehbewegungen, bei denen sich eine Person um die andere bewegt – wie auf einem Karussell. Der oder die Folgende bleibt dabei meist relativ ruhig im Zentrum, während der/die Führende auf einer runden Bahn um ihn oder sie herum läuft oder dreht.

Typisch für Calesitas ist das kontinuierliche Drehen, das Spiel mit Balance und Achse und ein sehr fließendes Gefühl. Sie tauchen häufig im Tango Nuevo, aber auch im klassischen Tango auf, wenn Raum, Musik und Partner:innen es zulassen.

Kurz gesagt:

👉 Elegant, technisch anspruchsvoll und extrem wirkungsvoll – wenn sie gut geführt werden.

Ocho

Der Begriff Ocho (spanisch für „acht“) beschreibt eine grundlegende Bewegungsform im Tango, die sowohl technisch als auch musikalisch eine große Rolle spielt. Der Name kommt von der Form, die die Schritte auf dem Boden zeichnen: eine liegende Acht.

Was ist ein Ocho?
Beim Ocho dreht sich die tanzende Person im Wechsel nach links und rechts, während sie rückwärts oder vorwärts über den Boden gleitet. Diese Drehbewegung entsteht nicht aus den Beinen, sondern aus einer aktiven, elastischen Körperrotation – der sogenannten Dissociation. Dadurch wirkt der Ocho fließend, stabil und verbunden.

Es gibt zwei Hauptvarianten: Rückwärts-Ochos und Vorwärts-Ochos

Rückwärts-Ochos: Die häufigste Form, oft als zentrierende, ruhige Bewegung genutzt.
Vorwärts-Ochos: Dynamischer und raumgreifender, manchmal auch als Übergang zu Drehungen oder Sacadas getanzt.

 

Beide Varianten sind zentrale Bausteine im Tango Argentino und können in einer Vielzahl von Kombinationen vorkommen.

Was macht den Ocho so wichtig?
Der Ocho ist ein Kernbewegungsmuster des Tangos, durch das Tänzer*innen Gleichgewicht, Drehtechnik und Verbindung üben. Er ist gleichzeitig technisch präzise und kreativ einsetzbar – von ruhig und meditativ bis spielerisch und kraftvoll.

Wie entsteht ein guter Ocho?
Entscheidend ist das Zusammenspiel von:

  • klarer Führung bzw. Einladung,
  • einer weichen, kontrollierten Körperrotation,
  • stabilen Achsen,
  • und einer bewussten, musikalischen Schrittgestaltung.

So wird der Ocho zu einer gemeinsamen Bewegung, die nicht „gemacht“, sondern geteilt wird.

Kurz gesagt:
Ochos sind fließende, rotierende Bewegungen, die wie eine liegende Acht durch den Raum führen und im Tango zu den wichtigsten Grundmustern zählen.

Improvisation im Tango – Freiheit auf dünnem Eis

Spass beim Improvisieren

Zwei Tänzer*innen treten ins Abrazo. Voller Vorfreude auf die kommenden gemeinsamen Tänze. Bereit zu improvisieren.
Die Musik beginnt. Einer schmeißt die Nerven weg. Und plötzlich… sind sie wieder mal fast auf Autopilot, beim Wiedergeben von altbekannten Sequenzen, gut einstudierten Bewegungen und Reaktionen.

Willkommen im Paradox der Wahlfreiheit.
Alle sagen, sie wollen Freiheit. Doch wenn sie da ist, wird’s oft still im Kopf – oder hektisch. Das Gehirn klammert sich lieber an Bekanntes. Sicherheit fühlt sich angenehmer an als das Schweben im Ungewissen. Improvisation verlangt Entscheidungen in Echtzeit – mit einem anderen Menschen – zur Musik – für den Follower beim Rückwärtsgehen – in High Heels. Kein Wunder, dass viele lieber im sicheren Sandkasten spielen als auf der unendlichen Spielwiese.

Lucia und Ana in enger Tanzhaltung
Lucia und Ana in enger Tanzhaltung

Improvisation ist kein Talent – sie ist ein Handwerk

In unseren Kursen üben wir oft kleine Sequenzen. Sie sind hilfreich – wie Vokabelkarten beim Sprachenlernen. Aber wirklich lebendig wird der Tanz erst, wenn wir nicht abspulen, sondern antworten. Wenn wir tanzen, was jetzt gerade passt – und nicht, was „auch schön wäre“.

Man erkennt es sofort: Tänzer*innen, die voll im Moment sind und tanzen, tragen oft ein Lächeln im Gesicht. Manchmal sogar bei kleinen Pannen, die sie charmant ausbügeln. Die anderen wirken eher wie bei einer Matheprüfung. Improvisation bedeutet nicht, dass man „einfach macht, was man will“. Es bedeutet, dass man zuhört – mit dem Körper, mit dem ganzen Sein – und dann reagiert.

Die Kunst der Wahl entsteht aus Wiederholung

Wirkliche Freiheit im Tango entsteht nicht durch das Merken vieler Figuren – sondern durch das Verstehen von Bewegung.

Wir arbeiten an der Achse, an der Klarheit im Gewichtwechsel, am Gleichgewicht in Drehungen, an der Bewegung durch die Musik. Das sind unsere Vokale, unsere Bausteine. Keine „Moves“, sondern Silben, aus denen alles entstehen kann.

In meinem Unterricht sehe ich das harmonische Zusammenspiel der drei folgenden körperlichen Achsen im Individuum als Grundvoraussetzung für Improvisation:

  • Die Standbeinachse, die Stabilität gibt.
  • Die Seite des freien Beines
  • Die senkrechte Wirbelsäule, die Aufrichtung und Freiheit schafft.
  • Diese drei arbeiten zusammen, wie Instrumente in einem Orchester – immer neu, immer im Jetzt. Und auf dieser Grundlage wird Improvisation möglich.

Freude am Improvisieren beim Tango
Freude am Improvisieren beim Tango

Improvisation beginnt beim Fragen

Was wäre, wenn Du eine bekannte Sequenz mitten im Ablauf betrittst? Was, wenn Du sie rückwärts tanzt? Wenn Du sie verlangsamst – bis zur Zeitlupe – und dann plötzlich beschleunigst?

Wie wäre es, wenn Du nur von einem Schritt bis zum nächsten planst? Wäre es nicht toll, Deine eigenen Sequenzen zu kreieren, on the Spot - immer im körperlichen Dialog mit Deinem Gegenüber?

Improvisation bedeutet, mit Möglichkeiten zu spielen. Sie neu zu kombinieren. Nicht zu überleben – sondern zu gestalten.

Fazit: Freiheit ist kein Geschenk – sie ist ein Prozess

„Freedom is earned, not given.”

Im Tango erarbeiten wir sie – Schritt für Schritt.
Nicht durch „mehr Figuren“, sondern durch ein tieferes Verständnis.
Nicht durch das Vermeiden von Fehlern, sondern durch kreatives Reagieren auf sie.

Der schönste Moment beim Tanzen ist der, in dem du nicht weißt, was kommt – und dich trotzdem getragen fühlst. Von der Musik. Von deinem Gegenüber. Von dir selbst.

Ana Tot at Lillis Ballroom

Ana Tot wird in einem Fenster von Lillis Ballroom reflektiert

Between Tango, Contemporary Dance and Pure Expression

We are delighted to have Ana Tot as part of our team at Lillis Ballroom. Ana is a professional tango and contemporary dancer who has been dedicated to movement and stage since the age of four. After classical ballet education and studies at the Budapest Contemporary Dance Academy, her path led her to Buenos Aires – straight into the heart of Tango Argentino.

Ana brings her profound background in contemporary dance into the world of tango, creating a unique approach to teaching and performing. Her focus lies on healthy, natural body movement, grounding, musicality and body awareness. For her, tango is more than a dance – it is a connection to oneself, to the partner, to the music and to the present moment.

By simplifying movements and working with body mechanics and natural flow, Ana opens space for creativity, expression and uniqueness. Her teaching aims to awaken the artist within each of us, encouraging everyone to dance in a joyful, healthy and authentic way.

Performance & Teaching Experience

Ana’s artistic and teaching career spans a wide variety of fields:
From contemporary theater productions to tango stage shows, live music and milonga performances, including appearances at the Konzerthaus, Lalish Theatre, Altes Theater Steyr, and various gallery openings. She has performed at local milongas in Vienna and Budapest.
As a teacher, she has worked as a guest instructor together with Jorge Bosicovich in Budapest, Brno, and at the Festival in Luhachovice (Czechia).

Ana Tot erklärt einer Kursteilnehmerin eine Schrittkombination

Upcoming classes with Ana Tot at Lillis Ballroom

Introductory Seminar “First Steps into Tango”: Saturday, October 5, 2025

Two workshops with Ana – experiencing tango with sharpened senses.

Tango Dancing in the Dark – Improver: Sunday, October 19, 2025

Tango Dancing in the Dark – Improver: Sunday, November 16, 2025

 

Improver Courses & Ongoing Classes

Ana also teaches in our new “Improver Courses” as well as other regular classes at Lillis Ballroom.

On stage, in the classroom, or at the milonga – Ana inspires with her clarity, musicality and profound understanding of movement. We warmly invite you to join us and experience it for yourself!

 

 

Zwischen Tango, zeitgenössischem Tanz und purer Ausdruckskraft

Wir freuen uns sehr, Ana Tot als Teil unseres Teams bei Lillis Ballroom zu haben. Ana ist eine professionelle Tango- und zeitgenössische Tänzerin, die schon seit ihrem vierten Lebensjahr auf der Bühne und im Tanzsaal zuhause ist. Nach ihrer Ausbildung an der Ballettschule und später an der Budapest Contemporary Dance Academy führten sie ihre Wege nach Buenos Aires – direkt ins Herz des Tango Argentino.

Ihre langjährige Erfahrung im zeitgenössischen Tanz verbindet sie mit der Leidenschaft für den Tango. In ihrem Unterricht legt sie besonderen Wert auf gesunden, natürlichen Körperausdruck, Musikalität und Körperbewusstsein. Für Ana ist Tango weit mehr als nur Tanz – er ist eine Verbindung zu sich selbst, zum Partner, zur Musik und zum Moment.

Dabei arbeitet sie mit klarer Logik, Körpermechanik und dem natürlichen Fluss der Bewegung, sodass Raum entsteht für Kreativität, Ausdruck und Einzigartigkeit. Ihr Ziel ist es, den Künstler in jedem von uns zu wecken – in einer gesunden, freudvollen und authentischen Art zu tanzen.

 

Bühnenerfahrung & Unterrichtspraxis

Ana hat ein breites Spektrum an künstlerischen und pädagogischen Erfahrungen:
Von zeitgenössischen Theaterstücken über Tango-Bühnenauftritte, Live-Musik-Performances und Milongas bis hin zu Veranstaltungen in renommierten Häusern wie dem Konzerthaus, Lalish Theatre, Altes Theater Steyr oder verschiedenen Galerie-Eröffnungen. Sie trat sowohl in Wien als auch in Budapest bei lokalen Milongas auf.
Darüber hinaus war sie als Gastdozentin gemeinsam mit Jorge Bosicovich tätig – in Budapest, Brno sowie beim Festival in Luhachovice (Tschechien).

Ana Tot & Lucia Rosenfeld tanzen Tango in Lillis Ballroom

Termine mit Ana Tot bei Lillis Ballroom

Einführungsseminar “First Steps into Tango”: Samstag, 5. Oktober 2025

Two workshops with Ana – experiencing tango with sharpened senses.

Tango Dancing in the Dark – Improver: Sonntag, 19. Oktober 2025

Tango Dancing in the Dark – Improver: Sonntag, 16. November 2025

Improver-Kurse & laufende Formate

Ana unterrichtet auch in unseren neuen „Improver Kursen“ und weiteren regulären Kursen bei Lillis Ballroom.

Ob auf der Bühne, im Unterricht oder auf der Milonga – Ana inspiriert mit ihrer Klarheit, Musikalität und dem tiefen Verständnis für Bewegung. Wir laden Dich herzlich ein, diese Erfahrung mit uns zu teilen!

Die Bedeutung der Fußarbeit und Fußtechnik im Tanz

Fußtechnik beim Tango

Beim Tanzen denken viele zuerst an ausdrucksstarke Bewegungen, elegante Armhaltungen oder eindrucksvolle Posen. Doch eine oft unterschätzte Grundlage für eine geschmeidige und präzise Performance ist die richtige Fußarbeit. Egal, ob du Standardtänze, Ballett oder Tango liebst - eine solide Fußtechnik macht den Unterschied zwischen einem Anfänger und einem Profi.

 

Deine Füße - das Fundament deines Körpers

Die Füße sind nicht einfach das Ende der Bewegung - sie sind ihr Ursprung. Sie tragen nicht nur dein gesamtes Körpergewicht, sondern sie initiieren Bewegung, vermitteln Kraft, Stabilität und ermöglichen feinste Impulse in der Kommunikation mit deinem Tanzpartner.

Viele Tänzer*innen erkennen die wahre Bedeutung ihrer Füße leider erst dann, wenn sie durch eine Verletzung gezwungen sind, sich intensiver mit ihnen auseinanderzusetzen. Nicht wenige sagen später: „Die Fußverletzung war das Beste, was meinem Tanzen passieren konnte.“ Warum? Weil sie danach gelernt haben, den Fuß nicht nur zu platzieren, sondern ihn aktiv zu nutzen.

Das Ergebnis: Mehr Stabilität, besseres Gleichgewicht und eine völlig neue Qualität in der Bewegung.

Ariadna Zaehnsdorf zeigt Tangotänzerinnen eine gute Fussposition
Ariadna Zaehnsdorf

Warum ist eine gute Fußarbeit so wichtig?

1. Balance und Stabilität

Die richtige Platzierung und Aktivierung der Füße sorgt für eine stabile, geerdete Haltung. Besonders im Tango – aber auch in vielen anderen Tänzen – ermöglicht Dir eine bewusste Fußarbeit ein zentriertes, kontrolliertes Tanzen mit klarem Stand.

2. Eleganz, Präzision und Ausdruck

Eine stabile und funktionale Fußarbeit erlaubt es Dir, Deine Energie gezielt zu steuern. Das führt zu fließenden, klaren Bewegungen – ob bei klassischen Ballettschritten oder komplexen Elementen wie Ochos, Barridas oder Ganchos.

3. Power von unten - Bewegung mit Energie

Der Fuß ist Dein geheimes Kraftzentrum. Viele Tänzer*innen unterschätzen, wie viel Energie und Dynamik aus einem gut gesetzten und aktivierten Fuß kommen kann. Mit der richtigen Technik wird selbst ein scheinbar einfacher Schritt zu einem ausdrucksstarken Statement.

4. Kommunikation im Paartanz

Eine stabile Basis unterstützt nicht nur Dich selbst, sondern auch Deinen Tanzpartner. Eine saubere Fußarbeit verbessert das Führen und Folgen - sie schafft Raum für Leichtigkeit, Verbindung und kreative Verzierungen.

5. Verletzungsprävention und Langlebigkeit

Tanzen soll Freude machen - langfristig. Eine gute Fußtechnik schont Gelenke, vermeidet Überlastung und schützt vor typischen Verletzungen, die durch falsche Belastung entstehen können.

Fussarbeit beim Tango
Fussarbeit beim Tango

Was du konkret tun kannst

Ein gutes Techniktraining beginnt von unten nach oben. In speziellen Kursen - zum Beispiel im Tango - werden die Füße gezielt gestärkt, mobilisiert und technisch geschult. Bereits das Warm-up legt hier den Fokus auf Kraft, Beweglichkeit und bewusste Haltung.

Cleveres biomechanisches Wissen über den effizienten Einsatz Deiner Füsse hilft Dir, komplexe Elemente wie Kreuzschritte, Ochos oder Drehungen mühelos zu tanzen. Und das Beste: Je besser Deine Fußarbeit wird, desto mehr Freiheit hast du für stilvolle Verzierungen und individuelle Ausdrucksformen.

Tipps für eine bessere Fußarbeit

  • Stärke Deine Füße regelmäßig, z. B. mit gezielten Warm-ups, Dehnungen und Übungen für das Fußgewölbe.
  • Übe bewusst barfuß, um ein besseres Gefühl für den Kontakt zum Boden zu bekommen.
  • Filme dich oder übe vor dem Spiegel, um deine Bewegungen selbst zu analysieren.
  • Vermeide Automatismen – frage dich immer wieder: Führe ich den Schritt bewusst oder nur aus Gewohnheit aus?
  • Trainiere langsam und technisch korrekt, bevor du Geschwindigkeit oder Komplexität erhöhst.

Fazit

Die Füße sind viel mehr als nur ein Mittel zum Zweck - sie sind das Fundament deines Körpers, dein Kontakt zum Boden, dein Impulsgeber. Wer lernt, den Fuß nicht nur zu benutzen, sondern ihn richtig einzusetzen, wird belohnt: mit mehr Sicherheit, Ausdruck, Eleganz und vor allem einem neuen Körpergefühl.

Weiterführende Informationen

Tango Technik Kurs: Dienstags um 18:45 Uhr, Kauf von Einteltickets möglich

Tango Improver Kurs Dynamik & Musikalität: Dienstags um 20:15 Uhr, Kauf von Einzeltickets möglich

Elgeance in Tango Workshop: Sonntag, dem 02. 11.2025 von 12:45 bis 15:45 Uhr mit Chiara Greco auf Englisch

Im Lot – Die Achse im Tango

Ana Tot hält sich vor einer Wand mit Grafitti an einer Stange fest und streckt ein Bein in Tanzsposte nach hinten.

Wenn wir tanzen, bewegt sich nicht nur unser Körper – auch unser Gleichgewicht, unsere Wahrnehmung und unser Zusammenspiel mit dem Partner verändern sich. Eine der zentralen Grundlagen für all das ist die Achse. Doch was genau ist damit gemeint – und warum spielt sie im Tango eine so entscheidende Rolle?

Die Körperachse – Dein innerer Lotstab

Im körperlichen Sinn bezeichnet die Achse eine gedachte Linie, die unseren Körper senkrecht von Kopf bis Fuß durchzieht – vergleichbar mit einem Lot, das uns Stabilität und Orientierung gibt. In der Tanztechnik geht es darum, diese Achse bewusst wahrzunehmen, auszurichten und im Bewegungsfluss zu halten.

Dabei ist der Körper nicht eindimensional, sondern verfügt über mehrere funktionale Achsen, die im Tanz zusammenspielen müssen:

  • die vertikale Hauptachse: die Wirbelsäule, die uns aufrichtet und zentriert.
  • die Standbeinachse: die Linie zwischen Schulter und tragendem Bein – entscheidend für Stabilität in Bewegung.
  • die Spielbeinachse (bzw. die freie Seite): die Gegenseite, die Bewegungsfreiheit braucht, aber dennoch mit dem Gesamtsystem in Verbindung steht.
  • Ein harmonisches Zusammenspiel dieser Achsen schafft Balance, Eleganz und Bewegungsfluss. Wer gut auf seiner Achse steht, tanzt nicht nur schöner – sondern vor allem effizienter, stabiler und freier.

Zwei Tänzereinnen halten sich in Tangopose.
Achse beim Tango

Biomechanisch gesehen bedeutet das:

  • Die Gelenke (vor allem Sprunggelenke, Knie, Hüften und Wirbelsäule) sind im Gleichgewicht zueinander organisiert.
  • Die Muskulatur arbeitet funktional – also nicht mit Kraft gegen sich selbst, sondern im Zusammenspiel.
  • Die Schwerkraft wird nicht bekämpft, sondern genutzt.
  • Die Paarachse – Verbindung mit Verantwortung

Im Tango tanzen wir zu zweit – und das bringt eine zweite Dimension der Achse ins Spiel: die gemeinsame Achse im Paar.
Diese entsteht, wenn beide Partner*innen nicht nur gut auf ihrer eigenen Achse stehen, sondern auch bewusst Verbindung zueinander aufnehmen. Dabei gibt es zwei grundsätzliche Zustände:

Tanz auf zwei Achsen – jede*r steht auf der eigenen Achse, es gibt Verbindung, aber auch Eigenständigkeit.
Tanz auf einer gemeinsamen Achse – oft in engen Umarmungen oder in bestimmten Figuren: Hier wird eine temporäre gemeinsame Achse gebildet. Beide Körper richten sich aufeinander aus und stützen sich wechselseitig.
Das erfordert Sensibilität, Präsenz und körperliches Zuhören. Wer zu stark drückt oder hängt, bringt die Balance des anderen ins Wanken. Wer seine eigene Achse hält, ermöglicht dem Gegenüber Freiheit.

Training für die Achse – von innen nach außen

Eine gute Achse ist kein Zufallsprodukt – sie ist das Ergebnis von bewusstem Körpertraining. In unseren Kursen und Technikstunden arbeiten wir gezielt an:

  • Aufrichtung und Erdung
  • Gelenkorganisation und Mobilität
  • Körperwahrnehmung (Propriozeption)
  • Zentrierung von Bewegungen um die eigene Mitte
  • Klarheit im Gewichtwechsel
  • Koordination der drei Achsen im Tanz
  • Diese Arbeit ist nicht nur technisch wertvoll – sie schafft auch ein neues Körpergefühl, mehr Präsenz und ein feineres Gespür für den Partner, die Musik und sich selbst.

Tanju Yildìrim erklärt einer Tänzerin etwas zu Achse und Spielbein
Tanju Yldirìm

Fazit: Deine Achsen sind Dein Anker

Im Tango lernen wir, uns selbst zu tragen – und gleichzeitig mit einem anderen Körper in Verbindung zu treten. Die Achse ist dabei der Schlüssel: zu Stabilität, Leichtigkeit und echtem Miteinander.
Ob Du gerade Deine ersten Schritte machst oder schon lange tanzt – die bewusste Arbeit an Deinen drei Körperachsen wird Dein Tanzerlebnis auf ein neues Level bringen. Und wer weiß: Vielleicht bringen sie Dich nicht nur besser ins Gleichgewicht, sondern auch ein Stück näher zu Dir selbst.

Majo Martirena & Rodrigo Fonti – Einzigartige Kreativität im Tango

Majo Martirena & Rodrigo Fonti Bild: @ Nicolas Foong

Tango ist mehr als nur ein Tanz – er ist eine Sprache, eine Emotion, ein Ausdruck von Persönlichkeit und Verbundenheit. Und wenn zwei Tänzer mit außergewöhnlicher Kreativität, technischer Exzellenz und tiefer Leidenschaft aufeinandertreffen, entsteht etwas Magisches. Genau das verkörpern Majo Martirena und Rodrigo Fonti, ein Tango-Paar, das die Szene mit ihrer einzigartigen Energie bereichert.

Majo Martirena – Ausdrucksstarke Dynamik aus Uruguay

Majo wurde in Uruguay geboren und begann mit 16 Jahren zu tanzen. Schnell entwickelte sie sich zu einer herausragenden Tänzerin und Lehrerin. Ihre Karriere führte sie durch ganz Uruguay, bis sie in Buenos Aires Teil der renommierten DNI Tango Company and School wurde. Dort verbrachte sie sechs Jahre als Tänzerin und Lehrerin, tanzte auf den wichtigsten Bühnen und in den bekanntesten Milongas der Stadt.

Mit ihrer Erfahrung, ihrer präzisen Technik und ihrem unverwechselbaren Stil wurde sie eine gefragte Künstlerin auf internationalen Festivals. Sie arbeitete mit Größen wie Mariano "Chicho" Frumboli und Horacio "Pebete" Godoy zusammen, tanzte mit Carlos Espinoza in Lyon und tourte mit Pablo Rodriguez durch Europa und Asien. Zudem war sie Mitbegründerin der Tango-Schule "La Bicicleta" in Turin, wo sie zwei Jahre lang unterrichtete und ein Lehrerteam ausbildete.

Majo ist bekannt für ihre ausdrucksstarke und dynamische Tanzweise, die Emotionen spürbar macht. Ihr Ziel ist es, Tänzer*innen zu inspirieren, ihren eigenen Ausdruck im Tango zu finden.

Rodrigo Fonti – Die Fusion aus Tango und moderner Bewegungskunst

Rodrigo Fonti stammt aus Neuquén, im Süden Argentiniens, und begann mit 16 Jahren, Tango zu tanzen. Seine tänzerische Entwicklung wurde von seiner Ausbildung an der Experimental Contemporary Dance School geprägt, wo er sich intensiv mit Choreografie und Bühnenperformance auseinandersetzte.

2010 zog er nach Buenos Aires, um tiefer in die Welt des Tango einzutauchen und den „Milonguero Spirit“ hautnah zu erleben. Dort wirkte er in mehreren Theaterproduktionen mit und tourte mit Stücken wie "Kambras", "El sonido de la caricia" oder "No bailaras" durch Europa.

„Ich unterrichte nicht, um meine Schüler so tanzen zu lassen wie mich. Ich unterrichte, damit sie ihren Tango finden – so gut wie möglich“, sagt Rodrigo.

Was Rodrigo auszeichnet, ist seine Fähigkeit, traditionelles Tango-Vokabular mit der Dynamik und Freiheit des zeitgenössischen Tanzes zu verbinden. Seine Bewegungen sind frisch, kraftvoll und dennoch tief verwurzelt in der Essenz des Tango. Seine Lehrmethoden helfen Tänzer*innen, ihren eigenen Stil zu entwickeln – individuell, komfortabel, frei und dennoch eng verbunden mit dem Partner und der Musik. Seine künstlerische Reise ist eine ständige Evolution – ein Prozess des Entdeckens, Kreierens und Innovierens.

Majo Martirena & Rodrigo Fonti, Foto: Iris Rogozhyna
Foto: Iris Rogozhyna

Eine faszinierende Verbindung – Improvisation & Kreativität

Wenn Majo und Rodrigo gemeinsam auf der Bühne stehen, passiert etwas, das sich schwer in Worte fassen lässt. Sie verkörpern Tango in all seinen Facetten – verspielt, sinnlich, tief emotional und voller Überraschungen. Ihre Fähigkeit zur Improvisation, ihr technisches Können und ihre Offenheit für verschiedene Tango-Stile machen sie zu einem der aufregendsten Tanzpaare der heutigen Szene.

Ob in der engen Milonguero-Embrace oder in spektakulären off-axis Moves – ihre Verbindung bleibt immer authentisch und lebendig. Ihre Workshops sind geprägt von Freude, Kreativität und einer ansteckenden Energie, die Tänzer*innen aller Levels inspiriert.

Majo Martirena und Rodrigo Fonti zeigen, dass Tango kein starres Regelwerk ist, sondern eine unendliche Welt an Möglichkeiten. Ihre Kunst berührt, bringt zum Lächeln und manchmal sogar zu Tränen.

Lasst uns gemeinsam entdecken, was noch alles im Tango steckt.

 

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Mehr Informationen

Mehr über das Seminar sowie Maja Martireno und Rodrigo Fonti

Tango Seminar mit Maja & Rodrigo am Sonntag, dem 1. Juni 2025 von 12:30 bis 15:45 Uhr (Facebook Event)

Cafecito im Anschluss mit den beiden

 

Majo Martireno

Facebook: @mariajose.martirena

Instagram: @majomartirena

 

Rodrigo Fonti

Facebook: @rodrigofonti

Instagram: @rodrigo.fonti