#MoveWithUs am Diversity Ball 2026

Das Team von Lillis Ballroom am 18. Diversity Ball

Tanz als Begegnung

Vergangenen Samstag stand das Wiener Rathaus ganz im Zeichen von "Move With Us" – dem Motto des diesjährigen Diversity Balls. Und wir waren mittendrin: zum dritten Mal durften wir Teil dieses besonderen Abends sein.

Nachdem wir in den vergangenen Jahren unterschiedliche Tanzworkshops gestaltet haben, waren wir auch heuer wieder mit einem inklusiven Tango-Workshop im Großen Festsaal vertreten. "Move With Us" hat für uns dabei eine ganz eigene Bedeutung bekommen: Denn genau darum geht es im Tango – führen und folgen, aufeinander hören, gemeinsam einen Moment entstehen lassen.

IMG_6800 2

Ein Festsaal voller Bewegung

Den Auftakt machte unsere Geschäftsführerin Petra Schön, die Lillis Ballroom, unser Team und unseren Zugang zum Tanz vorstellte. Anschließend übernahmen Lucia Rosenfeld und Tim Hüning die Workshop-Leitung.

Unterstützt wurden sie von unseren Taxitänzer*innen Chris, Sas und René. In ihren orangen Lillis-Shirts waren sie während des gesamten Workshops gut sichtbar und dort zur Stelle, wo Unterstützung gebraucht wurde. Sie halfen beim Ankommen, beantworteten Fragen und sorgten dafür, dass möglichst viele Menschen aktiv am Workshop teilnehmen konnten.

Nach einem kurzen Warm-up ging es direkt in die Bewegung. Schon nach wenigen Minuten wurden die ersten Schritte ausprobiert und erste Tanzbegegnungen entstanden. Menschen, die einander zuvor nicht kannten, fanden sich plötzlich gemeinsam auf der Tanzfläche wieder.

Tango als gemeinsamer Dialog

Was uns am Tango immer wieder begeistert, konnten wir auch an diesem Abend erleben: Es geht nicht darum, Schritte perfekt auszuführen. Es geht darum, aufeinander zu hören, Vertrauen aufzubauen und gemeinsam etwas entstehen zu lassen.

Besonders schön war zu beobachten, wie selbstverständlich Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen und Voraussetzungen miteinander ins Tanzen kamen. Genau darin sehen wir die Stärke von Tanz: Er schafft Begegnung, wo Worte manchmal nicht ausreichen.

Tanz als Begegnung Vergangenen Samstag durften wir bereits zum dritten Mal Teil des Diversity Ball sein. Nachdem wir in den vergangenen Jahren unterschiedliche Tanzworkshops gestaltet haben, waren wir auch heuer wieder mit einem inklusiven Tango-Workshop im Großen Festsaal vertreten. Der Diversity Ball ist für uns jedes Jahr ein besonderer Termin. Hier treffen Menschen mit unterschiedlichsten Hintergründen, Erfahrungen und Lebensrealitäten aufeinander – genau jene Vielfalt, die auch unsere Arbeit bei Lillis Ballroom prägt. Besonders freuen wir uns über die langjährige Verbindung zum Ball: Im vergangenen Jahr wurden wir dort mit dem Preis der Vielfalt in der Kategorie KMU ausgezeichnet. Umso schöner war es, heuer wieder einen Beitrag zum Programm leisten zu dürfen. Ein Festsaal voller Bewegung Den Auftakt machte unsere Geschäftsführerin Petra Schön, die Lillis Ballroom, unser Team und unseren Zugang zum Tanz vorstellte. Anschließend übernahmen Lucia Rosenfeld und Tim Hüning die Workshop-Leitung. Unterstützt wurden sie von unseren Taxitänzer*innen Chris, Sas und René. In ihren orangen Lillis-Shirts waren sie während des gesamten Workshops gut sichtbar und dort zur Stelle, wo Unterstützung gebraucht wurde. Sie halfen beim Ankommen, beantworteten Fragen und sorgten dafür, dass möglichst viele Menschen aktiv am Workshop teilnehmen konnten. Nach einem kurzen Warm-up ging es direkt in die Bewegung. Schon nach wenigen Minuten wurden die ersten Schritte ausprobiert und erste Tanzbegegnungen entstanden. Menschen, die einander zuvor nicht kannten, fanden sich plötzlich gemeinsam auf der Tanzfläche wieder. Tango als gemeinsamer Dialog Was uns am Tango immer wieder begeistert, konnten wir auch an diesem Abend erleben: Es geht nicht darum, Schritte perfekt auszuführen. Es geht darum, aufeinander zu hören, Vertrauen aufzubauen und gemeinsam etwas entstehen zu lassen. Besonders schön war zu beobachten, wie selbstverständlich Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen und Voraussetzungen miteinander ins Tanzen kamen. Genau darin sehen wir die Stärke von Tanz: Er schafft Begegnung, wo Worte manchmal nicht ausreichen. Vom ersten Schritt zur Improvisation Im Laufe des Workshops wurden aus ersten Übungen kleine Tanzdialoge. Gegen Ende war sogar Raum für freies Improvisieren. Viele Teilnehmer*innen nutzten die Gelegenheit, das Gelernte auszuprobieren und ihren eigenen Zugang zum Tango zu entdecken. Für uns sind diese Momente immer die schönsten: Wenn aus einer angeleiteten Übung plötzlich echte Begegnungen entstehen. Nicht nur Tango

Vom ersten Schritt zur Improvisation

Im Laufe des Workshops wurden aus ersten Übungen kleine Tanzdialoge. Gegen Ende war sogar Raum für freies Improvisieren. Viele Teilnehmer*innen nutzten die Gelegenheit, das Gelernte auszuprobieren und ihren eigenen Zugang zum Tango zu entdecken.

Für uns sind diese Momente immer die schönsten: Wenn aus einer angeleiteten Übung plötzlich echte Begegnungen entstehen.

Nicht nur Tango

Bei Lillis Ballroom dreht sich alles um Tango. Aber nicht jeder Mensch liebt Tango – und das muss er auch nicht. Gemeinsam mit Manfred (Manny) Schütz nutzten wir den Abend, um auch unseren Verein Tanzen ohne Grenzen vorzustellen, der wie Lillis Ballroom zur Lillis Stadtbahnbögen gehört. Herzstück dort: die neuen "Moving Together"-Kurse, freies Tanzen für alle – dank der Förderung von Licht ins Dunkel auch finanziell barrierefrei und mit ÖGS-Dolmetchung. Alle Infos gibt es hier.

Das Team von Lillis Ballroom am 18. Diversity Ball

Danke für einen besonderen Abend

Nach dem Workshop blieb noch Zeit für Gespräche, Fragen und gemeinsames Tanzen. Viele Besucher*innen informierten sich über unsere Herbstkurse, unsere Schnupperwoche oder die Angebote von Tanzen ohne Grenzen.

Wir bedanken uns herzlich beim Team des Diversity Ball für die Einladung, bei allen Teilnehmer*innen fürs Mittanzen und bei unserem engagierten Team, das diesen Abend möglich gemacht hat.

Wir freuen uns schon jetzt auf ein Wiedersehen beim nächsten Diversity Ball.

Queer Tango for Inclusion beim ImPulsTanz Festival 2026

Auch im Sommer 2026 sind wir wieder Teil des Public-Moves-Programms des ImPulsTanz und laden Euch ein, die vielfältige Welt des inklusiven Queer Tango kennenzulernen.

Queer Tango eröffnet neue Perspektiven auf Begegnung und Kommunikation im Tanz. Traditionelle Rollenbilder werden hinterfragt, Führen und Folgen neu gedacht. Wer setzt Impulse? Wie werden sie wahrgenommen? Wie entsteht Verbindung? Im Mittelpunkt stehen führendes Zuhören, aktives Folgen und ein spielerischer Wechsel der Rollen.

Gleichzeitig macht Queer Tango Inklusion auf besondere Weise erfahrbar. Wir tanzen mit allen Sinnen, stellen das gemeinsame Erleben in den Vordergrund und schaffen Raum für Vielfalt, Offenheit und Begegnung. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich – alle Menschen sind willkommen.

Sommer 2026 – zwei Termine unter freiem Himmel

📍 9. Juni 2026, 18:00–19:15 Uhr
Zaha-Hadid-Platz, Seestadt Wien

📍 15. Juli 2026, 17:00–18:15 Uhr
Schwarzenbergplatz, Wien

Die Teilnahme ist kostenlos. Die Reservierung wird jeweils am Vortag um 14:00 Uhr freigeschaltet.

Wir freuen uns darauf, mit Euch zu tanzen, zu experimentieren und Tango als Raum für Vielfalt, Verbindung und Inklusion zu erleben. 🌈💃🕺✨

Hier geht es zur Reservierung!

9b1e306847f23b4e7f6ea206cce65839__LuciaRosenfeld_KrootJuurak_c_Tim_Hu_ning_02__RSZw900

Rückblick auf den Queer Tango Workshop vom 3.12.2023 mit Vincent Hodin & Lucrecio Robledo

Im Paar beim Erklären der Schritte

Vincent Hodin kommt wieder zu uns nach Wien!

Erinnert ihr euch noch an den 3. Dezember? In Lillis Ballroom herrschte eine ganz besondere Energie, als wir gemeinsam mit Lucrecio Robledo und Vincent Hodin in die Welt des Queer Tango eingetaucht sind. Es war ein Wochenende, an dem fixierte Rollenbilder keinen Platz hatten und der Fokus allein auf dem Spaß und der Verbindung im Tanz lag.

In unserer Fotogalerie unten könnt ihr die schönsten Momente noch einmal Revue passieren lassen: das Lachen beim "Playful Milonga" Workshop, wo wir lernten, auch auf engstem Raum rhythmisch und sicher zu tanzen, und die konzentrierte Atmosphäre, als wir im zweiten Workshop die fließenden Übergänge zwischen Führen und Folgen erforschten.

Besonders beeindruckend war es, von der Expertise der beiden zu lernen: Lucre, der den Queer Tango bereits 2013 in Argentinien mitbegründete, und Vincent, dessen Leidenschaft für den Rollenwechsel spürbar war, seit er in Buenos Aires acht Stunden täglich trainierte. Für beide ist Tango vor allem eines: Kommunikation auf Augenhöhe.

Die Vorfreude steigt: Tango Boost Weekend im Juni!

Warum wir gerade jetzt zurückblicken? Weil wir gute Nachrichten haben: Vincent Hodin kommt wieder nach Wien!

Wer die Energie vom letzten Mal vermisst hat oder Vincent zum ersten Mal erleben möchte, sollte sich das Tango Boost Weekend am 6. und 7. Juni nicht entgehen lassen. Es ist die perfekte Gelegenheit, eure Technik zu verfeinern und Vincents Begeisterung für den Tanz live zu erleben.

Hier geht es direkt zur Info und Buchung

So geht es weiter...

Vincents Besuche in Wien sind mittlerweile zu einem echten Highlight in unserem Kalender geworden. Wer diese Mischung aus technischer Präzision und kreativer Freiheit erneut (oder zum ersten Mal) erleben möchte, sollte sich den Frühsommer rot im Kalender markieren:

Beim Tango Boost Weekend am 6. und 7. Juni bietet sich die nächste Gelegenheit, tief in diese Materie einzutauchen und den eigenen Tanz auf das nächste Level zu heben.

 

Mehr über das Tango-Boost-Weekdend mit Vincent Hodin 

 

Samstag, 06.06.2026

14:15-15:45 Uhr
Role Switch Flow – Rollen flüssig wechseln
Techniken für nahtlose Rollenwechsel mitten im Tango: beim Gehen, in Drehungen oder in Ochos.

16:15-17:45 Uhr
Creative Expression – Ideen im Tanz entfalten
Spielerische Sequenzen, Variationen und kleine Improvisationen, um den Tango bunter, persönlicher und ausdrucksstärker zu gestalten.

 

Sonntag, 07.06.2026

14:15-15:45 Uhr
Musicality Lab – Tanz mit der Musik
Wie kann ich körperlich ausdrücken was ich in der Musik höre? Akzente, Pausen, Phrasen und rhythmische Nuancen bewusst nutzen.

16:00 -20:00
Cafecito Special Edition
Am Sonntag gibt es unser geliebtes Cafecito eine Stunde länger als sonst. Mehr Zeit zum Tanzen, Plaudern und Genießen.

Hier jeden Workshop einzeln oder alle drei gemeinsam buchen!

Cafecito im Anschluss mit den beiden

Keila & Ariadna: Tango neu gedacht – Inklusiv, leidenschaftlich und weltoffen

Ariadna und Keila beim Queer Tango Unterricht in Pose in Lillis Ballroom

Tango ist mehr als nur ein Tanz – er ist eine Sprache, eine Leidenschaft und ein Ausdruck von Kultur und Identität. Keila Luciano und Ariadna Zaehnsdorf, zwei argentinische Tango-Lehrerinnen, haben es sich zur Aufgabe gemacht, diesen traditionellen Tanz mit einer neuen Perspektive zu verbinden. Sie vereinen in ihrer Arbeit die Liebe zur Geschichte des Tangos mit einem modernen, inklusiven Ansatz, der alte Rollenbilder hinterfragt und Tanzpartner*innen ermöglicht, sowohl führende als auch folgende Positionen einzunehmen.

Beide Tänzerinnen stammen aus Buenos Aires und sind seit ihrer Kindheit mit Tango verbunden. Keila Luciano, geboren in Lanús, Buenos Aires, wurde bereits mit fünf Jahren von ihren Großeltern in die Welt des Tangos eingeführt. Ihre ersten Tanzschritte machte sie mit ihrer Cousine, die damals die führende Rolle übernahm – eine Erfahrung, die später ihren offenen Zugang zu den Tanzrollen prägen sollte.

Im Jahr 2019 zog Keila nach Barcelona, wo sie ihre eigene Tanzkarriere weiterentwickelte. In dieser lebendigen Stadt traf sie Ariadna Zaehnsdorf, und zwischen ihnen entstand sofort eine besondere Verbindung. Bereits im Dezember 2019 tanzten sie gemeinsam ihre erste Show in Barcelona.

Von Barcelona aus in die Welt – Tango für alle

Nach der Pandemie begannen Keila und Ariadna ihre eigene Milonga namens La Despeinada in Barcelona zu organisieren – ein Treffpunkt für alle Tango-Liebhaber, insbesondere für die Queer Tango Community. Diese Milonga wuchs stetig und wurde zu einem wichtigen Ort für Tänzer*innen und Musiker*innen, die ihre Kunst miteinander teilten. Parallel dazu bauten sie mit regelmäßigen Kursen die Tango-Community in Barcelona weiter aus.

Ein entscheidender Moment in Keilas Karriere war ihr Aufenthalt in Argentinien im Jahr 2022. Dort entdeckte sie ihre Leidenschaft als Tango-DJ (TDJ) und begann, Musik für Milongas aufzulegen. Die Möglichkeit, verschiedene Musikgeschmäcker und Vorlieben in unterschiedlichen Städten zu erleben, faszinierte sie und wurde ein fester Bestandteil ihrer Arbeit.

Nach ihrer Rückkehr nach Europa starteten Keila und Ariadna eine Tour durch zahlreiche europäische Städte, darunter London, Paris, Wien, Rom, Turin, Florenz, Genua, Zürich und viele mehr. Ihr Ziel: Tango als eine Kunstform zu präsentieren, die von allen Menschen unabhängig von Geschlecht und traditionellen Rollenbildern getanzt werden kann.

Ein neuer Blick auf den Tango – Inklusion und Verbindung

Keila und Ariadna lehren Tango auf ihre eigene besondere Art. Ihr Fokus liegt auf der Verbindung zwischen den Tanzpartner*innen – nicht nur physisch, sondern auch emotional. Sie ermutigen ihre Schüler*innen, sich auf die Bewegung von innen heraus einzulassen, um eine authentische Kommunikation im Tanz zu ermöglichen.

Ihr Unterricht ist nicht nur technisch präzise, sondern auch spielerisch und empathisch. Sie legen großen Wert darauf, dass das Lernen Freude macht und dass sich jeder willkommen fühlt – unabhängig von Tanzniveau, Erfahrung oder Geschlechtsidentität. In ihren Kursen gibt es keine festen Geschlechterrollen: Jeder kann sowohl führen als auch folgen, denn für sie ist es letztlich eine gemeinsame Bewegung zwischen zwei Menschen.

Keila Luciano ballt die Fäuste während sie bei zufriedenem Gesichtsausdruck die Augen geschlossen hat.
Keila Luciano

Barcelona Queer Tango Festival – Ein Meilenstein für die Community

Ein weiterer Höhepunkt in ihrer Karriere war die Organisation des ersten Barcelona Queer Tango Festivals im November 2023. Mit über 250 Teilnehmern aus 25 verschiedenen Städten war dieses Event ein voller Erfolg und stellte einen bedeutenden Moment für die internationale Queer Tango Community dar. Es bewies, dass Tango in all seinen Formen und Variationen Menschen weltweit verbindet und berührt.

Neuer Lebensabschnitt in Italien – Tango wächst weiter

2024 begann für Keila mit einem neuen Kapitel: Sie zog nach Turin, um ihre Tango-Reise von dort aus fortzusetzen. Trotz der Veränderung blieb sie weiterhin aktiv in der Tango-Szene, organisierte mit Ariadna die erste Ausgabe des La Despeinada Tango Marathons in Barcelona und setzte ihre Tour durch Europa fort.

Ein Tango für alle – Die Vision von Keila und Ariadna

Keila Luciano und Ariadna Zaehnsdorf stehen für einen Tango, der Tradition und Moderne verbindet. Sie respektieren die Geschichte des Tangos, sind aber gleichzeitig bereit, alte Muster zu überdenken und neue Wege zu gehen. Ihr Ziel ist es, eine inklusive, offene und respektvolle Tango-Community zu schaffen, in der sich jede*r frei ausdrücken kann.

Mit ihrer Arbeit bringen sie nicht nur ein Stück Buenos Aires nach Europa, sondern zeigen auch, dass Tango für alle da ist – unabhängig von Geschlecht, Identität oder Erfahrung. Ihr Erfolg beweist, dass Tango lebt, sich weiterentwickelt und immer wieder neue Generationen von Tänzer*innen inspiriert.

Wer also Tango in einer herzlichen, modernen und inklusiven Atmosphäre erleben möchte, sollte die Workshops, Kurse, Milongas oder Events von Keila Luciano und Ariadna Zaehnsdorf auf keinen Fall verpassen.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Mehr über das Seminar sowie Ariadna Zaehnsdorf & Keila Luciano

 

Queer Tango Seminar am Sonntag, dem 6. April 2025 von 13:00 bis 15:45 Uhr (Facebook Event)

Cafecito im Anschluss mit den beiden (Facebook Event)

 

Ariadna Zaehensdorf & Keila Luciano gemeinsam

Instagram: @la.despeinada.tango

YouTube: @la.despeinada

Keila Luciano:

Instagram: @keilula

Facebook: @luciana.keila.7

Ariadna Zaehnsdorf

Instagram: @zaehnsdorf

Queer Tango: Eine Erweiterung der traditionellen Tango-Kultur

schwarz-weiß Bild Vincent & Tata in Tangoumarmung
Der argentinische Tango wird oft als ein sinnlicher, verführerischer Tanz wahrgenommen – als ein Spiel der Verführung mit klar verteilten Rollen: Der Mann führt, die Frau folgt. Dieses Bild ist tief im kollektiven Unbewussten verankert und prägt, bewusst oder unbewusst, die soziale Dynamik auf der Tanzfläche. Doch diese Reduktion wird dem Wesen des Tangos nicht gerecht.

Tango ist weit mehr als nur ein Tanz – er ist eine Begegnung, ein Dialog, ein Moment der völligen Hingabe an Musik, Bewegung und dendie Partnerin. In seinem Kern geht es nicht um Geschlechterrollen, sondern um Verbindung und Kommunikation.

Mit dem Aufstieg queerer Kultur und queerer Sichtbarkeit hat sich auch die Tango-Szene weiterentwickelt. Der Queer Tango ist längst mehr als nur eine Alternative zum traditionellen Tanzstil – er ist eine Bewegung, die Grenzen überwindet, Hierarchien hinterfragt und eine neue Art des Miteinanders auf der Tanzfläche ermöglicht.

Queer Tango: Ein Raum für Identität, Freiheit und Gleichberechtigung

Der Queer Tango entstand im Einklang mit queeren soziopolitischen Bewegungen – nicht nur als sicherer Raum für Menschen, die sich außerhalb binärer Normen bewegen, sondern auch als künstlerische Weiterentwicklung des Tanzes selbst.

Eine der wichtigsten Innovationen des Queer Tango ist die doppelte Rollentechnik. In der traditionellen Tango-Kultur ist die Rolle klar festgelegt: Einer führt, einer folgt. Im Queer Tango hingegen lernen Tänzer*innen beide Rollen – und mit dieser Freiheit kommt eine neue Virtuosität. Die Fähigkeit, sowohl zu führen als auch zu folgen, eröffnet ein ganz neues tänzerisches Erlebnis und stellt zugleich das alte Machtgefälle infrage.

Tango war schon immer eine stark kodifizierte Kunstform. Doch mit der Weiterentwicklung der Gesellschaft und dem wachsenden Bewusstsein für Diversität wurde er von einer Gemeinschaft genutzt, um starre Strukturen aufzubrechen. Ohne dabei die Technik oder die Essenz des Tangos zu verfälschen, trägt der Queer Tango dazu bei, neue Paradigmen von Freiheit, Gleichberechtigung und Inklusion zu schaffen.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Superheld*innen des Queer Tango

Seit vielen Jahren wachsen und florieren Initiativen rund um den Queer Tango. Menschen aus aller Welt – unabhängig von Geschlecht, Sexualität, Herkunft oder sozialem Status – finden hier einen Raum, in dem sie sich frei ausdrücken können.
Diejenigen, die diese Bewegung vorantreiben, die queere Identität mit der Kunst des Tangos verbinden und neue Räume der Begegnung schaffen, sind wahre Heldinnen. Von den Pionierinnen, die den Queer Tango ins Leben gerufen haben, bis hin zu denjenigen, die gerade erst beginnen, diese Tanzwelt für sich zu entdecken – sie alle tragen zur Vielfalt und Offenheit dieser einzigartigen Community bei.

Unsere Pädagogik: Tango in beiden Rollen lehren

Unsere eigene Lehrmethode ist geprägt von der Überzeugung, dass jede*r beide Rollen lernen sollte. In unseren Kursen vermitteln wir die Technik sowohl des Führens als auch des Folgens mit der gleichen Wertschätzung und Aufmerksamkeit. Denn erst durch das Verständnis beider Seiten wird der Tango zu einem wirklich freien, individuellen Ausdruck.

 

Unsere tänzerischen Hintergründe reichen von klassischem Ballett über zeitgenössischen Tanz bis hin zu Contact Improvisation. Diese Erfahrungen nutzen wir, um das Körperbewusstsein unserer Schüler*innen zu fördern und ihnen die Werkzeuge zu geben, sich selbst im Tango neu zu entdecken.

 

Denn in jeder Umarmung, in jedem Schritt steckt eine Geschichte – eine einzigartige Mischung aus Erlebnissen, Emotionen und Identitäten. Tango war schon immer ein Tanz der Begegnung, des Austauschs und der Transformation. Der Queer Tango führt diese Tradition fort, indem er den Tanz für alle öffnet, die sich darin wiederfinden wollen.
Lasst uns gemeinsam tanzen, experimentieren und neue Wege beschreiten – frei von Konventionen, mit Respekt und Liebe für die Vielfalt des Lebens.
Ein Gastbeitrag von Vincent Hodin & Tada Kokeguchi, übersetzt von Maria Theresia Mühlbacher

 

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Mehr über das Seminar sowie Vincent Hodin & Tada Kokeguchi

Queer Tango Seminar am Sonntag, dem 2. März 2025 von 13:00 bis 15:45 Uhr

Cafecito im Anschluss mit den beiden

Vincent Hodin

Instagram: @vincent.hodin
YouTube: @vinctango

Tada Kokeguchi

Instagram @tada_ko

Vincent & Tada – Mit Queer Tango zu Gast bei Lillis Ballroom

Vincent Hodin & Lucrecio Robledo tanzen gemeinsam in Lillis Ballroom

 

 

Mit dem Seminar von Vincent Hodin & Tada Kokeguchi im März beginnt eine Reihe von Workshops mit hochinteressanten internationalen Gastdozenten, die wir Euch hier im Blog nach und nach vorstellen möchten.

Vincent Hodin, ein erfahrener Tangolehrer aus Paris, hat bereits im Dezember 2023 zwei sehr inspirierende Queer-Tango-Workshops bei uns im Ballroom gehalten. Er unterrichtet sowohl auf traditionellen als auch auf Queer-Tango-Events weltweit. Diesesmal begleitet Ihn als Tanzpartner Tada Kokeguchi.

In diesem Beitrag erzählt Vincent von seiner tänzerischen Reise, seiner Philosophie und warum Tango für ihn weit mehr als nur ein Tanz ist.

Vincent Hodin
Vincent Hodin

Vincent Hodin: Eine Reise in die Welt des Tango

"Durch den Tanz konnte ich mich schon immer über Worte hinaus ausdrücken. Tanzen, ohne die nächste Bewegung vorherzusehen, bereitet mir tiefe Freude. Die leere Seite. Keine Kontrolle darüber, was herauskommt."

Diese Worte von Vincent spiegeln wider, was Tango für ihn bedeutet – ein Spiel mit Improvisation, eine Begegnung im Moment. Seine tänzerische Laufbahn begann nicht mit Tango, doch als er 2013 während einer Reise nach Argentinien zum ersten Mal auf einer Milonga tanzte, war ihm sofort klar: Etwas hat mich gepackt, und nichts wird mehr so sein wie vorher.

Er begann intensiv zu lernen – zunächst im renommierten DINZEL-Studio in Buenos Aires, später in Córdoba und Paris. Besonders faszinierte ihn der Rollenwechsel, eine Freiheit, die den Tango für ihn noch vielschichtiger machte.

Heute unterrichtet Vincent in traditionellen sowie Queer-Tango-Kreisen, leitet Workshops auf internationalen Festivals und ist Mitorganisator des renommierten Queer-Tango-Festivals „La Vie en Rose“ in Paris. Seine Mission: die Essenz des Tango weiterzugeben – als Tanz, als Dialog, als Ausdruck von Verbindung.

Queer Tango: Ein Tanz der Freiheit

Queer Tango ist weit mehr als nur eine Variante des traditionellen argentinischen Tangos. Er bricht mit den klassischen Rollenbildern, in denen Männer führen und Frauen folgen. Er ist ein inklusiver Tango, der alle willkommen heißt – unabhängig von Identität, Geschlecht oder Sexualität.

"Wir sollten uns darüber freuen, dass sich der traditionelle Tango zunehmend dem sogenannten Queer-Tango öffnet. Heute ist es immer häufiger möglich, auch auf traditionellen Milongas gleichgeschlechtliche Paare tanzen zu sehen. Doch Queer Tango schafft auch einen sicheren Raum für diejenigen, die in der Gesellschaft oft mit Vorurteilen konfrontiert sind."

Überall auf der Welt gibt es inzwischen Queer-Milongas, die diesen offenen und kreativen Zugang feiern. Und bei internationalen Queer-Tango-Festivals kommen Tänzer*innen zusammen, um in einer respektvollen und offenen Atmosphäre gemeinsam zu tanzen und zu lernen.

Vincent Hodin

Tango als Sprache – Vincents pädagogischer Ansatz

"Wie eine Fremdsprache lernen wir, Tango zu sprechen. Sobald dieser Code in unserem Körper integriert ist, öffnet sich ein Raum für Kreativität und Individualität."

Vincent legt in seinem Unterricht besonderen Wert auf die Verbindung zwischen den Partnern. Für ihn ist Tango keine Frage von Dominanz oder Hierarchie, sondern von gegenseitigem Zuhören.

"Eine Frau befolgt nicht die Anweisungen eines Mannes – die Person, die folgt, bringt ihre eigene Farbe in die Bewegung ein. Deshalb ermutige ich alle, die Rollen zu wechseln, unabhängig von ihrer Identität."

Dank präziser Technik entsteht eine starke Verbindung, die es ermöglicht, sich frei und improvisiert auf die Musik einzulassen. Tango ist kein Macho-Tanz, sondern ein Dialog – eine Begegnung im Moment.

Erlebt Vincent live!

Wir freuen uns, Vincent Hodin im März bei uns begrüßen zu dürfen! Sein Seminar wird nicht nur eine Gelegenheit sein, Tango in all seinen Facetten zu erleben, sondern auch ein Ort des Austauschs, der Inspiration und der tänzerischen Weiterentwicklung.

Bleibt dran – wir werden Euch hier im Blog weitere spannende internationale Gastdozenten vorstellen!

 

Fotos by @timhuening.photography

 

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Mehr über das Seminar sowie Vincent Hodin & Tada Kokeguchi

Queer Tango Seminar am Sonntag, dem 2. März 2025 von 13:00 bis 15:45 Uhr

Cafecito im Anschluss mit den beiden

Vincent Hodin

Instagram: @vincent.hodin
YouTube: @vinctango

Tada Kokeguchi

Instagram @tada_ko

Queer Tango for Inclusion am ImPulsTanz Festival

Lucia mit Lillis Ballroom bei Impuls Tanz und Public Moves vor dem Museumsquartier in Wien bei "Queer Tango for Inclusion"

Im Juli haben unsere Trainerin Lucia Rosenfeld und Krõõt Juurak im Rahmen des Public Moves Programms am ImpulsTanz Festival teilgenommen und in die faszinierende Welt des "Inklusiven Queer Tango" eingeführt.

Im Queer Tango werden traditionelle Geschlechterrollen hinterfragt und aufgelöst. Führen und Folgen werden auf spielerische Weise neu entdeckt. Wer gibt Impulse? Wie werden sie wahrgenommen? Im Queer Tango geht es um führendes Zuhören, aktives Folgen und das fließende Wechseln der Rollen. Durch den Tango wird Inklusion auf eine ganz besondere Weise erfahrbar gemacht. Hier tanzen wir mit allen Sinnen und stellen das Gefühl in den Mittelpunkt.

Drei Termine, drei Locations – Sommer 2024

  • 03. Juli, 17:00 bis 18:15 Uhr: Seestadt
  • 15. Juli, 17:00 bis 18:15 Uhr: MuseumsQuartier Wien
  • 17. Juli, 17:00 bis 18:15 Uhr: Richard-Wagner-Platz

Interview mit Lucia Rosenfeld

Petra Schön hat unsere Trainerin Lucia Rosenfeld nach ihren Eindrücken und Erfahrungen befragt. Das Ergebnis könnt ihr in der unten stehenden Audiodatei hören. Viel Spaß beim Zuhören!

Weiter unten haben wir auch einige Fotos vom Schnupperkurs im MuseumsQuartier für euch zusammengestellt.

[/audio]

Mehr über Queer Tango und unsere Trainerinnen

Filmpremiere: Eine filmische Liebeserklärung an den Queer Tango

Anita C. Schaub in Lillis Ballroom
Zum Pride Special am 2. Juni 2024 zeigen wir nach den beiden Queer Tango Workshops um 16:00 Uhr auch den neuen Poesiefilm von Videokünstlerin Anita C. Schaub über den Queer Tango.

Anita Schaub beim Queer Tango in Lillis Ballroom
Anita Schaub und Tim Huening bei der Generalprobe zur Filmvorführung in Lillis Ballroom

“gehen in umarmung. queer tango argentino jenseits der gender grenzen. eine poetische dokumentation.”

von Anita C. Schaub

Wir haben Anita Schaub zum Film interviewt.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Wie bist Du auf die Idee gekommen einen Film über Queer Tango zu drehen?

Ich bin selbst Tangotänzerin und habe glücklicherweise gleich am Beginn meiner „Lehrjahre“ Tanzplätze, wie z. b. bei den AdanzaS und in Lillis Ballroom gefunden, die den Queer Tango Argentino entweder im Programm hatten oder ganz einfach und selbstverständlich praktizierten.

Was ist für Dich die Kernaussage des Films, bzw. was möchtgest Du Deinem Publikum vermitteln?

Ich war sofort so fasziniert davon, dass ich möglichst vielen Menschen von den unendlichen Möglichkeiten dieses Tanzes erzählen wollte. Als Künstlerin kann ich mich am besten durch meine Arbeit ausdrücken, und das war in diesem Fall eben der Poesiefilm.

Was sind Deine weiteren Pläne?

In Wien gibt es leider keine regelmäßigen Queer Milonga Events. Deshalb habe ich beschlossen, selbst Queer Milongas zu veranstalten. Die erste findet am 28. Juni im Kulturzentrum Amerlinghaus, 1070 Wien statt.

Was wünscht Du Dir für die Queer Community?

Viele, viele menschen, die Queer Tango Argentino tanzen, (mit)veranstalten und die (mit)helfen, diese Philosophie – denn genau das bedeutet für mich der Queer Tango Argentino – weiter zu verbreiten.

Wer ist Anita Schaub?

Anita Schaub tanzt Queer Tango mit Tanzpartnerin
Anita Schaub und Tanzpartnerin

Anita C. Schaub, geb. auf den Bermudas, Studien der Psychologie, Pädagogik, Philospphie und Germanistik, Magisterium, Promotion im Fachgebiet Frauenwissenschaften.

lebt in Wien. Autorin, Schreibpädagogin („Wiener Schreib- pädagogik“). Magisterstudium an der Universität Klagenfurt (Deutsche Philologie, Psychologie und Pädagogik); Pädagogische Akademie; Promotion im Fachgebiet Frauenforschung an der Universität Wien. Gründerin und Obfrau von ›kulturELLE‹ – Verein zur Förderung von Frauenkunst und –kultur. Projektkonzeptionen; interdiszipli- näre Projekte mit Schwerpunkt Frauenkunst und –literatur; Schreibwokshops; Sachbuch, Prosa.

Neben dem Brotberuf in der Beratung seit über 20 Jahren als Autorin (8 Publikationen), Videokünstlerin und Kulturveranstalterin tätig.
Lebte in Kärnten und seit 2001 in Wien.

Zuletzt erschienen: »FrauenSchreiben. Zwischen Abenteuer, Privileg und Existenzkampf« (2004); »Tanzende Rose« (2008); »Schuldbeulen« (2012); »Luftwurzeln« (2015); »Sommer der Poetinnen« (gem. m. Hildegard Kokarnig Kurzgeschichten, 2017); »Leben mit Em. Erzählung mit Abbildungen« (Edition libica 2018).

Seit 3 Jahren leidenschaftliche QUEER Tango Argentino Tänzerin.

 

Weiterführende Links:

Mehr zum Queer Tango >>

Mehr zum Pride Special am 6. Juni  2024 >>

Mehr zu den Queer Tango Workshops am 6. Juni 2024 >>

Anita C. Schaub >>

 

Queer Tango: Eine Reise durch Tanz, Geschichte & Community

Tim und Arno tanzen draussen Queer Tango

Was ist Queer Tango?

Queer Tango ist eine faszinierende Weiterentwicklung des traditionellen argentinischen Tangos, die Geschlechterrollen und soziale Normen auf den Kopf stellt. Anstatt den klassischen Rollen, bei denen der Mann führt und die Frau folgt, steht Queer Tango für eine gleichberechtigte Partnerschaft auf der Tanzfläche. Jeder kann führen, jeder kann folgen – es geht darum, die Kunst des Tangos in einer inklusiven und offenen Atmosphäre zu erleben.

Wie ist Queer Tango entstanden?

Die Ursprünge des Queer Tangos lassen sich in die 1990er Jahre zurückverfolgen, als die Tangoszene in Buenos Aires begann, sich zu diversifizieren. Queere Menschen suchten nach Räumen, in denen sie ihre Identität frei ausdrücken und tanzen konnten, ohne sich an traditionelle Geschlechternormen halten zu müssen. Die ersten Queer-Tango-Veranstaltungen wurden von Pionieren wie Augusto Balizano und Mariana Docampo ins Leben gerufen, die den Tango aus seiner konservativen Ecke holten und zu einem Symbol der Freiheit und Vielfalt machten.

Wo ist Queer Tango besonders stark vertreten?

Queer Tango hat sich schnell über die Grenzen Argentiniens hinaus verbreitet und ist heute in vielen Metropolen weltweit eine feste Größe. Besonders starke Szenen gibt es in Städten wie Berlin, San Francisco, New York und Paris. Diese Städte bieten eine lebendige Queer-Tango-Community mit regelmäßigen Milongas (Tanzveranstaltungen), Workshops und Festivals, die Tänzer und Tänzerinnen aus aller Welt anziehen.

VIele Menschen bei Lillis Ballroom halten die Regenbogenfahne in die Luft.
Beim hissen der Regenbogenfahne

Lillis Ballroom und Queer Tango

Mittlerweile hat sich Queer Tango auch bei uns zu einem fixen Bestandteil unseres Kurs- und Workshopprogramms entwickelt. Die Philosophie, die dahintersteckt wurde schon immer von Lillis Ballroom geteilt, schon als es noch gar keinen Namen dafür gab. Die Rollenwechsel und das Soziale stand bei Lillis Ballroom schon immer im Vordergrund. So kann man sagen, dass die Aufnahme von Kursen und Workshops eine konsequente Weiterentwicklung unseres Ansatzes war.

Warum ist Queer Tango wichtig?

Queer Tango bietet nicht nur einen Raum für künstlerischen Ausdruck, sondern auch für soziale Inklusion und persönliche Freiheit. Es ist ein Tanzstil, der es ermöglicht, Geschlechterrollen zu hinterfragen und aufzubrechen, und der damit einen wichtigen Beitrag zu einer offeneren und toleranteren Gesellschaft leistet.

Ob Du nun ein erfahrener Tangotänzer*in bist oder Deine ersten Schritte wagst, Queer Tango bietet eine einladende und dynamische Community, in der jede*r willkommen ist. Also schnapp Dir Deine Tanzschuhe und entdecke die Magie des Queer Tango bei Lillis Balloom.

Queer Tango bei Lillis Ballroom

Update: Titelbild am 18.02.2025 gegen ein aktuelleres ausgetauscht.

Pride Month Special 2024

Keila Luciano & Ariadna Zaehnsdorf tanzen auf einer Straße in Barcelona

Queer Tango – Let it Flow!

Bei Lillis Ballroom wird man leidenschaftlich an die vielen Vorteile des Tango Tanzens für Körper und Geist erinnert – und an das Experimentieren wer was, warum und wie tanzt.

Passend zum Pride Month veranstaltet Lillis Ballroom im Juni zwei Workshops mit Keila und Adriana, Queer Tango-Lehrerinnen aus Buenos Aires, zeigt den Poesiefilm der Videokünstlerin Anita C. Schaub und veranstaltet ein Cafecito mit internationalen Gästen der Queer Tango Factory (Projekt der lxs hermanxs Bettina Patermo & Arno Plass/Künstlerhaus).

 

Pride Month Special am 2.6. 2024 mit Workshops, Filmprämiere & Tango Abend mit DJ

Programm am 2. Juni 2024

13:00 – 14:15 Uhr   Workshop First steps into Queer Tango
14:30 – 15:45 Uhr   
Workshop Creativity in steps
16:00 – 16:45 Uhr  Filmpremiere von Anita C. Schaub: Queer Tango – Eine poetische Dokumentation
17:00 – 22:00 Uhr  Cafecito “special”

 

Lillis Ballrooms Tangoreich umfasst alle, die in einer inklusiven Atmosphäre unbeschwert tanzen und sich ohne Vorurteile ausdrücken möchten. In einem Raum, der es Tänzer*innen erlaubt, die Rolle auszufüllen, die ihnen gefällt: führen oder geführt werden. Für jeden offen, frei von der starren Struktur, dass Männer führen und Frauen folgen müssen, egal wer Du bist und mit wem du tanzen möchtest.

Tango ist ein wunderschöner Paartanz, bei dem die Kommunikation mit seinem Gegenüber im Vordergrund steht, bei dem man sich selbst und seine eigenen Fähigkeiten als Tänzer*in entdeckt. Manchmal tanzt man bei uns auch mit geschlossenen Augen. Losgelöst von einschränkenden Denk- und Tanzmustern bekommt das Spüren und Hören wie von selbst eine neue Dimension.

 

Jenseits der Gendergrenzen beide Rollen lernen – Diversity inclusive!

 

Alle Kurse und Workshop-Termine können auf der Website www.lillisballroom.at im Online Shop gebucht werden. Anmeldungen sind für Einzelpersonen und Paare möglich. Informationen zu den Tanztrainer*innen und Gasttrainer*innen auf www.lillisballroom.at.

Mehr zum Thema Queer Tango:

Blog: Was ist Queer Tango?

 

Interessante Links:

Queer Tango Factory – Ein Produktionsraum

Vienna Pride 2024

Eurogames 2024