Santiago Maciel

Santiag Maciel

Der Mann, der Bewegung neu denkt

Wie die Master Posture-Methode Tanz, Körperarbeit und persönliche Entwicklung verbindet

Es gibt Menschen, die tanzen – und es gibt Menschen, die das Verständnis von Bewegung selbst verändern. Santiago Maciel gehört eindeutig zur zweiten Gruppe. Seit 2004 widmet er seine Karriere der Kunst des Körpers: Tanz, Performance, Technik und Ausdruck sind die Grundpfeiler seines künstlerischen und pädagogischen Schaffens. Mit über zwanzig Jahren Erfahrung und einer seltenen Verbindung aus Präzision, Kreativität und wissenschaftlich fundierter Methodik hat er ein System entwickelt, das weit über die Tanzwelt hinaus Aufmerksamkeit erregt: die Master Posture-Methode.

Master Posture – Ein universelles System für Körper und Geist

Im Jahr 2010 begann Santiago eine Forschungsreise, die sein Leben verändern sollte. Er wollte verstehen, was gute Bewegung ausmacht – jenseits von Stil, Tradition oder Disziplin. Das Ergebnis ist die heute international geschätzte Master Posture-Methode, ein System, das die Funktionsweise von Körper und Geist durch universelle Prinzipien optimiert.

Dabei geht es nicht nur um Haltung oder Technik, sondern um ein ganzheitliches Verständnis von Effizienz, Klarheit und mentaler Präsenz.

Die Master Posture-Methode verbindet:

  • Biomechanische Präzision
  • Körperbewusstsein und Energieökonomie
  • Mentale Strategien für Fokus und Ruhe
  • Eleganz, Ausdruck und Präsenz
  • Übertragbares Wissen für jede körperliche oder künstlerische Disziplin

Santiago arbeitet mit Tänzerinnen, Sportlerinnen, Bühnenprofis – aber auch mit Menschen, die in ihrem beruflichen oder privaten Alltag mehr Körperkontrolle, Präsenz und mentale Stärke suchen. Seine Arbeitsweise ist dabei klar, direkt und hoch effizient: Er hilft seinen Schüler*innen, mehr zu spüren, weniger zu kompensieren und Bewegung als Werkzeug persönlicher Meisterschaft zu nutzen.

Eine Technik, die alles verbindet

Einer von Santiagos stärksten Ansätzen ist der Gedanke, dass ein einziges, gut verstandenes Prinzip dir ermöglicht, jede körperliche Fähigkeit schneller zu erlernen.

Ob Tango, Salsa, Bachata, Sport oder Bühne – die Grundlagen des Körpers bleiben universell.

Wer Master Posture versteht, kann:

  • schneller lernen
  • sich effizienter und eleganter bewegen
  • klarer fühlen
  • bewusster entscheiden
  • und sich mit Partner*innen besser verbinden

Diese Perspektive hat nicht nur das Training vieler Tänzer*innen revolutioniert, sondern auch gezeigt, wie tief Bewegung mit mentaler Klarheit verbunden ist.

Santiago bei Lillis Ballroom

Wir freuen uns besonders, dass Santiago Maciel sein Wissen im Rahmen eines exklusiven Seminars bei Lillis Ballroom teilen wird:

MASTER POSTURE & Tango Tango Argentino/Salsa/Bachata
Eine Technik, um alle zu meistern – geleitet von Santiago Maciel
In diesem Seminar erleben die Teilnehmer*innen:

  • wie sie ihre bisherigen Erfahrungen (Tanz, Sport oder Beruf) nutzen können, um Tango schneller und müheloser zu lernen
  • wie Master Posture Klarheit, Kontrolle und Connection verbessert
  • wie biomechanische Effizienz zu Eleganz und Ausdruck führt
  • wie mentale Strategien Ruhe, Fokus und Präsenz stärken

Ein Seminar, das nicht nur Tänze verbindet – sondern Welten. Santiago zeigt, dass der Körper nicht nur Werkzeug ist, sondern Zugang zu Persönlichkeit, Kreativität und innerer Balance.

Warum du dieses Seminar nicht verpassen solltest

Weil Santiago Maciel nicht einfach unterrichtet. Er transformiert. Sein Zugang ist innovativ, tiefgehend und unglaublich praxisnah. Wer sich für Tanz interessiert – besonders für Tango Argentino – wird hier Einsichten gewinnen, die weit über Technik hinausgehen.

Und wer einfach nur den eigenen Körper bewusster erleben möchte, wird erstaunt sein, wie viel Freiheit in Leichtigkeit und richtiger Ausrichtung liegt.

Wenn du erleben möchtest, wie eine einzige Technik dein Verständnis von Bewegung verändert, dann ist dieses Seminar bei Lillis Ballroom die perfekte Gelegenheit.

Eine Einladung, nicht nur besser zu tanzen – sondern besser zu leben.

More on the workshop with Santiago Maciel

Master (Your) Posture  am Sonntag, dem 7. Dezember 2025 von 12:45 bis 15:45 Uhr

Cafecito im Anschluss

Santiago Maciel

The Man Rethinking Movement

How the Master Posture Method connects dance, bodywork and personal development

Some people dance – and some redefine what movement itself can be. Santiago Macielbelongs clearly to the second group. Since 2004, he has devoted his career to the art of the body: movement, technique and stage expression form the foundation of his artistic and pedagogical work. With more than two decades of experience and a rare combination of precision, creativity and scientific methodology, he has developed a system that is now recognized far beyond the dance world: the Master Posture Method.

Master Posture – A Universal System for Body and Mind

In 2010, Santiago began a research journey that would reshape his entire approach. He wanted to understand what truly makes movement effective – beyond style, tradition or discipline. The result is the internationally respected Master Posture Method, a system that optimizes the body and mind through universal principles.

Master Posture is not merely about posture or technical form; it is a holistic understanding of efficiency, clarity and mental presence.

It unites:

  • Biomechanical precision
  • Body awareness and energy economy
  • Mental strategies for focus and calm
  • Elegance, expression and presence
  • Transferable principles for every artistic or professional discipline

Santiago works with dancers, athletes, stage professionals and individuals who seek more body control, presence and mental strength—whether for performance or everyday life. His approach is clear, direct and highly effective: he helps students feel more, compensate less, and use movement as a tool for personal mastery.

One Technique That Connects Everything

One of Santiago’s core insights is that a single, well-understood principle allows you to learn any movement discipline faster. Whether Argentine Tango, Salsa, Bachata, sport or stage work—the fundamentals of the body remain universal.

Understanding Master Posture means learning how to:

  • progress faster
  • move with efficiency and elegance
  • feel with clarity
  • make conscious decisions
  • connect better with partners

This perspective has not only transformed how many dancers train, but has also shown how deeply movement is connected to mental clarity and emotional grounding.

Santiago at Lillis Ballroom

We are thrilled to welcome Santiago Maciel for an exclusive seminar at Lillis Ballroom:

MASTER POSTURE & Argentine Tango / Salsa / Bachata
One technique to master them all – led by Santiago Maciel

In this special workshop, participants will discover:

  • how to use previous experience (from sports, dance or professional life) to learn Tango more quickly and effortlessly
  • how Master Posture improves clarity, control and partner connection
  • how biomechanical precision leads to elegance and expression
  • how mental strategies support calmness, focus and presence

A seminar that doesn’t just connect dances - it connects worlds. It reveals that the body is not only a tool, but a doorway to creativity, confidence and inner balance.

Why You Shouldn’t Miss This Seminar

Because Santiago Maciel doesn’t just teach. He transforms. His approach is innovative, profound and remarkably practical. Anyone interested in dance—especially Argentine Tango—will gain insights that go far beyond technique.

And anyone wishing to understand their body with more clarity will discover how much freedom comes from alignment, awareness and ease.

If you want to experience how one single technique can change your entire understanding of movement, this workshop at Lillis Ballroom is the perfect opportunity.

An invitation not just to dance better—
but to live better.

More on the workshop with Santiago Maciel

Master (Your) Posture on Sunday, December 7th 2025 from 12:45 to 15:45 PM

Cafecito right after the Workshopo on Sunday, December 7nd 2025

Santiago Maciel

Tango ABC

Tango ABC von Lillis Ballroom

Willkommen beim Tango ABC von Lillis Ballroom!

Hier werden wir immer wieder neue Begriffe aus und und rund um den Tango Argentino in Lillis Ballroom posten. Den Anfang macht das "Cafecito".

 

Cafecito

Ein Cafecito (spanisch für kleiner Kaffee) ist in der Tangowelt viel mehr als nur ein Getränk – es steht für ein offenes, entspanntes Tanztreffen, das Begegnung und Austausch in den Mittelpunkt stellt.

In einem Cafecito wird Tango in entspannter Atmosphäre getanzt, oft am Nachmittag oder frühen Abend, manchmal mit Kaffee, Kuchen oder kleinen Snacks. Es ist weniger formell als eine klassische Milonga – kein Dresscode, keine strengen Regeln, sondern Raum für Verbindung, Gespräch und Freude an der Bewegung.

Im Geist von Lillis Ballroom bedeutet ein Cafecito:

  • ein Raum, in dem alle Sinne tanzen dürfen,
  • barrierefrei, inklusiv und herzlich,
  • offen für Menschen mit und ohne Vorerfahrung,
  • ein Ort, an dem Tango einfach geteilt wird – ohne Leistungsdruck, dafür mit viel Gefühl.

Kurz gesagt:
👉 Ein Cafecito ist Tango zum Durchatmen, Ankommen und Begegnen.

Improvisation im Tango – Freiheit auf dünnem Eis

Spass beim Improvisieren

Zwei Tänzer*innen treten ins Abrazo. Voller Vorfreude auf die kommenden gemeinsamen Tänze. Bereit zu improvisieren.
Die Musik beginnt. Einer schmeißt die Nerven weg. Und plötzlich… sind sie wieder mal fast auf Autopilot, beim Wiedergeben von altbekannten Sequenzen, gut einstudierten Bewegungen und Reaktionen.

Willkommen im Paradox der Wahlfreiheit.
Alle sagen, sie wollen Freiheit. Doch wenn sie da ist, wird’s oft still im Kopf – oder hektisch. Das Gehirn klammert sich lieber an Bekanntes. Sicherheit fühlt sich angenehmer an als das Schweben im Ungewissen. Improvisation verlangt Entscheidungen in Echtzeit – mit einem anderen Menschen – zur Musik – für den Follower beim Rückwärtsgehen – in High Heels. Kein Wunder, dass viele lieber im sicheren Sandkasten spielen als auf der unendlichen Spielwiese.

Lucia und Ana in enger Tanzhaltung
Lucia und Ana in enger Tanzhaltung

Improvisation ist kein Talent – sie ist ein Handwerk

In unseren Kursen üben wir oft kleine Sequenzen. Sie sind hilfreich – wie Vokabelkarten beim Sprachenlernen. Aber wirklich lebendig wird der Tanz erst, wenn wir nicht abspulen, sondern antworten. Wenn wir tanzen, was jetzt gerade passt – und nicht, was „auch schön wäre“.

Man erkennt es sofort: Tänzer*innen, die voll im Moment sind und tanzen, tragen oft ein Lächeln im Gesicht. Manchmal sogar bei kleinen Pannen, die sie charmant ausbügeln. Die anderen wirken eher wie bei einer Matheprüfung. Improvisation bedeutet nicht, dass man „einfach macht, was man will“. Es bedeutet, dass man zuhört – mit dem Körper, mit dem ganzen Sein – und dann reagiert.

Die Kunst der Wahl entsteht aus Wiederholung

Wirkliche Freiheit im Tango entsteht nicht durch das Merken vieler Figuren – sondern durch das Verstehen von Bewegung.

Wir arbeiten an der Achse, an der Klarheit im Gewichtwechsel, am Gleichgewicht in Drehungen, an der Bewegung durch die Musik. Das sind unsere Vokale, unsere Bausteine. Keine „Moves“, sondern Silben, aus denen alles entstehen kann.

In meinem Unterricht sehe ich das harmonische Zusammenspiel der drei folgenden körperlichen Achsen im Individuum als Grundvoraussetzung für Improvisation:

  • Die Standbeinachse, die Stabilität gibt.
  • Die Seite des freien Beines
  • Die senkrechte Wirbelsäule, die Aufrichtung und Freiheit schafft.
  • Diese drei arbeiten zusammen, wie Instrumente in einem Orchester – immer neu, immer im Jetzt. Und auf dieser Grundlage wird Improvisation möglich.

Freude am Improvisieren beim Tango
Freude am Improvisieren beim Tango

Improvisation beginnt beim Fragen

Was wäre, wenn Du eine bekannte Sequenz mitten im Ablauf betrittst? Was, wenn Du sie rückwärts tanzt? Wenn Du sie verlangsamst – bis zur Zeitlupe – und dann plötzlich beschleunigst?

Wie wäre es, wenn Du nur von einem Schritt bis zum nächsten planst? Wäre es nicht toll, Deine eigenen Sequenzen zu kreieren, on the Spot - immer im körperlichen Dialog mit Deinem Gegenüber?

Improvisation bedeutet, mit Möglichkeiten zu spielen. Sie neu zu kombinieren. Nicht zu überleben – sondern zu gestalten.

Fazit: Freiheit ist kein Geschenk – sie ist ein Prozess

„Freedom is earned, not given.”

Im Tango erarbeiten wir sie – Schritt für Schritt.
Nicht durch „mehr Figuren“, sondern durch ein tieferes Verständnis.
Nicht durch das Vermeiden von Fehlern, sondern durch kreatives Reagieren auf sie.

Der schönste Moment beim Tanzen ist der, in dem du nicht weißt, was kommt – und dich trotzdem getragen fühlst. Von der Musik. Von deinem Gegenüber. Von dir selbst.

Ana Tot at Lillis Ballroom

Ana Tot wird in einem Fenster von Lillis Ballroom reflektiert

Between Tango, Contemporary Dance and Pure Expression

We are delighted to have Ana Tot as part of our team at Lillis Ballroom. Ana is a professional tango and contemporary dancer who has been dedicated to movement and stage since the age of four. After classical ballet education and studies at the Budapest Contemporary Dance Academy, her path led her to Buenos Aires – straight into the heart of Tango Argentino.

Ana brings her profound background in contemporary dance into the world of tango, creating a unique approach to teaching and performing. Her focus lies on healthy, natural body movement, grounding, musicality and body awareness. For her, tango is more than a dance – it is a connection to oneself, to the partner, to the music and to the present moment.

By simplifying movements and working with body mechanics and natural flow, Ana opens space for creativity, expression and uniqueness. Her teaching aims to awaken the artist within each of us, encouraging everyone to dance in a joyful, healthy and authentic way.

Performance & Teaching Experience

Ana’s artistic and teaching career spans a wide variety of fields:
From contemporary theater productions to tango stage shows, live music and milonga performances, including appearances at the Konzerthaus, Lalish Theatre, Altes Theater Steyr, and various gallery openings. She has performed at local milongas in Vienna and Budapest.
As a teacher, she has worked as a guest instructor together with Jorge Bosicovich in Budapest, Brno, and at the Festival in Luhachovice (Czechia).

Ana Tot erklärt einer Kursteilnehmerin eine Schrittkombination

Upcoming classes with Ana Tot at Lillis Ballroom

Introductory Seminar “First Steps into Tango”: Saturday, October 5, 2025

Two workshops with Ana – experiencing tango with sharpened senses.

Tango Dancing in the Dark – Improver: Sunday, October 19, 2025

Tango Dancing in the Dark – Improver: Sunday, November 16, 2025

 

Improver Courses & Ongoing Classes

Ana also teaches in our new “Improver Courses” as well as other regular classes at Lillis Ballroom.

On stage, in the classroom, or at the milonga – Ana inspires with her clarity, musicality and profound understanding of movement. We warmly invite you to join us and experience it for yourself!

 

 

Zwischen Tango, zeitgenössischem Tanz und purer Ausdruckskraft

Wir freuen uns sehr, Ana Tot als Teil unseres Teams bei Lillis Ballroom zu haben. Ana ist eine professionelle Tango- und zeitgenössische Tänzerin, die schon seit ihrem vierten Lebensjahr auf der Bühne und im Tanzsaal zuhause ist. Nach ihrer Ausbildung an der Ballettschule und später an der Budapest Contemporary Dance Academy führten sie ihre Wege nach Buenos Aires – direkt ins Herz des Tango Argentino.

Ihre langjährige Erfahrung im zeitgenössischen Tanz verbindet sie mit der Leidenschaft für den Tango. In ihrem Unterricht legt sie besonderen Wert auf gesunden, natürlichen Körperausdruck, Musikalität und Körperbewusstsein. Für Ana ist Tango weit mehr als nur Tanz – er ist eine Verbindung zu sich selbst, zum Partner, zur Musik und zum Moment.

Dabei arbeitet sie mit klarer Logik, Körpermechanik und dem natürlichen Fluss der Bewegung, sodass Raum entsteht für Kreativität, Ausdruck und Einzigartigkeit. Ihr Ziel ist es, den Künstler in jedem von uns zu wecken – in einer gesunden, freudvollen und authentischen Art zu tanzen.

 

Bühnenerfahrung & Unterrichtspraxis

Ana hat ein breites Spektrum an künstlerischen und pädagogischen Erfahrungen:
Von zeitgenössischen Theaterstücken über Tango-Bühnenauftritte, Live-Musik-Performances und Milongas bis hin zu Veranstaltungen in renommierten Häusern wie dem Konzerthaus, Lalish Theatre, Altes Theater Steyr oder verschiedenen Galerie-Eröffnungen. Sie trat sowohl in Wien als auch in Budapest bei lokalen Milongas auf.
Darüber hinaus war sie als Gastdozentin gemeinsam mit Jorge Bosicovich tätig – in Budapest, Brno sowie beim Festival in Luhachovice (Tschechien).

Ana Tot & Lucia Rosenfeld tanzen Tango in Lillis Ballroom

Termine mit Ana Tot bei Lillis Ballroom

Einführungsseminar “First Steps into Tango”: Samstag, 5. Oktober 2025

Two workshops with Ana – experiencing tango with sharpened senses.

Tango Dancing in the Dark – Improver: Sonntag, 19. Oktober 2025

Tango Dancing in the Dark – Improver: Sonntag, 16. November 2025

Improver-Kurse & laufende Formate

Ana unterrichtet auch in unseren neuen „Improver Kursen“ und weiteren regulären Kursen bei Lillis Ballroom.

Ob auf der Bühne, im Unterricht oder auf der Milonga – Ana inspiriert mit ihrer Klarheit, Musikalität und dem tiefen Verständnis für Bewegung. Wir laden Dich herzlich ein, diese Erfahrung mit uns zu teilen!

Die Bedeutung der Fußarbeit und Fußtechnik im Tanz

Fußtechnik beim Tango

Beim Tanzen denken viele zuerst an ausdrucksstarke Bewegungen, elegante Armhaltungen oder eindrucksvolle Posen. Doch eine oft unterschätzte Grundlage für eine geschmeidige und präzise Performance ist die richtige Fußarbeit. Egal, ob du Standardtänze, Ballett oder Tango liebst - eine solide Fußtechnik macht den Unterschied zwischen einem Anfänger und einem Profi.

 

Deine Füße - das Fundament deines Körpers

Die Füße sind nicht einfach das Ende der Bewegung - sie sind ihr Ursprung. Sie tragen nicht nur dein gesamtes Körpergewicht, sondern sie initiieren Bewegung, vermitteln Kraft, Stabilität und ermöglichen feinste Impulse in der Kommunikation mit deinem Tanzpartner.

Viele Tänzer*innen erkennen die wahre Bedeutung ihrer Füße leider erst dann, wenn sie durch eine Verletzung gezwungen sind, sich intensiver mit ihnen auseinanderzusetzen. Nicht wenige sagen später: „Die Fußverletzung war das Beste, was meinem Tanzen passieren konnte.“ Warum? Weil sie danach gelernt haben, den Fuß nicht nur zu platzieren, sondern ihn aktiv zu nutzen.

Das Ergebnis: Mehr Stabilität, besseres Gleichgewicht und eine völlig neue Qualität in der Bewegung.

Ariadna Zaehnsdorf zeigt Tangotänzerinnen eine gute Fussposition
Ariadna Zaehnsdorf

Warum ist eine gute Fußarbeit so wichtig?

1. Balance und Stabilität

Die richtige Platzierung und Aktivierung der Füße sorgt für eine stabile, geerdete Haltung. Besonders im Tango – aber auch in vielen anderen Tänzen – ermöglicht Dir eine bewusste Fußarbeit ein zentriertes, kontrolliertes Tanzen mit klarem Stand.

2. Eleganz, Präzision und Ausdruck

Eine stabile und funktionale Fußarbeit erlaubt es Dir, Deine Energie gezielt zu steuern. Das führt zu fließenden, klaren Bewegungen – ob bei klassischen Ballettschritten oder komplexen Elementen wie Ochos, Barridas oder Ganchos.

3. Power von unten - Bewegung mit Energie

Der Fuß ist Dein geheimes Kraftzentrum. Viele Tänzer*innen unterschätzen, wie viel Energie und Dynamik aus einem gut gesetzten und aktivierten Fuß kommen kann. Mit der richtigen Technik wird selbst ein scheinbar einfacher Schritt zu einem ausdrucksstarken Statement.

4. Kommunikation im Paartanz

Eine stabile Basis unterstützt nicht nur Dich selbst, sondern auch Deinen Tanzpartner. Eine saubere Fußarbeit verbessert das Führen und Folgen - sie schafft Raum für Leichtigkeit, Verbindung und kreative Verzierungen.

5. Verletzungsprävention und Langlebigkeit

Tanzen soll Freude machen - langfristig. Eine gute Fußtechnik schont Gelenke, vermeidet Überlastung und schützt vor typischen Verletzungen, die durch falsche Belastung entstehen können.

Fussarbeit beim Tango
Fussarbeit beim Tango

Was du konkret tun kannst

Ein gutes Techniktraining beginnt von unten nach oben. In speziellen Kursen - zum Beispiel im Tango - werden die Füße gezielt gestärkt, mobilisiert und technisch geschult. Bereits das Warm-up legt hier den Fokus auf Kraft, Beweglichkeit und bewusste Haltung.

Cleveres biomechanisches Wissen über den effizienten Einsatz Deiner Füsse hilft Dir, komplexe Elemente wie Kreuzschritte, Ochos oder Drehungen mühelos zu tanzen. Und das Beste: Je besser Deine Fußarbeit wird, desto mehr Freiheit hast du für stilvolle Verzierungen und individuelle Ausdrucksformen.

Tipps für eine bessere Fußarbeit

  • Stärke Deine Füße regelmäßig, z. B. mit gezielten Warm-ups, Dehnungen und Übungen für das Fußgewölbe.
  • Übe bewusst barfuß, um ein besseres Gefühl für den Kontakt zum Boden zu bekommen.
  • Filme dich oder übe vor dem Spiegel, um deine Bewegungen selbst zu analysieren.
  • Vermeide Automatismen – frage dich immer wieder: Führe ich den Schritt bewusst oder nur aus Gewohnheit aus?
  • Trainiere langsam und technisch korrekt, bevor du Geschwindigkeit oder Komplexität erhöhst.

Fazit

Die Füße sind viel mehr als nur ein Mittel zum Zweck - sie sind das Fundament deines Körpers, dein Kontakt zum Boden, dein Impulsgeber. Wer lernt, den Fuß nicht nur zu benutzen, sondern ihn richtig einzusetzen, wird belohnt: mit mehr Sicherheit, Ausdruck, Eleganz und vor allem einem neuen Körpergefühl.

Weiterführende Informationen

Tango Technik Kurs: Dienstags um 18:45 Uhr, Kauf von Einteltickets möglich

Tango Improver Kurs Dynamik & Musikalität: Dienstags um 20:15 Uhr, Kauf von Einzeltickets möglich

Elgeance in Tango Workshop: Sonntag, dem 02. 11.2025 von 12:45 bis 15:45 Uhr mit Chiara Greco auf Englisch

Im Lot – Die Achse im Tango

Ana Tot hält sich vor einer Wand mit Grafitti an einer Stange fest und streckt ein Bein in Tanzsposte nach hinten.

Wenn wir tanzen, bewegt sich nicht nur unser Körper – auch unser Gleichgewicht, unsere Wahrnehmung und unser Zusammenspiel mit dem Partner verändern sich. Eine der zentralen Grundlagen für all das ist die Achse. Doch was genau ist damit gemeint – und warum spielt sie im Tango eine so entscheidende Rolle?

Die Körperachse – Dein innerer Lotstab

Im körperlichen Sinn bezeichnet die Achse eine gedachte Linie, die unseren Körper senkrecht von Kopf bis Fuß durchzieht – vergleichbar mit einem Lot, das uns Stabilität und Orientierung gibt. In der Tanztechnik geht es darum, diese Achse bewusst wahrzunehmen, auszurichten und im Bewegungsfluss zu halten.

Dabei ist der Körper nicht eindimensional, sondern verfügt über mehrere funktionale Achsen, die im Tanz zusammenspielen müssen:

  • die vertikale Hauptachse: die Wirbelsäule, die uns aufrichtet und zentriert.
  • die Standbeinachse: die Linie zwischen Schulter und tragendem Bein – entscheidend für Stabilität in Bewegung.
  • die Spielbeinachse (bzw. die freie Seite): die Gegenseite, die Bewegungsfreiheit braucht, aber dennoch mit dem Gesamtsystem in Verbindung steht.
  • Ein harmonisches Zusammenspiel dieser Achsen schafft Balance, Eleganz und Bewegungsfluss. Wer gut auf seiner Achse steht, tanzt nicht nur schöner – sondern vor allem effizienter, stabiler und freier.

Zwei Tänzereinnen halten sich in Tangopose.
Achse beim Tango

Biomechanisch gesehen bedeutet das:

  • Die Gelenke (vor allem Sprunggelenke, Knie, Hüften und Wirbelsäule) sind im Gleichgewicht zueinander organisiert.
  • Die Muskulatur arbeitet funktional – also nicht mit Kraft gegen sich selbst, sondern im Zusammenspiel.
  • Die Schwerkraft wird nicht bekämpft, sondern genutzt.
  • Die Paarachse – Verbindung mit Verantwortung

Im Tango tanzen wir zu zweit – und das bringt eine zweite Dimension der Achse ins Spiel: die gemeinsame Achse im Paar.
Diese entsteht, wenn beide Partner*innen nicht nur gut auf ihrer eigenen Achse stehen, sondern auch bewusst Verbindung zueinander aufnehmen. Dabei gibt es zwei grundsätzliche Zustände:

Tanz auf zwei Achsen – jede*r steht auf der eigenen Achse, es gibt Verbindung, aber auch Eigenständigkeit.
Tanz auf einer gemeinsamen Achse – oft in engen Umarmungen oder in bestimmten Figuren: Hier wird eine temporäre gemeinsame Achse gebildet. Beide Körper richten sich aufeinander aus und stützen sich wechselseitig.
Das erfordert Sensibilität, Präsenz und körperliches Zuhören. Wer zu stark drückt oder hängt, bringt die Balance des anderen ins Wanken. Wer seine eigene Achse hält, ermöglicht dem Gegenüber Freiheit.

Training für die Achse – von innen nach außen

Eine gute Achse ist kein Zufallsprodukt – sie ist das Ergebnis von bewusstem Körpertraining. In unseren Kursen und Technikstunden arbeiten wir gezielt an:

  • Aufrichtung und Erdung
  • Gelenkorganisation und Mobilität
  • Körperwahrnehmung (Propriozeption)
  • Zentrierung von Bewegungen um die eigene Mitte
  • Klarheit im Gewichtwechsel
  • Koordination der drei Achsen im Tanz
  • Diese Arbeit ist nicht nur technisch wertvoll – sie schafft auch ein neues Körpergefühl, mehr Präsenz und ein feineres Gespür für den Partner, die Musik und sich selbst.

Tanju Yildìrim erklärt einer Tänzerin etwas zu Achse und Spielbein
Tanju Yldirìm

Fazit: Deine Achsen sind Dein Anker

Im Tango lernen wir, uns selbst zu tragen – und gleichzeitig mit einem anderen Körper in Verbindung zu treten. Die Achse ist dabei der Schlüssel: zu Stabilität, Leichtigkeit und echtem Miteinander.
Ob Du gerade Deine ersten Schritte machst oder schon lange tanzt – die bewusste Arbeit an Deinen drei Körperachsen wird Dein Tanzerlebnis auf ein neues Level bringen. Und wer weiß: Vielleicht bringen sie Dich nicht nur besser ins Gleichgewicht, sondern auch ein Stück näher zu Dir selbst.

Majo Martirena & Rodrigo Fonti – Einzigartige Kreativität im Tango

Majo Martirena & Rodrigo Fonti Bild: @ Nicolas Foong

Tango ist mehr als nur ein Tanz – er ist eine Sprache, eine Emotion, ein Ausdruck von Persönlichkeit und Verbundenheit. Und wenn zwei Tänzer mit außergewöhnlicher Kreativität, technischer Exzellenz und tiefer Leidenschaft aufeinandertreffen, entsteht etwas Magisches. Genau das verkörpern Majo Martirena und Rodrigo Fonti, ein Tango-Paar, das die Szene mit ihrer einzigartigen Energie bereichert.

Majo Martirena – Ausdrucksstarke Dynamik aus Uruguay

Majo wurde in Uruguay geboren und begann mit 16 Jahren zu tanzen. Schnell entwickelte sie sich zu einer herausragenden Tänzerin und Lehrerin. Ihre Karriere führte sie durch ganz Uruguay, bis sie in Buenos Aires Teil der renommierten DNI Tango Company and School wurde. Dort verbrachte sie sechs Jahre als Tänzerin und Lehrerin, tanzte auf den wichtigsten Bühnen und in den bekanntesten Milongas der Stadt.

Mit ihrer Erfahrung, ihrer präzisen Technik und ihrem unverwechselbaren Stil wurde sie eine gefragte Künstlerin auf internationalen Festivals. Sie arbeitete mit Größen wie Mariano "Chicho" Frumboli und Horacio "Pebete" Godoy zusammen, tanzte mit Carlos Espinoza in Lyon und tourte mit Pablo Rodriguez durch Europa und Asien. Zudem war sie Mitbegründerin der Tango-Schule "La Bicicleta" in Turin, wo sie zwei Jahre lang unterrichtete und ein Lehrerteam ausbildete.

Majo ist bekannt für ihre ausdrucksstarke und dynamische Tanzweise, die Emotionen spürbar macht. Ihr Ziel ist es, Tänzer*innen zu inspirieren, ihren eigenen Ausdruck im Tango zu finden.

Rodrigo Fonti – Die Fusion aus Tango und moderner Bewegungskunst

Rodrigo Fonti stammt aus Neuquén, im Süden Argentiniens, und begann mit 16 Jahren, Tango zu tanzen. Seine tänzerische Entwicklung wurde von seiner Ausbildung an der Experimental Contemporary Dance School geprägt, wo er sich intensiv mit Choreografie und Bühnenperformance auseinandersetzte.

2010 zog er nach Buenos Aires, um tiefer in die Welt des Tango einzutauchen und den „Milonguero Spirit“ hautnah zu erleben. Dort wirkte er in mehreren Theaterproduktionen mit und tourte mit Stücken wie "Kambras", "El sonido de la caricia" oder "No bailaras" durch Europa.

„Ich unterrichte nicht, um meine Schüler so tanzen zu lassen wie mich. Ich unterrichte, damit sie ihren Tango finden – so gut wie möglich“, sagt Rodrigo.

Was Rodrigo auszeichnet, ist seine Fähigkeit, traditionelles Tango-Vokabular mit der Dynamik und Freiheit des zeitgenössischen Tanzes zu verbinden. Seine Bewegungen sind frisch, kraftvoll und dennoch tief verwurzelt in der Essenz des Tango. Seine Lehrmethoden helfen Tänzer*innen, ihren eigenen Stil zu entwickeln – individuell, komfortabel, frei und dennoch eng verbunden mit dem Partner und der Musik. Seine künstlerische Reise ist eine ständige Evolution – ein Prozess des Entdeckens, Kreierens und Innovierens.

Majo Martirena & Rodrigo Fonti, Foto: Iris Rogozhyna
Foto: Iris Rogozhyna

Eine faszinierende Verbindung – Improvisation & Kreativität

Wenn Majo und Rodrigo gemeinsam auf der Bühne stehen, passiert etwas, das sich schwer in Worte fassen lässt. Sie verkörpern Tango in all seinen Facetten – verspielt, sinnlich, tief emotional und voller Überraschungen. Ihre Fähigkeit zur Improvisation, ihr technisches Können und ihre Offenheit für verschiedene Tango-Stile machen sie zu einem der aufregendsten Tanzpaare der heutigen Szene.

Ob in der engen Milonguero-Embrace oder in spektakulären off-axis Moves – ihre Verbindung bleibt immer authentisch und lebendig. Ihre Workshops sind geprägt von Freude, Kreativität und einer ansteckenden Energie, die Tänzer*innen aller Levels inspiriert.

Majo Martirena und Rodrigo Fonti zeigen, dass Tango kein starres Regelwerk ist, sondern eine unendliche Welt an Möglichkeiten. Ihre Kunst berührt, bringt zum Lächeln und manchmal sogar zu Tränen.

Lasst uns gemeinsam entdecken, was noch alles im Tango steckt.

 

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Mehr Informationen

Mehr über das Seminar sowie Maja Martireno und Rodrigo Fonti

Tango Seminar mit Maja & Rodrigo am Sonntag, dem 1. Juni 2025 von 12:30 bis 15:45 Uhr (Facebook Event)

Cafecito im Anschluss mit den beiden

 

Majo Martireno

Facebook: @mariajose.martirena

Instagram: @majomartirena

 

Rodrigo Fonti

Facebook: @rodrigofonti

Instagram: @rodrigo.fonti

 

Keila & Ariadna: Tango neu gedacht – Inklusiv, leidenschaftlich und weltoffen

Ariadna und Keila beim Queer Tango Unterricht in Pose in Lillis Ballroom

Tango ist mehr als nur ein Tanz – er ist eine Sprache, eine Leidenschaft und ein Ausdruck von Kultur und Identität. Keila Luciano und Ariadna Zaehnsdorf, zwei argentinische Tango-Lehrerinnen, haben es sich zur Aufgabe gemacht, diesen traditionellen Tanz mit einer neuen Perspektive zu verbinden. Sie vereinen in ihrer Arbeit die Liebe zur Geschichte des Tangos mit einem modernen, inklusiven Ansatz, der alte Rollenbilder hinterfragt und Tanzpartner*innen ermöglicht, sowohl führende als auch folgende Positionen einzunehmen.

Beide Tänzerinnen stammen aus Buenos Aires und sind seit ihrer Kindheit mit Tango verbunden. Keila Luciano, geboren in Lanús, Buenos Aires, wurde bereits mit fünf Jahren von ihren Großeltern in die Welt des Tangos eingeführt. Ihre ersten Tanzschritte machte sie mit ihrer Cousine, die damals die führende Rolle übernahm – eine Erfahrung, die später ihren offenen Zugang zu den Tanzrollen prägen sollte.

Im Jahr 2019 zog Keila nach Barcelona, wo sie ihre eigene Tanzkarriere weiterentwickelte. In dieser lebendigen Stadt traf sie Ariadna Zaehnsdorf, und zwischen ihnen entstand sofort eine besondere Verbindung. Bereits im Dezember 2019 tanzten sie gemeinsam ihre erste Show in Barcelona.

Von Barcelona aus in die Welt – Tango für alle

Nach der Pandemie begannen Keila und Ariadna ihre eigene Milonga namens La Despeinada in Barcelona zu organisieren – ein Treffpunkt für alle Tango-Liebhaber, insbesondere für die Queer Tango Community. Diese Milonga wuchs stetig und wurde zu einem wichtigen Ort für Tänzer*innen und Musiker*innen, die ihre Kunst miteinander teilten. Parallel dazu bauten sie mit regelmäßigen Kursen die Tango-Community in Barcelona weiter aus.

Ein entscheidender Moment in Keilas Karriere war ihr Aufenthalt in Argentinien im Jahr 2022. Dort entdeckte sie ihre Leidenschaft als Tango-DJ (TDJ) und begann, Musik für Milongas aufzulegen. Die Möglichkeit, verschiedene Musikgeschmäcker und Vorlieben in unterschiedlichen Städten zu erleben, faszinierte sie und wurde ein fester Bestandteil ihrer Arbeit.

Nach ihrer Rückkehr nach Europa starteten Keila und Ariadna eine Tour durch zahlreiche europäische Städte, darunter London, Paris, Wien, Rom, Turin, Florenz, Genua, Zürich und viele mehr. Ihr Ziel: Tango als eine Kunstform zu präsentieren, die von allen Menschen unabhängig von Geschlecht und traditionellen Rollenbildern getanzt werden kann.

Ein neuer Blick auf den Tango – Inklusion und Verbindung

Keila und Ariadna lehren Tango auf ihre eigene besondere Art. Ihr Fokus liegt auf der Verbindung zwischen den Tanzpartner*innen – nicht nur physisch, sondern auch emotional. Sie ermutigen ihre Schüler*innen, sich auf die Bewegung von innen heraus einzulassen, um eine authentische Kommunikation im Tanz zu ermöglichen.

Ihr Unterricht ist nicht nur technisch präzise, sondern auch spielerisch und empathisch. Sie legen großen Wert darauf, dass das Lernen Freude macht und dass sich jeder willkommen fühlt – unabhängig von Tanzniveau, Erfahrung oder Geschlechtsidentität. In ihren Kursen gibt es keine festen Geschlechterrollen: Jeder kann sowohl führen als auch folgen, denn für sie ist es letztlich eine gemeinsame Bewegung zwischen zwei Menschen.

Keila Luciano ballt die Fäuste während sie bei zufriedenem Gesichtsausdruck die Augen geschlossen hat.
Keila Luciano

Barcelona Queer Tango Festival – Ein Meilenstein für die Community

Ein weiterer Höhepunkt in ihrer Karriere war die Organisation des ersten Barcelona Queer Tango Festivals im November 2023. Mit über 250 Teilnehmern aus 25 verschiedenen Städten war dieses Event ein voller Erfolg und stellte einen bedeutenden Moment für die internationale Queer Tango Community dar. Es bewies, dass Tango in all seinen Formen und Variationen Menschen weltweit verbindet und berührt.

Neuer Lebensabschnitt in Italien – Tango wächst weiter

2024 begann für Keila mit einem neuen Kapitel: Sie zog nach Turin, um ihre Tango-Reise von dort aus fortzusetzen. Trotz der Veränderung blieb sie weiterhin aktiv in der Tango-Szene, organisierte mit Ariadna die erste Ausgabe des La Despeinada Tango Marathons in Barcelona und setzte ihre Tour durch Europa fort.

Ein Tango für alle – Die Vision von Keila und Ariadna

Keila Luciano und Ariadna Zaehnsdorf stehen für einen Tango, der Tradition und Moderne verbindet. Sie respektieren die Geschichte des Tangos, sind aber gleichzeitig bereit, alte Muster zu überdenken und neue Wege zu gehen. Ihr Ziel ist es, eine inklusive, offene und respektvolle Tango-Community zu schaffen, in der sich jede*r frei ausdrücken kann.

Mit ihrer Arbeit bringen sie nicht nur ein Stück Buenos Aires nach Europa, sondern zeigen auch, dass Tango für alle da ist – unabhängig von Geschlecht, Identität oder Erfahrung. Ihr Erfolg beweist, dass Tango lebt, sich weiterentwickelt und immer wieder neue Generationen von Tänzer*innen inspiriert.

Wer also Tango in einer herzlichen, modernen und inklusiven Atmosphäre erleben möchte, sollte die Workshops, Kurse, Milongas oder Events von Keila Luciano und Ariadna Zaehnsdorf auf keinen Fall verpassen.

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Mehr über das Seminar sowie Ariadna Zaehnsdorf & Keila Luciano

 

Queer Tango Seminar am Sonntag, dem 6. April 2025 von 13:00 bis 15:45 Uhr (Facebook Event)

Cafecito im Anschluss mit den beiden (Facebook Event)

 

Ariadna Zaehensdorf & Keila Luciano gemeinsam

Instagram: @la.despeinada.tango

YouTube: @la.despeinada

Keila Luciano:

Instagram: @keilula

Facebook: @luciana.keila.7

Ariadna Zaehnsdorf

Instagram: @zaehnsdorf

Queer Tango: Eine Erweiterung der traditionellen Tango-Kultur

schwarz-weiß Bild Vincent & Tata in Tangoumarmung
Der argentinische Tango wird oft als ein sinnlicher, verführerischer Tanz wahrgenommen – als ein Spiel der Verführung mit klar verteilten Rollen: Der Mann führt, die Frau folgt. Dieses Bild ist tief im kollektiven Unbewussten verankert und prägt, bewusst oder unbewusst, die soziale Dynamik auf der Tanzfläche. Doch diese Reduktion wird dem Wesen des Tangos nicht gerecht.

Tango ist weit mehr als nur ein Tanz – er ist eine Begegnung, ein Dialog, ein Moment der völligen Hingabe an Musik, Bewegung und dendie Partnerin. In seinem Kern geht es nicht um Geschlechterrollen, sondern um Verbindung und Kommunikation.

Mit dem Aufstieg queerer Kultur und queerer Sichtbarkeit hat sich auch die Tango-Szene weiterentwickelt. Der Queer Tango ist längst mehr als nur eine Alternative zum traditionellen Tanzstil – er ist eine Bewegung, die Grenzen überwindet, Hierarchien hinterfragt und eine neue Art des Miteinanders auf der Tanzfläche ermöglicht.

Queer Tango: Ein Raum für Identität, Freiheit und Gleichberechtigung

Der Queer Tango entstand im Einklang mit queeren soziopolitischen Bewegungen – nicht nur als sicherer Raum für Menschen, die sich außerhalb binärer Normen bewegen, sondern auch als künstlerische Weiterentwicklung des Tanzes selbst.

Eine der wichtigsten Innovationen des Queer Tango ist die doppelte Rollentechnik. In der traditionellen Tango-Kultur ist die Rolle klar festgelegt: Einer führt, einer folgt. Im Queer Tango hingegen lernen Tänzer*innen beide Rollen – und mit dieser Freiheit kommt eine neue Virtuosität. Die Fähigkeit, sowohl zu führen als auch zu folgen, eröffnet ein ganz neues tänzerisches Erlebnis und stellt zugleich das alte Machtgefälle infrage.

Tango war schon immer eine stark kodifizierte Kunstform. Doch mit der Weiterentwicklung der Gesellschaft und dem wachsenden Bewusstsein für Diversität wurde er von einer Gemeinschaft genutzt, um starre Strukturen aufzubrechen. Ohne dabei die Technik oder die Essenz des Tangos zu verfälschen, trägt der Queer Tango dazu bei, neue Paradigmen von Freiheit, Gleichberechtigung und Inklusion zu schaffen.

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Superheld*innen des Queer Tango

Seit vielen Jahren wachsen und florieren Initiativen rund um den Queer Tango. Menschen aus aller Welt – unabhängig von Geschlecht, Sexualität, Herkunft oder sozialem Status – finden hier einen Raum, in dem sie sich frei ausdrücken können.
Diejenigen, die diese Bewegung vorantreiben, die queere Identität mit der Kunst des Tangos verbinden und neue Räume der Begegnung schaffen, sind wahre Heldinnen. Von den Pionierinnen, die den Queer Tango ins Leben gerufen haben, bis hin zu denjenigen, die gerade erst beginnen, diese Tanzwelt für sich zu entdecken – sie alle tragen zur Vielfalt und Offenheit dieser einzigartigen Community bei.

Unsere Pädagogik: Tango in beiden Rollen lehren

Unsere eigene Lehrmethode ist geprägt von der Überzeugung, dass jede*r beide Rollen lernen sollte. In unseren Kursen vermitteln wir die Technik sowohl des Führens als auch des Folgens mit der gleichen Wertschätzung und Aufmerksamkeit. Denn erst durch das Verständnis beider Seiten wird der Tango zu einem wirklich freien, individuellen Ausdruck.

 

Unsere tänzerischen Hintergründe reichen von klassischem Ballett über zeitgenössischen Tanz bis hin zu Contact Improvisation. Diese Erfahrungen nutzen wir, um das Körperbewusstsein unserer Schüler*innen zu fördern und ihnen die Werkzeuge zu geben, sich selbst im Tango neu zu entdecken.

 

Denn in jeder Umarmung, in jedem Schritt steckt eine Geschichte – eine einzigartige Mischung aus Erlebnissen, Emotionen und Identitäten. Tango war schon immer ein Tanz der Begegnung, des Austauschs und der Transformation. Der Queer Tango führt diese Tradition fort, indem er den Tanz für alle öffnet, die sich darin wiederfinden wollen.
Lasst uns gemeinsam tanzen, experimentieren und neue Wege beschreiten – frei von Konventionen, mit Respekt und Liebe für die Vielfalt des Lebens.
Ein Gastbeitrag von Vincent Hodin & Tada Kokeguchi, übersetzt von Maria Theresia Mühlbacher

 

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Mehr über das Seminar sowie Vincent Hodin & Tada Kokeguchi

Queer Tango Seminar am Sonntag, dem 2. März 2025 von 13:00 bis 15:45 Uhr

Cafecito im Anschluss mit den beiden

Vincent Hodin

Instagram: @vincent.hodin
YouTube: @vinctango

Tada Kokeguchi

Instagram @tada_ko

Vincent & Tada – Mit Queer Tango zu Gast bei Lillis Ballroom

Vincent Hodin & Lucrecio Robledo tanzen gemeinsam in Lillis Ballroom

 

 

Mit dem Seminar von Vincent Hodin & Tada Kokeguchi im März beginnt eine Reihe von Workshops mit hochinteressanten internationalen Gastdozenten, die wir Euch hier im Blog nach und nach vorstellen möchten.

Vincent Hodin, ein erfahrener Tangolehrer aus Paris, hat bereits im Dezember 2023 zwei sehr inspirierende Queer-Tango-Workshops bei uns im Ballroom gehalten. Er unterrichtet sowohl auf traditionellen als auch auf Queer-Tango-Events weltweit. Diesesmal begleitet Ihn als Tanzpartner Tada Kokeguchi.

In diesem Beitrag erzählt Vincent von seiner tänzerischen Reise, seiner Philosophie und warum Tango für ihn weit mehr als nur ein Tanz ist.

Vincent Hodin
Vincent Hodin

Vincent Hodin: Eine Reise in die Welt des Tango

"Durch den Tanz konnte ich mich schon immer über Worte hinaus ausdrücken. Tanzen, ohne die nächste Bewegung vorherzusehen, bereitet mir tiefe Freude. Die leere Seite. Keine Kontrolle darüber, was herauskommt."

Diese Worte von Vincent spiegeln wider, was Tango für ihn bedeutet – ein Spiel mit Improvisation, eine Begegnung im Moment. Seine tänzerische Laufbahn begann nicht mit Tango, doch als er 2013 während einer Reise nach Argentinien zum ersten Mal auf einer Milonga tanzte, war ihm sofort klar: Etwas hat mich gepackt, und nichts wird mehr so sein wie vorher.

Er begann intensiv zu lernen – zunächst im renommierten DINZEL-Studio in Buenos Aires, später in Córdoba und Paris. Besonders faszinierte ihn der Rollenwechsel, eine Freiheit, die den Tango für ihn noch vielschichtiger machte.

Heute unterrichtet Vincent in traditionellen sowie Queer-Tango-Kreisen, leitet Workshops auf internationalen Festivals und ist Mitorganisator des renommierten Queer-Tango-Festivals „La Vie en Rose“ in Paris. Seine Mission: die Essenz des Tango weiterzugeben – als Tanz, als Dialog, als Ausdruck von Verbindung.

Queer Tango: Ein Tanz der Freiheit

Queer Tango ist weit mehr als nur eine Variante des traditionellen argentinischen Tangos. Er bricht mit den klassischen Rollenbildern, in denen Männer führen und Frauen folgen. Er ist ein inklusiver Tango, der alle willkommen heißt – unabhängig von Identität, Geschlecht oder Sexualität.

"Wir sollten uns darüber freuen, dass sich der traditionelle Tango zunehmend dem sogenannten Queer-Tango öffnet. Heute ist es immer häufiger möglich, auch auf traditionellen Milongas gleichgeschlechtliche Paare tanzen zu sehen. Doch Queer Tango schafft auch einen sicheren Raum für diejenigen, die in der Gesellschaft oft mit Vorurteilen konfrontiert sind."

Überall auf der Welt gibt es inzwischen Queer-Milongas, die diesen offenen und kreativen Zugang feiern. Und bei internationalen Queer-Tango-Festivals kommen Tänzer*innen zusammen, um in einer respektvollen und offenen Atmosphäre gemeinsam zu tanzen und zu lernen.

Vincent Hodin

Tango als Sprache – Vincents pädagogischer Ansatz

"Wie eine Fremdsprache lernen wir, Tango zu sprechen. Sobald dieser Code in unserem Körper integriert ist, öffnet sich ein Raum für Kreativität und Individualität."

Vincent legt in seinem Unterricht besonderen Wert auf die Verbindung zwischen den Partnern. Für ihn ist Tango keine Frage von Dominanz oder Hierarchie, sondern von gegenseitigem Zuhören.

"Eine Frau befolgt nicht die Anweisungen eines Mannes – die Person, die folgt, bringt ihre eigene Farbe in die Bewegung ein. Deshalb ermutige ich alle, die Rollen zu wechseln, unabhängig von ihrer Identität."

Dank präziser Technik entsteht eine starke Verbindung, die es ermöglicht, sich frei und improvisiert auf die Musik einzulassen. Tango ist kein Macho-Tanz, sondern ein Dialog – eine Begegnung im Moment.

Erlebt Vincent live!

Wir freuen uns, Vincent Hodin im März bei uns begrüßen zu dürfen! Sein Seminar wird nicht nur eine Gelegenheit sein, Tango in all seinen Facetten zu erleben, sondern auch ein Ort des Austauschs, der Inspiration und der tänzerischen Weiterentwicklung.

Bleibt dran – wir werden Euch hier im Blog weitere spannende internationale Gastdozenten vorstellen!

 

Fotos by @timhuening.photography

 

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Mehr über das Seminar sowie Vincent Hodin & Tada Kokeguchi

Queer Tango Seminar am Sonntag, dem 2. März 2025 von 13:00 bis 15:45 Uhr

Cafecito im Anschluss mit den beiden

Vincent Hodin

Instagram: @vincent.hodin
YouTube: @vinctango

Tada Kokeguchi

Instagram @tada_ko